Bezirksversammlung Wandsbek

Auszug - Baumaßnahme: Grundinstandsetzung von Hauptverkehrsstraßen Teilbaumaßnahme: Alte Landstraße zwischen Poppenbütteler Weg und Emekesweg  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus
TOP: Ö 4.1
Gremium: Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 21.11.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:00 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal Wandsbek
Ort: Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Frau Wiemer (Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer) und Herr Reinke (Ingenieurbüro Münster) referieren anhand einer Präsentation (siehe Anlage) zu o.g. Thema und beantworten im Anschluss neben Verständnisfragen Fragen des Ausschusses zu folgenden Themen (Antworten kursiv):

- geplanten Überführungen der vier Fahrspuren in zwei Fahrspuren:

Es wird eine Einschränkung/ Behinderung für den Verkehrsfluss und eine Überlastung der Verkehrsknotenpunkte insbesondere in den Morgenstunden befürchtet.

Nach Berechnungen der Verkehrszahlen im Zusammenhang mit den Aufnahmemöglichkeiten der Verkehrsknotenpunkte (Diese werden wiederum vierspurig mit Abbiegemöglichkeiten ausgebaut.) werden keine Behinderungen oder Einschränkungen für den Verkehrsfluss gesehen. Die Erfahrungen zeigen, dass 16.000 Kfz auf einer einspurigen Fahrbahn ohne weitere Einschränkungen geführt werden könnten. Entscheidend für den Verkehrsfluss sei die Konzeption und Abstimmung der Verkehrsknotenpunkte. Durch die Maßnahme würde der Verkehr voraussichtlich sogar besser abfließen können. Ein übermäßiger Rückstau werde nicht befürchtet. Es wird angemerkt, dass derzeit an sehr vielen Stellen ohnehin bereits "wild" auf dem rechten Fahrstreifen geparkt werde und ein durchgängiges Befahren der rechten Spur nicht gegeben sei.

- Fahrradstreifen

Aufgrund der geringen Anzahl an Radfahrern wird die Einrichtung von Radfahrstreifen kritisch hinterfragt. Ggf. sei ein Fahrradweg in den Nebenflächen sinnvoll.

Die Thematik des Radfahrstreifens gestalte sich schwierig. Wissenschaftliche Betrachtungen würden zeigen, dass es für die Radfahrer sicherer sei auf der Fahrbahn geführt zu werden als auf Nebenflächen. Dies betreffe insbesondere die Unfälle zwischen Radfahrer und Rechtsabbiegern.

- Bedenken gegen den Fahrbahnbelag

Die Referenten vermuten, dass sich die Bedenken auf den offenporigen Asphalt beziehen (Einsatz u.a. auf Autobahnen). Dieser werde in der Maßnahme nicht eingesetzt, sondern ein lärmmindernder Asphalt.

- Einbeziehung des anliegenden Hospitals zum Heiligen Geist

Eine Beteiligung habe stattgefunden. Es wurden die Aspekte der Lärmminderung und einer Querungsmöglichkeit, sowie allgemein die Barrierefreiheit eingebracht.

- haltende Busse am Fahrbahnrand im Zuge des Busbeschleunigungsprogrammes

Das Halten der Busse am Fahrbahnrand stelle kein weiteres Problem dar, da die Kfz dennoch am Bus vorbei fahren könnten.

- Baumfällungen im Zuge der Baumaßnahme

Es sei Ziel gewesen den Alleencharakter mit dem alten Baumbestand am Fahrbahnrand zu erhalten. Die Baumfällungen bezögen sich vorwiegend auf Baumbewuchs im Bereich der Mittelinseln (alle mit Stammdurchmesser < 40cm) und seien im Zuge der Maßnahme notwendig.

- Entwicklung der Verkehrszahlen in dem Bereich

Eine Auskunft über mögliche Entwicklungen könne nicht gegeben werden. Die Fachbehörde gebe dem Landesbetrieb Zielvorgaben für eine Maßnahmenumsetzung vor und führe im Vorfeld derartige Betrachtungen durch.

 


 


Der Ausschuss nimmt die Ausführungen der Referenten zur Kenntnis.