Bezirksversammlung Wandsbek

Auszug - Sportliche Aktivitäten in Kindertageseinrichtungen sicherstellen! Debattenantrag der CDU Fraktion  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek
TOP: Ö 4.6
Gremium: Bezirksversammlung Wandsbek Beschlussart: abgelehnt
Datum: Do, 29.01.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 21:45 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal Wandsbek
Ort: Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg
20-0713 Sportliche Aktivitäten in Kindertageseinrichtungen sicherstellen!
Debattenantrag der CDU Fraktion
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Claudia Folkers, Philipp Hentschel, Prof. Dr. Kurt Nixdorff
Thomas Mühlenkamp, Ivonne Kussmann
Federführend:Interner Service   
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Frau Folkers schildert die aktuelle Situation der Turngemeinschaft in Bergedorf. In Wentorf bei Hamburg gebe es ein Sportprogramm, das gezielt die sportliche Aktivität von Kindern im Kindergartenalter fördere. Mit dem regelmäßigen Sportprogramm in den Kindertagesstätten würde die Bewegungsfähigkeit der Kinder gefördert werden.

In Hamburg gebe es kein ausreichendes Angebot an sportlichen Aktivitäten für Kinder. Dabei würden viele Studien belegen, dass ausreichende Bewegung für die Entwicklung der Kinder wichtig sei. Immer mehr Kindern leiden bei ihrer Einschulung unter Körperkoordinationsschwierigkeiten oder unterentwickelten Organfunktionen. Diese Problematik trete verstärkt bei Kindern in Großstädten auf, da diese keinen ausreichenden Bewegungsfreiraum in der häuslichen Umgebung tten.

Es gebe keine vorgegebenen Vorschriften für die Bewegungsfreiräume in Kindertagesstätten. Durch das System der Ganztagsschulen stünden den Kindertagesstätten die Sporthallen der Schulen nicht mehr zur Verfügung.

Eine Anfrage der CDU-Fraktion an die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) habe keine Hinweise über rückläufige Sportangebote für die Kindergärten ergeben. Daraufhin habe die CDU-Fraktion eine Erhebung durch die Behörde beantragt, um das tatsächliche Sportangebot in Kindertagesstätten analysieren zu können. Diese Erhebung sei jedoch von den Fraktionen SPD und Grüne ablehnt worden.

r eine gesunde Entwicklung aller Kinder in Hamburg müssten alle Kindertagesstätten ein ausreichendes Sportangebot bietennnen. Die BASFI solle entsprechende Angebote gewährleisten. Es müsse außerdem ein Gesundheitskonzept in den Kindertagesstätten entwickelt werden, dass auch die Gestaltung der Außenanlagen und Tagesräume hinsichtlich der Bewegungsfreiheit beinhalte.

 

Frau Blumenthal lobt grundsätzlich die Idee des vorliegenden Antrages. Auch die GRÜNE-Fraktion setze sich r die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ein. Es gebe jedoch mehr Lösungsansätze zur Klärung der Problematik als im Antrag vorgestellt seien.

Ein besonderes Problem stelle der Betreuungsschlüssel in Hamburgs Kindertagesstätten dar. Ein gutes Bewegungsprogramm könne nicht geboten werden, wenn eine Erziehungskraft 20 Kinder betreuen müsse.

Abgesehen von den Hallenzeiten für Kindertagesstättensse der Bewegung in freier Natur eine größere Rolle zukommen. Waldkindergartenkinder seien beispielsweise motorisch besser entwickelt und wiesen insgesamt ein besseres Gesundheitsbild auf. Ein Vormittag in der Woche in der Natur würde einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit der Kinder leisten. Die GRÜNE-Fraktion lehne daher Ziffer 1 des Petitums ab und beantrage die Überweisung von Ziffer 2 in den Ausschuss für Soziales und Bildung.

 

Herr Buttlerhrt aus, dass in den Richtlinien für Kindertagesstätten eine bestimmte Quadratmeterzahl pro Kind festlegt sei. Darüber hinaus müsse in der Nähe einer Kindertagesstätte ein Spielplatz vorhanden sein. r Sporthallen habe man bereits viel Geld zur Verfügung gestellt. Mit dem vorliegenden Antrag würden weitere Mittel in erheblicher Größenordnung eingefordert. Die CDU-Fraktion mache allerdings keine entsprechenden Finanzierungsvorschge, wohl wissend, dass für weitere Sporthallen in Hamburg keine finanziellen Mittel zur Verfügung stünden. Die SPD-Fraktion stimme einer Überweisung von Ziffer 2 in den Ausschuss für Soziales und Bildung zu.

 

Frau Krüger-Sauermann erklärt, dass das Bundesgesundheitsministerium Bewegung als  Gesundheitsprävention in den Mittelpunkt der Aufgaben für das Jahr 2015 gestellt habe.  Bereits im Kindergarten sollten Kinder auf spielerische Art für die große Bedeutung von Bewegung im Alltag sensibilisiert werden. Auch in den Ganztagsschulen sei Sport außerordentlich wichtig. Viele Sporthallen seien jedoch sowohl hygienisch als auch funktional in einem schlechten Zustand. Des Weiteren würde oftmals eine Sporthalle gleichzeitig von mehreren Schulen genutzt, sodass durch den enormen Lärmpegel kein geregelter Sportunterricht möglich sei. Die Politik habe eine Fürsorgepflicht für die Kinder in Hamburg. Die gezielte Gesundheitsvorsorge der Kinder und Jugendlichen - auch durch Bewegung und Sport -sse durch die Politik unterstützt und gefördert werden.


 


Abstimmungsergebnis:

Das Petitum des Antrages wird punktweise behandelt.

 

Die Bezirksversammlung lehnt Ziffer 1 des Petitums mit den Stimmen der Fraktionen SPD und Grüne gegen die Stimmen der Fraktionen CDU, Die Linke, AfD sowie der Einzelmitglieder ab. 

 

Der Antragsteller stimmt der Überweisung der Ziffer 2 des Petitums in den Ausschuss für Soziales und Bildung zu.