Bezirksversammlung Wandsbek

Auszug - Erweiterung des Sportangebots für Jugendliche im Bezirk Wandsbek - Calisthenics Park in Steilshoop Überweisung aus dem Ausschuss für Finanzen und Kultur  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Soziales und Bildung
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für Soziales und Bildung Beschlussart: überwiesen
Datum: Mo, 26.09.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 21:10 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal Wandsbek
Ort: Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg
20-3137 Erweiterung des Sportangebots für Jugendliche im Bezirk Wandsbek - Calisthenics Park in Steilshoop
Überweisung aus dem Ausschuss für Finanzen und Kultur
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Sitzungsvorlage
Federführend:Interner Service Beteiligt:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt
    Fachamt Management des öffentlichen Raumes
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Herr Iselt und Herr Wilke, Fachamt Management des öffentlichen Raumes, stellen sich vor.

 

Herr Iselt erläutert, dass in der Sitzung des Ausschusses für Finanzen und Kultur am 19.07. ein Vortrag der Initiatoren des Projektes "Callisthenics" gehalten worden sei, der aufgrund der dort noch offenen Fragen an diesen Ausschuss mit der Bitte um fachliche Einschätzung des Ausschusses und der Verwaltung überwiesen worden sei. Die Verwaltung habe nun die ursprüngliche Präsentation ergänzt. Er weist darauf hin, dass die Initiatoren ihr Projekt zuvor im Stadtteilbeirat Appelhoff vorgestellt hätten und dort auf große Zustimmung gestoßen seien.

 

Er erläutert den Begriff, mit dem ein Kraftsporttraining im Freien für jedermann gemeint sei. Es handle sich hier um eine aus den USA stammende Bewegung aus der Jahrtausendwende. Eine Verbreitung sei insbesondere über das Internet und "You Tube" erfolgt. Auch in Osteuropa sei die Bewegung auf sehr große Resonanz gestoßen, so dass 2011 bereits in Riga Weltmeisterschaften stattgefunden hätten.

 

In Hamburg gebe es bisher seit 2008 eine Fitnessanlage im Stadtpark, nahe der Jahnkampfbahn, die 2012 um einige Callisthenics-Angebote ergänzt worden sei. Laut Auskunft des dortigen Bezirkes werde sie gut genutzt. Auch in Neuallermöhe gebe es eine Anlage. Für Steilshoop habe sich in Kommunikation mit dem Stadtteilbeirat und der Verwaltung eine Fläche neben dem "Dschungelspielplatz" als geeignet herausgestellt. Er erläutert die örtlichen Gegebenheiten anhand einer Präsentation (siehe Anlage). Nach Ansicht der Verwaltung könne das Vorhaben befürwortet werden.

 

Bei den Geräten handle es sich um eine Abfolge von Reckanlagen in unterschiedlichen Höhen, an denen Dehnungs- und Kraftübungen vorgenommen werden könnten, die sich mit zunehmendem Trainingsstand immer stärker variieren ließen. Da die Geräte nicht über komplizierte und empfindliche Mechanismen verfügten, seien diese auch robust und einfach in der Wartung. Aufgrund der massiven Stahlkonstruktionen sei auch Vandalismus nicht zu befürchten.

 

Herr Wilke nennt als Kostenbeispiel für eine größeres Gerät ca. 15.000-, €, wozu ein Fallschutzbereich aus Kunststoff mit 18.000,- € oder ein Fallschutz aus Kies mit 12.000,- € zu veranschlagen sei. Zusätzlich sei für die regelmäßige TÜV-Prüfung und ggfs. eine Reinigung und Austausch nach 5 Jahren bei der Kiesvariante noch 1000,-€ / Jahr zu veranschlagen.

 

Herr Berk erkundigt sich nach der Finanzierung und dem Betreiber der Anlage in Neuallermöhe sowie möglicher Lärmprobleme und Alternativstandorte.

 

Herr Kappe erklärt, dass hierfür RISE-Mittel verwendet worden seien und Betreiber der dortige Sportverein sei. Er weist darauf hin, dass sich inzwischen 15.000 Personen der Initiative angeschlossen hätten.

 

Herr Iselt betont, dass die Gewährleistung der laufenden Verkehrssicherheit im öffentlichen Raum dem Bezirksamt obliege und nicht an Dritte delegiert werden könne. In Bezug auf Lärm sei im Gegensatz zu Fußballspielen weder Ballgeräusche noch Lärm durch Publikum zu erwarten. Als Alternativstandort käme evtl. der Jenfelder Moorpark infrage, jedoch sei durch die befristete Nutzung der dortigen Unterkunft die Benutzergruppe der Bewohner nicht dauerhaft einzuplanen.

 

Frau Folkers begrüßt das Vorhaben, da es ansonsten wenig Angebote für Jugendliche und Jungerwachsene gebe.

 

Frau Mahler spricht sich ebenfalls für ein solches Projekt aus und befürwortet Jenfeld als Standort. Sie gibt allerdings die hohen Kosten zu bedenken.

 

Herr Georg befürwortet das Vorhaben ebenfalls und betont, dass ähnliche Geräte auch an der Alster stünden und durch unterschiedliche Altersklassen gut genutzt würden. Die Kosten halte er für akzeptabel. Er erkundigt sich danach, welche Maßnahmen von der Rahmenplanung Sport in Steilshoop für Parksport erfasst würden.

 

Herr Iselt erklärt, diese beziehe sich vermutlich auf die dortigen Sportflächen. Näheres könne sicher Herr Schön erläutern.

 

Herr Hentschel  teilt mit, dass es in Jenfeld bereits eine entsprechende Anlage gebe. Er befürwortet ebenfalls die Aufstellung einer Anlage in Steilshoop und spricht sich für einen Fallschutz aus Kunststoff aus. Er erkundigt sich außerdem nach der zeitlichen Perspektive einer Realisierung.

 

Herr Wilke erklärt, dass eine Aufnahme in das Arbeitsprogramm 2017 denkbar sei, falls die Haushaltsmittel zur Verfügung stünden.

 

Ergebnis:

 

Der Ausschuss spricht sich einstimmig für eine Einrichtung einer Callisthenics-Anlage in Steilshoop aus und empfiehlt eine Fallschutzvariante aus Kunststoff. Er überweist die Vorlage an den Ausschuss für Finanzen und Kultur mit der Bitte, die Finanzierung zu prüfen.

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Calisthenics Park Appelhoff_ergänzt MR (1317 KB)