Bezirksversammlung Wandsbek

Auszug - Abbau von Arbeitsgelegenheiten in Hamburg  

 
 
Sitzung des Ausschusses für soziale Stadtentwicklung
TOP: Ö 3.1
Gremium: Ausschuss für soziale Stadtentwicklung Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mo, 20.04.2009 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 20:55 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal Wandsbek
Ort: Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg
18/1837 Abbau von Arbeitsgelegenheiten in Hamburg
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
Federführend:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
 
Protokoll

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 


 

Auszug aus der Niederschrift

der 9. Sitzung des Gremiums

Ausschuss für soziale Stadtentwicklung

am 20.04.2009

 

 


Tagesordnungspunkt 3.1 : 18/1837

 

!Titel!


Abbau von Arbeitsgelegenheiten in Hamburg


 


 


Herr Hinrichsen erläutert als Hintergrund der beabsichtigten Abbaumaßnahmen von Arbeitsgelegenheiten, dass team.Arbeit.Hamburg im Jahr 2008 insgesamt 176 Mio. € durch den Bund zur Verfügung gestellt worden sei, im Jahr 2009 jedoch nur noch 168 Mio. €. Gleichzeitig habe sich durch die Finanzkrise die Kundenstruktur verändert. So seien nun viele Personen betroffen, die erst kurze Zeit arbeitslos seien. Der Bund fordere eine verstärkte Aktivität, um gering qualifizierte Personen für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren und (wieder) in Arbeit zu bringen. Dies bedeute eine Verstärkung von Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen. Daher würden insgesamt in Hamburg ca. 1000 Arbeitsgelegenheiten weniger angeboten. Ein Teil der AGHs (ca. 30 %) sollten für die Bezirke reserviert werden. Hierzu sollten die drei Wandsbeker Jobcenter in Zusammenarbeit mit den Beschäftigungsträgern und dem Bezirksamt Projekte vorschlagen. Die Kriterien seien u.a. Zielgruppenbezug und Integrationsrate. Er fordert die Bezirke zur Mitgestaltung auf.

 

Herr Hiemer  teilt mit, dass seine Fraktion den Abbau nicht bedaure, da diese nicht das Ziel erreiche,  Arbeitslose in reguläre Arbeitsverhältnisse zu bringen. Er erkundigt sich nach der Vermittlungsquote in den ersten Arbeitsmarkt und nach Alternativen zum Instrument der AGH.

 

Herr Hinrichsen erklärt, dass ca. 20 % der Personen aus einer Arbeitsgelegenheit in ein reguläres Arbeitsverhältnis übergingen. Dabei bliebe nach 6 Monaten noch die Hälfte weiterbeschäftigt. Hier müsse man beachten, dass es sich häufig um Personen handle, die mehrere Vermittlungshemmnisse aufwiesen, mehrere Jahre arbeitslos seien und häufig flankierende Hilfen wie soziale Integration (Schuldnerberatung, Wohnungsproblematik etc.), benötigten.

 

Da es für unterschiedliche Personengruppen verschiedene Arbeitsangebote gäbe, verringere sich die Zahl der Hilfsangebote insgesamt nicht. Er beanwortet diverse Verständnisfragen der Ausschussmitglieder.

 

Herr Ludwig-Kircher  erkundigt sich danach, welche AGHs nicht fortgeführt würden.

 

Herr Hinrichsen erklärt, es gäbe eine entsprechende Liste und bittet um Meinungsäußerung des Bezirkes. Hierzu träfen sie die Leiter der Jobcenter am 22.4.09 mit Vertretern des Bezirksamtes. Bis zum 13.6.09 sei Gelegenheit zur Mitwirkung; bis zum 13.07.09 solle eine Einigung der Beteiligten erfolgt sein.

 

Herr Kukuk bittet darum, das Thema auf die nächste Tagesordnung zu setzen und dem Ausschuss entsprechende Rahmendaten zur Entscheidungsfindung zu übermitteln.

 

Herr Hinrichsen teilt mit, dass am 28.4.09 eine Abstimmung mit der Fachbehörde erfolge und in der ersten Maiwoche Vertreter der Bezirke eingeladen würden. Er weist auf die vorliegende Liste hin, die zwar Einsatzorte im Bezirk Wandsbek beinhalte, dabei könnten jedoch Sitz der Projektträger oder der Projekte in anderen Bezirken liegen. Hierzu kündigt er die Übermittlung einer gefilterten Liste an, die nach Sitz der Projektträger gegliedert sei.

 

Frau Bick fragt, ob der Ausschuss eine Favorisierung von Projekten unter dem Aspekt „Kinderarmut“ befürworte.

 

Herr Hinrichsen erklärt, dass solche Projekte, insbesondere in Schulen, bereits gefördert würden. Problematisch sei jedoch eine Verdrängung von regulären Arbeitsplätzen, wie es im Bereich Catering häufig vorkomme. Außerdem müsse auch bei der Auswahl von Projekten darauf geachtet werden, ob genug hierfür infrage kommende Personen vorhanden seien.

 

Herr Schultz erkundigt sich, ob es Überschneidungen mit dem im Koalitionsvertrag vorliegenden Konzept der Quartiersarbeit gäbe.

 

Herr Hinrichsen teilt mit, dass eine klare Definition von seiten der Fachbehörde nicht existiere, Team.arbeit.Hamburg  jedoch als Grundlage hierfür die Grenzen der Gebiete der Aktiven Stadtteilentwicklung genommen habe. Es sei in diesem Jahr noch eine Drucksache der Fachbehörde mit Hinweisen zum Quartiersbezug geplant.

 

Ergebnis:


Der Ausschuss beschließt die Vertagung der Vorlage und bittet um weitere Informationen/Listen als Entscheidungsgrundlage.