Bezirksversammlung Wandsbek

Auszug - Steilshooper Markt lebendiger gestalten Antrag der CDU-Fraktion  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne
TOP: Ö 5.2
Gremium: Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Do, 21.02.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 19:50 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal Bramfeld
Ort: Herthastraße 20, 22179 Hamburg
20-7062 Steilshooper Markt lebendiger gestalten
Antrag der CDU-Fraktion
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt Beteiligt:Interner Service
    Fachamt Management des öffentlichen Raumes
 
Protokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Herr Kappe erläutert den Antrag.

 

Herr Heeder verweist hinsichtlich der Falschparker auf die vom PK 36 aufgezeigte Möglichkeit zur direkten Anzeige von Bürgerinnen und Bürgern an die Bußgeldstelle. Daneben wäre aber auch eine regelmäßig Bestreifung durch die Polizei begrüßenswert. Insgesamt sollte jedoch zunächst abgewartet werden, wie sich die Situation nach Einweihung des Marktplatzes entwickelt.

Herr Heeder stimmt den Prüfungsaufträgen in den Punkten 2 bis 4 des Petitums zu, wobei ein Boule-Feld bereits im neu gestalteten Innenhof der SAGA installiert sein müsste. Bisherige Angebote für ein zweites Boule-Feld wären nicht gut angenommen worden. Gleiches gelte für das Schachfeld, wo sich bereits eines am Erich-Ziegel-Ring befinde. Hinsichtlich der Jugendbänke sollte mögliche Konfliktpotentiale berücksichtigt werden.

Herr Heeder bittet darum, die Punkte 2 bis 4 des Petitums mit den Jugendhilfeträgern und den Stadtteilgremien zu besprechen. Der Antrag wäre daher zu vertagen, bis eine Rückmeldung der zu beteiligenden Institutionen vorliege.

 

Herr Klahn sieht in der Einrichtung von Pollern oder Ähnlichem Stolperfallen, die dem eigentlichen Nutzungscharakter des Marktplatzes als Eventfläche entgegenstünden. Dieser Nutzungscharakter sollte erhalten bleiben, zumal die Situation des Falschparkens nicht so gravierend wie zum Beispiel in der Gründgensstraße sei. Jegliche andere Gestaltung der Fläche erfordere Umbaumaßnahmen, sollte sie als Eventfläche genutzt werden sollen, sofern die Nutzung als solche nicht direkt aus Gefährdungsgründen untersagt würde.

 

Frau Ehlers spricht sich für Möglichkeiten zur Verhinderung des Parkens aus, da insbesondere auch ältere Menschen mit Gehhilfen behindert würden. Hier wären Poller oder Stäbe, die im Falle eines Events leicht entfernt werden könnten, zu überlegen. Hinsichtlich der Jugendbänke sollten das Haus der Jugend sowie der örtlich zuständige Straßensozialarbeiter beteiligt werden, um auch die Jugendlichen vor Ort einzubeziehen. Der Schachclub sollte ebenfalls einbezogen werden, um den Bedarf für ein zweites Schachfeld zu klären. Zu prüfen wäre auch, ob wirklich bereits ein Boule-Feld auf dem SAGA-Gelände vorhanden sei.

 

Herr Kappe stimmt dem Erhalt des Nutzungscharakters als Eventfläche zu, betont jedoch, dass der Marktplatz als Mittelpunkt Steilshoop belebt und attraktiv gestaltet werden sollte. Zur Verhinderung des Parkens wären als Ergänzung zu Punkt 1 des Petitums auch Blumenkübel denkbar, die leicht zu verrücken wären, aber die Fläche zudem noch optisch begrünten. Hier wären die Erfahrungen des Bezirksamtes einzubeziehen.

Herr Kappe begrüßt die Beteiligung der Jugendhilfeträger, des Schachclubs und der Stadtteilgremien. Der Bedarf an den Angeboten lasse sich möglicherweise auch generieren, indem die Angebote überhaupt erst an dieser zentralen Stelle geschaffen würden.

 

Herr Heeder formuliert eine Ergänzung zu Punkt 1 des Petitums.

 

Herr Sackritz verweist auf die Boule-Bahn an den Wandseterrassen in Rahlstedt, welche aus dem Bedarf heraus geschaffen wurde. Er hinterfragt, ob die Nutzung des Marktplatzes als Wochenmarkt nicht mehr im Gespräch sei.

 

Herr Paustian-Döscher merkt an, die Marktbeschicker hätten leider Ablehnung signalisiert, an dieser Stelle einen Wochenmarkt zu initiieren, so dass in absehbarer Zeit kein Wochenmarkt realisierbar scheint.

 

Herr Heeder berichtet von Irritationen hinsichtlich der Stromversorgung bei einer möglichen Nutzung als Wochenmarktfläche. Zwei bereits ansässige Marktbeschicker könnten eine Initialzündung nach Einweihung der Fläche geben, dass diese auch für andere Marktbeschicker attraktiv werde. Dies ließe sich beispielsweise testen, sollten Marktbeschicker des Bramfelder Wochenmarktes bei zeitweiliger Nutzung als Weihnachtsmarkt auf andere Flächen ausweichen müssen.

 

Herr Kappe berichtet von einem Gespräch mit dem Leiter der Hamburger Marktbeschicker, dass nur wenige Märkte für die Marktbeschicker rentabel seien, weshalb es schwieriger werde, überhaupt einen Markt zu betreiben. Der Standort Steilshoop sei abgelehnt worden. Die Einrichtung von Absperrelementen gegen Falschparker sollte die Nutzungsmöglichkeit als Wochenmarkt jedoch nicht einschränken.

 

Frau Ehlers erinnert zum Boule-Feld, dass ein früheres Angebot in Steilshoop aufgrund der Rahmenbedingungen nicht gut angenommen worden war, obwohl der Bedarf bestanden habe.

 

Herr Paustian-Döscher formuliert die Änderungen im Petitum.

 

Der Antragsteller übernimmt die Änderungen.

 


Petitum/Beschluss:

Das Bezirksamt Wandsbek wird gebeten zu prüfen,

 1.      wie das Parken der Autofahrer auf dem Steilshooper Marktplatz verhindert werden kann. Der Nutzungscharakter des Marktes möge erhalten bleiben.

2.      ob analog zum Bramfelder Marktplatz Jugendbänke zusätzlich installiert werden könnten. Wenn ja, sind entsprechende Standorte zu benennen (20-6565.1).

3.      ob ein Schachfeld eingezeichnet werden kann. Wenn ja, sind entsprechende Standorte zu benennen.

4.      ob ein Boule-Feld geschaffen werden könnte. Wenn ja, sind entsprechende Standorte zu benennen.

5.      Die Punkte 2-4 des Petitums mögen zudem den Einrichtungen vor Ort und den Beteiligungsgremien mit der Bitte um Stellungnahme zugeleitet werden.

 

Dem Regionalausschuss sind die entsprechenden Prüfungsergebnisse mit den jeweiligen Kosten mitzuteilen.

 


Abstimmungsergebnis:

Der Regionalausschuss beschließt den Antrag einstimmig wie folgendem, geändertem Petitum:

Das Bezirksamt Wandsbek wird gebeten zu prüfen,

1.      wie das Parken der Autofahrer auf dem Steilshooper Marktplatz verhindert werden kann. Der Nutzungscharakter des Marktes möge erhalten bleiben.

2.      ob analog zum Bramfelder Marktplatz Jugendbänke zusätzlich installiert werden könnten. Wenn ja, sind entsprechende Standorte zu benennen (20-6565.1).

3.      ob ein Schachfeld eingezeichnet werden kann. Wenn ja, sind entsprechende Standorte zu benennen.

4.      ob ein Boule-Feld geschaffen werden könnte. Wenn ja, sind entsprechende Standorte zu benennen.

5.      Die Punkte 2-4 des Petitums mögen zudem den Einrichtungen vor Ort und den Beteiligungsgremien mit der Bitte um Stellungnahme zugeleitet werden.

 

Dem Regionalausschuss sind die entsprechenden Prüfungsergebnisse mit den jeweiligen Kosten mitzuteilen.