Bezirksversammlung Wandsbek

Auszug - Das Wandsbeker Radverkehrskonzept – der nächste Schritt für Korridor A Beschluss der Bezirksversammlung Wandsbek vom 12.05.2016 (Drs. 20-2784) Hier: Vertiefte Prüfung einer Radverkehrsverbindung  

 
 
Sitzung des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses
TOP: Ö 4.2
Gremium: Wirtschafts- und Verkehrsausschuss Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Do, 27.04.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:45 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal Wandsbek
Ort: Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg
20-4246 Das Wandsbeker Radverkehrskonzept – der nächste Schritt für Korridor A
Beschluss der Bezirksversammlung Wandsbek vom 12.05.2016 (Drs. 20-2784)
Hier: Vertiefte Prüfung einer Radverkehrsverbindung
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Fachamt Management des öffentlichen Raumes Beteiligt:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt
    Interner Service
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Herr Gündel (Planungsgemeinschaft Verkehr PGV-Alrutz GbR) referiert anhand einer Präsentation zum Thema.

 

rger äern sich kontrovers zu Vor- und Nachteilen der vorgestellten Planungsvarianten.

 

Herr Gündel, Herr Kopp, Herr Baumgarten und Frau Gummert beantworten Fragen und nehmen Stellung zu z.T. persönlichen Anregungen der Ausschussmitglieder und Bürger und diskutieren Vor- und Nachteile zu u.a. folgenden Themen:

 

Allgemein

-          Planungsanforderungen an Fahrbahnbreiten seitens der Straßenverkehrsbehörde, sonstige Voraussetzungen und damit einhergehende Erforderlichkeiten für eine reale Umsetzung der Planungen

-          Art und Umfang des Gutachtens und der Umsetzung des zugrunde liegenden Beschlusses der Bezirksversammlung (Drs. 20-2784)

-          Abschnitts- bzw. streckenweise Prüfung der einzelnen Planungsvarianten

-          Prüfungskriterien (z.B. Baumfällungen) und Abwägung von verschiedenen Gütern bei der Beurteilung der Planungsvarianten

-          mehrfache Befahrungen mit dem Fahrrad auf allen Varianten

-          Zeitrahmen für die Umsetzung der einzelnen Varianten

-          Erhebungen zur Feinstaubbelastung für Radfahrer in den einzelnen Varianten

-          Betrachtung des Umfelds (z.B. Anbindung an schienengebundenen ÖPNV)

-          Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Planungsvarianten

-          Sachliche Diskussion über das Thema

-          Definitionen und Abgrenzungen der Begriffe Fahrradstraße“, „Veloroute“ undRadschnellweg“

-          BegriffsdefinitionGrundinstandsetzung“

-          Abgrenzung der Planungen des Bezirksamtes zum Korridor A und der Planungen der BWVI zu den Velorouten

-          Inhaltliche sowie grundsätzliche Abgrenzung des Gutachtens der Firma ARGUS zum Gutachten der Firma PGV-Alrutz GbR

-          Abgrenzung und Unterschiede von Hamburg zu Kopenhagen

 

Zur Variante 1 (Walddörferstraße)

-          Zustand der Straße und Nebenflächen

-          Notwendigkeit von Reparaturarbeiten an der Fahrbahn und den Nebenflächen

-          Parksituation (Behinderungen für Nutzer der Nebenflächen)

-          Verkehrsbelastung im Allgemeinen und an einzelnen Standorten

-          Vorherrschende Verkehrsarten

-          gliche Entwicklungen der Verkehrsbelastung durch die Einrichtung weiterer Tempo-30-Strecken

-          glichkeiten eines Mischverkehrs in der Walddörferstraße und Auswirkungen dessen auf die bestehende Busverbindung oder aktuell bestehende Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmern

-          glichkeit der Einrichtung einer Einbahnstraße und Auswirkungen dessen auf gefahrene Geschwindigkeiten und die bestehende Busverbindung

-          glichkeit der Einrichtung von Radfahrstreifen

-          glichkeit der Unterbrechung des Verkehrsflusses außer für Radfahrer und die Buslinie zur Verkehrsreduktion

-          Kosten-Nutzen-Analyse bei einem möglichen Ausbau zur Fahrradroute

-          Valide Zahlen als Stimmungsbarometer für oder gegen eine Fahrradstraße

-          glichkeit einer erneuten Überprüfung bei Veränderung der Verkehrsbelastung durch den motorisierten Verkehr

 

Zur Variante 1a (Stephanstraße)

-          Keine Intuitive Routenführung

 

Zur Variante 2 (Friedrich-Ebert-Damm)

-          Zustand der Nebenflächen

-          Alltagstauglichkeitr ein zügiges und sicheres Vorankommen als Radfahrer

-          Übersichtlichkeit der Verkehrssituationen („Chaos“)

-          Behinderungen für Radfahrer auf den Nebenflächen und mögliche Maßnahmen im Rahmen des Ausbaus zur Fahrradrouter eine durchgängige Fahrbarkeit

-          Anpassung der Ampelschaltung für ein zügiges Vorankommen für Radfahrer

-          Belastung der Radfahrer durch Feinstaub, Geruch und Lärm

-          Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern, z.B. rechtsabbiegenden LKW

-          Kosten-Nutzen-Analyse bei einem möglichen Ausbau zur Fahrradroute

-          Entfernung zu anderen bestehenden bzw. geplanten Fahrradverbindungen (Velorouten)

 

Zur Variante 3 (Wandsewanderweg)

-          Alltagstauglichkeit

-          Erholungsfaktor

-          Ausbaufähigkeit zur Fahrradroute in bestimmten Bereichen aufgrund der vorhandenen Breite

-          Zwingend notwendiger Grunderwerb für einen Ausbau

-          Notwendige Baumfällungen für den Ausbau

-          Ausbau der Beleuchtungssituation (Kosten: 3 Mio. €)

-          Sicherheitsempfinden der Nutzer

-          Konflikte mit anderen Verkehrsteilnehmern

 

Die Ausschussmitglieder bekennen sich zum Reparaturbedarf insbesondere der Nebenflächen in der Walddörferstraße.

 

Im Anschluss an die Vorstellung und die Diskussion schlägt Herr Kocherscheid-Dahm vor, die Vorlage im Petitum zu Punkt 2 hinsichtlich einer öffentlichen Veranstaltung und Vorstellung mit Bürgerbeteiligung zu ändern. Im Weiteren würde das Thema vor einer Entscheidung über die weiteren Planungen zum Korridor A in den Fraktionen zu beraten sein.

 

Frau Hoppermann und Herr Kocherscheid-Dahm klären, dass die Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung seitens des Bezirksamtes unter Hinzuziehung des Gutachterbüros PGV-Alrutz durchzuführen sei.

 

Frau Hoppermann erkundigt sich, ob die Walddörferstraße ins Deckenprogramm für eine zeitnahe Instandsetzung in Frage komme (neben dem bereits im Deckenprogramm eingeplanten Bereich der Waldrferstraße) als Alternative zu einer Grundinstandsetzung.

 

Herr Baumgarten nimmt die Frage zur Klärung mit den Wegewarten mit.

 

Frau Hoppermann formuliert eine Änderung des Punktes 2 des Petitums.

 

Herr Baumgarten bittet um Beteiligung der Politik bei der öffentlichen Veranstaltung.

 

Frau Hoppermann betont, da es sich hierbei um eine Veranstaltung für Bürgerinnen und Bürger handele, würde sich die Politik zurück halten, da diese die Planungen separat in den Ausschusssitzungen vorgestellt bekommen würden.

 


Ergebnis:

Der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss beschließt die Vorlage einstimmig bei Enthaltung der Liberalen Fraktionsgemeinschaft mit folgendem, geändertem Punkt 2 des Petitums:

 

"Der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss bittet das Bezirksamt, eine öffentliche Veranstaltung durchzuführen, auf der die Planungen gemeinsam mit dem Ingenieursbüro vorgestellt werden und Raum für Diskussionen besteht."

 

 

Die Verwaltung wird gebeten, die  Aufnahme der Walddörferstraße ins Deckenprogramm für eine zeitnahe Instandsetzung zu prüfen (neben dem bereits im Deckenprogramm eingeplanten Bereich der Walddörferstraße) als Alternative zu einer Grundinstandsetzung.