Bezirksversammlung Wandsbek

Auszug - Baumpflege Wißmannstraße Eingabe vom 19.10.2016  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
TOP: Ö 4.1
Gremium: Ausschuss für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 20.12.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:45 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal Wandsbek
Ort: Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg
20-3512 Baumpflege Wißmannstraße
Eingabe vom 19.10.2016
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Eingabe
Federführend:Interner Service Beteiligt:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt
 
Protokoll

Herr Plezia erkundigt sich, ob der Baumschnitt nun erfolgt sei.

 

Herr Dr. Rauterkus berichtet, dass dazu eine Stellungnahme des Bezirksamtes vorliege. Diese besage, dass das Lichtraumprofil und die Gebäude regelmäßig freigeschnittenrden. Dies sei zwischenzeitlich, überschneidend mit der Eingabe, aber unabhängig davon im Zuge der normalen baumpflegerischen Arbeiten geschehen. Die genauen Gründe für die Pflanzungen ließen sich nicht mehr nachvollziehen, da die Pflanzungen bereits 1973 durchgeführt worden seien. Zu dieser Zeit seien Platanen ein häufig gepflanzter Straßenbaum gewesen, da sie sich gut für den Straßenraum eigneten. So sehr man auch Verständnis für das Anliegen bezüglich des Laub- und Schattenwurfs habe, so habe man sich doch an die gesetzlichen Grundlagen nach dem Hamburger Wegegesetz und der Baumschutzverordnung zu halten. Es handle sich um gesunde und vitale Bäume,r die es nach Ansicht der Verwaltung keinen Grund gebe, sie zu entfernen.

 

Herr Plezia bestätigt, dass man dem Petenten bereits erklärt habe, dass man die Bäume nicht fällen wolle. Es sei diesem darum gegangen dass die Zweige bereits sehr nahe an das Haus herangewachsen waren. Wenn diesem Problem mit den ckschnitt des Lichtraumprofils abgeholfen worden sei, sehe keinen weiteren Handlungsbedarf.

 

Frau Häger fragt, ob es für den Kronenschnitt einen Wert bzw. eine Vorgabe gebe oder ob man sich nach den Gegebenheiten des Baumes vor Ort richte und wie die allergene Wirkung des Baumes von der Verwaltung eingeschätzt bzw. ob diese bei Pflanzungen berücksichtigt werde.

 

Herr Dr. Rauterkus sichert bezüglich der Frage nach der allergenen Wirkung eine Klärung zu Protokoll zu. In den vergangenen Jahren sei man bei der Auswahl der Pflanzungen jedoch wesentlich differenzierter vorgegangen, die jeweiligen Besonderheiten des Standorts wurden in die Entscheidung über die zu pflanzende Art einbezogen. Bezüglich des Kronenschnitts gebe es keine Normformen, es werde auf das normale gärtnerische Maß zurückgeschnitten und Totholz entfernt.

 

Herr Plezia erklärt, dass man sicherlich bemüht sei, beim Pflanzen von Bäumen die allergene Wirkung zu berücksichtigen. Trotzdemnne man nicht auf jede Allergie Rücksicht nehmen, denn sonst könne man überhaupt keine Blumen oder Bäume mehr pflanzen. Eine besondere allergene Wirkung der Platane sei ihm bisher nicht bekannt.

 

Frau Kger-Sauermann erinnert, dass der Petent ebenfalls ein Problem mit dem ausgeprägten Wurzelwerk und hochgedrückten Platten geschildert habe.

 

Herr Dr. Rauterkus teilt mit, dass beim Vorliegen einer Beschädigung des Eigentums die Möglichkeit besteh, dagegen im Einzelfall vorzugehen.

Er bietet an, noch einmal genauer über die Kriterien zur Auswahl der Bäume zu informieren.

 

Herr Freund erklärt, dass mit der Antwort an den Petenten, die Eingabe für den Ausschuss als erledigt angesehen werde.

 

Ergebnis:

Der Ausschuss für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz nimmt Kenntnis; die Eingabe

ist erledigt.

 

Anmerkung der Verwaltung zu Protokoll:

Neben den bekannten Allergiebäumen wie Birke, Erle oder Hasel kann auch der Blütenstaub der Platane Allergien auslösen.

Obwohl die Platane für den einzelnen Allergiker natürlich zu Beeinträchtigungen führen kann, hat der Baum insgesamt nur eine untergeordnete allergene Bedeutung.

Zu Einschränkungen in der Verwendung des Baumes führt diese Tatsache deshalb nicht.