Bezirksversammlung Wandsbek

Auszug - Vorstellung des Amtes für Weiterbildung  

 
 
Sitzung des Ausschusses für soziale Stadtentwicklung
TOP: Ö 3.2
Gremium: Ausschuss für soziale Stadtentwicklung Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mo, 20.04.2009 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 20:55 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal Wandsbek
Ort: Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg
18/1783 Vorstellung des Amtes für Weiterbildung
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz
Federführend:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
 
Protokoll

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 


 

Auszug aus der Niederschrift

der 9. Sitzung des Gremiums

Ausschuss für soziale Stadtentwicklung

am 20.04.2009

 

 


Tagesordnungspunkt 3.2 : 18/1783

 

!Titel!


Vorstellung des Amtes für Weiterbildung


 


 


Herr Schröder-Kamprad stellt das neue Amt für Weiterbildung vor. Ziel der Einrichtung sei es, die Weiterbildung in Hamburg in allen Bereichen (politisch, beruflich etc.) weiterzubringen. Der Bereich der Weiterbildung habe in den letzten Jahren keine Priorität erfahren, sei organisatorisch zersplittert und in den Resourcen zurückgefahren worden.

 

Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Erkenntnis, dass Bildung ein gesellschaftlicher Schlüsselfaktor sei, habe dieses Aufgabenfeld nun sowohl bundes- als auch hamburgweit wesentlich mehr politisches Interesse erfahren. Mit der Einrichtung eines eigenen Amtes habe man dieser Entwicklung Rechnung getragen. Obwohl keine zusätzlichen Mittel bewilligt worden seien, stelle dies eine organisatorische Stärkung des Aufgabenbereiches dar.

 

Zur Organisation des Amtes weist er auf die dem Ausschuss vorliegenden Informationen hin. Es seien dort ca. 60 Mitarbeiter beschäftigt, dazu kämen die Mitarbeiter der Volkshochschule und der gGmbH für anbieterneutrale Weiterbildungsberatung sowie der Landeszentrale für politische Bildung.

 

Das Amt gliedere sich in 3 Bereiche:

 

       berufliche Bildung

allgemeine und politische Bildung

Verwaltung (Zuwendungsbereich)
 

Ein Schwerpunkt sei die berufliche Bildung und Ausbildung. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Zielgruppenorientierung, um einzelne Personengruppen besser zu erreichen (wie z.B. Senioren, Migranten etc.) sowie die Vernetzung. Da der Bereich der Weiterbildung bisher sehr unübersichtlich sei und auch keine staatliche Regulierung bestehe, wird eine anbieterneutrale Weiterbildungsberatung angeboten.

 

Er nennt 3 aktuelle Beispiele aus seinem Bereich:

 

Produktionsschule:

Das Konzept sowie der Finanzierungsvorschlag seien vom Amt für Weiterbildung erarbeitet worden. Vermutlich werde der Senat am 28.4.09 hierüber entscheiden. Zielgruppe seien schulpflichtige Jugendliche ohne Schulabschluss, der Besuch sei freiwillig. Der Schwerpunkt liege auf der betrieblichen Bildung in enger Kooperation mit örtlichen Betrieben.

 

Programm „Lernen vor Ort“

Hier handle es sich um ein Bundesprogramm, für das sich die Stadt bewerben wolle, mit folgenden Aktionsfeldern: Kommunales Bildungsmanagement, Bildungsmonitoring, Bildungsberatung, Bildungsmarketing, Bildungsübergänge, Demografischer Wandel, Integration und Diversitätsmanagement sowie Demokratie und Kultur.
 

Die Organisation erfolge gemeinsam mit den Bezirken und verschiedenen Hamburger Stiftungen unter Federführung des Amtes für Weiterbildung.

 

Bezirkliche Jugendräte und Jugendparlamente

Die konzeptionelle Federführung und Finanzierungsorganisation erfolge auch hier durch das Amt für Weiterbildung.

 

Insgesamt sei das neue Amt bei den Bezirken und Fachbehörden sowie in der Fachöffentlichkeit gut aufgenommen worden. Die Erwartungen seien hoch.
 

Herr Schröder-Kamprad beantwortet einzelne Fragen der Abgeordneten, insbesondere zum Programm „Lernen vor Ort“. Dies sei bisher noch recht abstrakt beschrieben und werde mit den Bezirken gemeinsam konkretisierend erarbeitet. Die Abgabe des Antrages müsse zum 5.5.09 erfolgen. Jedem Bezirk sei dabei ein Aktionsfeld zugewiesen. Dabei gäbe es einen engen Bezug zum Projekt „Integrierte Stadtteilentwicklung“.
 

Auf die Frage nach Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, die bereits Weiterbildung anbieten, erklärt er, dass sich das Amt auch als Impulsgeber für andere Bereiche ansähe. So bestünden enge Kontakte u.a. zu Team.Arbeit.Hamburg, dem Institut für Lehrerfortbildung und Schulentwicklung, der Bürgerschaftsverwaltung oder dem Landesseniorenbeirat.

 

Ergebnis:


Der Ausschuss nimmt Kenntnis.