Bezirksversammlung Wandsbek

Auszug - Bildungsberatung für Eltern mit Migrationshintergrund Debattenantrag der FDP- und CDU-Fraktion  

 
 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek
TOP: Ö 5.4
Gremium: Bezirksversammlung Wandsbek Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 29.04.2010 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 21:30 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal Wandsbek
Ort: Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg
18/4112 Bildungsberatung für Eltern mit Migrationshintergrund
Debattenantrag der FDP- und CDU-Fraktion
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
 
Protokoll

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 


 

Auszug aus der Niederschrift

der 23. Sitzung des Gremiums

Bezirksversammlung

am 29.04.2010

 

 


Tagesordnungspunkt 5.4 : 18/4112

 

!Titel!


Bildungsberatung für Eltern mit Migrationshintergrund

Debattenantrag der FDP- und CDU-Fraktion


 


 


Frau Folkerts führt aus, dass theoretisch Jedem die Möglichkeit offen stehe, im Idealfall nach seinen Begabungen und Neigungen sich schulisch und beruflich zu qualifizieren. Unbestritten sei jedoch der große Einfluss des jeweiligen Elternhauses. Je eingeschränkter das Wissen über die schulischen und beruflichen Möglichkeiten im Elternhaus, desto eingeschränkter sei auch die Perspektive, die Eltern für ihre Kinder sehen. Insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund hätten es oft sehr schwer. Der Antrag ziele darauf ab, dass Eltern mit Migrationshintergrund in die Lage versetzt würden, ihren Kindern das vielfältige Angebot an Bildungsmöglichkeiten aufzeigen zu können. Hierfür sei ein fremdsprachiges Angebot von Bedeutung. In Wandsbek würde sich eine Zusammenarbeit mit dem Integrationszentrum in Rahlstedt anbieten. Als zukünftigen Ort böte sich das Community Center Hohenhorst an.

Herr Ludwig-Kircher erläutert, dass zukünftig gerade in der Stadt Hamburg die Integrationsarbeit von zunehmender Bedeutung sei. Integration verlaufe zu einem wesentlichen Teil über die Sprache. Der Antrag fände die volle Zustimmung der SPD-Fraktion.

Frau Azadi erklärt, dass die Fraktion DIE LINKE die fremdsprachige Berufsberatung unterstütze. Mittlerweile hätte ca. jeder vierte Deutsche einen Migrationshintergrund. Eine mangelhafte Integrationspolitik hätte jedoch Kosten in Milliarden Höhe nach sich gezogen. Leider würden viele Schülerinnen und Schüler und Auszubildende mit Migrationshintergrund ihre Schulabschlüsse nicht schaffen bzw. nach erfolgreicher Beendigung einer Ausbildung keine Anstellung finden. Bildungsberatung ändere nichts an der Tatsache, dass die Minoritäten weiterhin benachteiligt seien. Soll sich wirklich etwas ändern, bedürfe es weitaus größerer Anstrengungen. Es nütze nichts, sich hinter diversen Initiativen zu verstecken und die wahren Probleme nicht anzugehen. Die Fraktion DIE LINKE unterstütze den Antrag.

Frau Lafrenz führt aus, dass ca. 26 Prozent der in Hamburg lebenden Bürgerinnen und Bürger einen Migrationhintergrund hätten. Alle seien aufgefordert, die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Es sei mehr denn je Kreativität gefragt, die Potenziale der jungen Menschen zu fördern, um sie anschließend für die Gemeinschaft zu nutzen. In Hohenhorst dränge sich eine Einrichtung, wie im vorliegenden Antrag beschrieben, geradezu auf.

 

Die GAL-Fraktion beantragt die Überweisung in den Ausschuss für soziale Stadtentwicklung.

 

Der Antrag auf Überweisung wird abgelehnt bei Zustimmung der GAL-Fraktion, bei Gegenstimmen der übrigen Fraktionen.


 


 


 


Die Bezirksversammlung beschließt den Antrag einstimmig bei Enthaltung der GAL-Fraktion.