Bezirksversammlung Wandsbek

Auszug - Evaluation der offenen Kinder- und Jugendarbeit Referentin: Frau Schilde, BSG, Amt FS  

 
 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 3
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mi, 01.10.2008 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 21:00 Anlass: Sitzung
Raum: Mietergemeinschaftstreff Berne e.V.
Ort: Birckholtzweg 24, 22159 Hamburg
18/0690 Evaluation der offenen Kinder- und Jugendarbeit

Referentin: Frau Schilde, BSG, Amt FS
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
Federführend:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 


 

Auszug aus der Niederschrift

der 5. Sitzung des Gremiums

Jugendhilfeausschuss

am 01.10.2008 im Hamburg

 

 


Tagesordnungspunkt 3 : 18/0690

 

!Titel!


Evaluation der offenen Kinder- und Jugendarbeit

 


 


 


Referentin: Frau Schilde, BSG, Amt FS

 

Frau Schilde, Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, Amt für Familie, stellt die Evaluation der offenen Kinder- und Jugendarbeit anhand einer  PowerPoint-Präsentation vor (s. Anlage). Sie erläutert, dass drei Institute mit Fristsetzung bis zum 09.10.2008 angeschrieben wurden, um die Evaluation durchzuführen. Nach Auswahl eines Instituts werde dieses Kontakt zu den Bezirken und Einrichtungen aufnehmen. Es sollen  in bis zu 8 Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit ca. 15 Kinder- und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren befragt werden sowie 3 Mitarbeiter vor Ort und der zuständige Mitarbeiter in dem jeweiligen Bezirksamt. Diese Interviews werden im November/Dezember 2008 stattfinden; erste Ergebnisse liegen im Januar 2009 vor und werden dann in der Arbeitsgruppe der offenen Kinder- und Jugendarbeit besprochen werden.

 

Frau Schilde beantwortet Fragen der Mitglieder.

 

Die Ausschussmitglieder stellen grundsätzlich in Frage, dass aufgrund einer Evaluation von 6-8 Einrichtungen im gesamten Hamburger Raum „Beiträge zu einer zukunftsorientierten Steuerung und damit Weiterentwicklung dieses Arbeitsbereiches“ geleistet werden können und kritisieren die Nichtbeteiligung der bezirklichen JHA. Sie stellen fest, dass die Evaluation nicht aussagekräftig sein könne, da nicht flächendeckend genügend Einrichtungen befragt würden.

 

Frau Quast merkt an, dass es im Grunde genommen nicht um eine Evaluation der Kinder- und Jugendarbeit, sondern um die Vorbereitung einer neuen Globalrichtlinie gehe.

 

Frau Schilde weist darauf hin, dass die Neuauflage der Globalrichtlinie Kinder- und Jugendarbeit eine Konsequenz des Rechnungshofberichtes gewesen sei. Sie macht deutlich, dass in der Arbeitsgruppe Mitarbeiter aus den Bezirken vertreten seien, die die Ergebnisse der Evaluation zu interpretieren wüssten. Die Chance, Kinder- und Jugendliche noch einmal zu befragen, inwieweit sie sich in den Einrichtungen wohl fühlen und was für sie dort entscheidend sei, solle in den Diskussionen zur Globalrichtlinie wahrgenommen werden. Mehr sei es nicht, aber auch nicht weniger. Sie betont ausdrücklich, dass die Einrichtungen nicht „kritisch angesehen“ werden sollen, sondern  eine Befragung von 12-17 Kindern aus 8 Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit stattfinden solle.

 

Herr Exner berichtet aus der Fachbesprechung Jugendhilfe: Die  Evaluation sei keine Evaluation im wissenschaftlichen Sinne, so dass  die Ergebnisse nur partiell verwertbar seien. Die Wahl der Begrifflichkeit sei falsch, es sei allenfalls eine Befragung. Die Gefahr, falsche Ergebnisse aus dieser Befragung zu erhalten und daraus falsche Konsequenzen zu schließen, werde aber als gering angesehen. Die Fachbehörde und die Mitglieder der Arbeitsgruppe seien in ihrer Fachlichkeit so versiert, dass sie die richtigen Konsequenzen aus den Erkenntnissen aus dieser Befragung gewinnen und in die Globalrichtlinie umsetzen können.

 

Den Vorschlag von Frau Luther, den späteren Abstimmungsprozess der Globalrichtlinie so eng wie möglich zu gestalten und die Jugendhilfe zu beteiligen, nimmt Frau Schilde auf.

 

Herr Graage fasst zusammen, dass die Ziele durch die Art und Weise der Untersuchung nicht erreicht werden, der JHA aber jegliche Unterstützung anbiete, damit keine falschen Schlüsse gezogen werden.

 

Herr Buttler weist darauf hin, dass eine Einflussnahme auch über die bezirklichen Vertreter der Arbeitsgruppe erfolgen könne.

 

Die Ausschussmitglieder bedanken sich  bei Frau Schilde  für den Vortrag und der an­schließenden Diskussion.