Bezirksversammlung Wandsbek

Auszug - Radfahren im Verlauf der Farmsener Landstraße vom U-Bahnhof Volksdorf bis zum Kreisverkehr Eulenkrugstraße Regionalausschuss Walddörfer vom 24.06.2010  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Walddörfer
TOP: Ö 2
Gremium: Regionalausschuss Walddörfer Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Do, 09.09.2010 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:30 Anlass: Sitzung
Raum: Gymnasium Farmsen
Ort: Swebenhöhe 50, 22159 Hamburg
18/4549 Radfahren im Verlauf der Farmsener Landstraße vom U-Bahnhof Volksdorf bis zum Kreisverkehr Eulenkrugstraße
Regionalausschuss Walddörfer vom 24.06.2010
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
 
Protokoll

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 


 

Auszug aus der Niederschrift

der 23. Sitzung des Gremiums

Regionalausschuss Walddörfer

am 09.09.2010

 

 


Tagesordnungspunkt 2 : 18/4549

 

!Titel!


Radfahren im Verlauf der Farmsener Landstraße vom U-Bahnhof Volksdorf bis zum Kreisverkehr Eulenkrugstraße

Regionalausschuss Walddörfer vom 24.06.2010


 


 


Herr Harms vom Polizeikommissariat 35 erläutert die Radwegesituation im Bereich zwischen Saseler Weg und Kattjahren. Auf der westlichen Seite der Farmsener Landstraße zwischen Saseler Weg und Flethmannskamp gebe es einen - gegenläufig  befahrbaren - baulich hergestellten Radweg, im weiteren Verlauf lediglich einen Gehweg. Dieser sei - ebenfalls gegenläufig - zum Radfahren freigegeben. Dies wurde angeordnet, um den Kindern an der Schule Teichwiesen einen Fahrbahnwechsel zu ersparen. Auf der Ostseite der Farmsener Landstraße sei der Gehweg nur in eine Richtung zum Radfahren freigegeben. Etwa ab der Bushaltestelle sei der Gehweg wieder in beide Richtungen befahrbar.

 

Im Anschluss erläutert Herr Harms die Rechtsgrundlagen nach der Straßenverkehrsordnung (StVO), insbesondere § 1 Abs. 2 und § 2 Abs. 4 und 5. Außerdem gibt er einen Überblick über die verschiedenen Verkehrszeichen, die den Radverkehr betreffen. Der Radwegteil zwischen Saseler Weg und Flethmannskamp sei danach nicht benutzungspflichtig.

Sobald das Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ ausgeschildert sei, dürfe der Gehweg benutzt werden. Auch könne dieses Zeichen den Radverkehr auf dem Radweg bzw. auf dem Gehweg in Gegenrichtung zulassen. Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr müssen auf dem Gehweg fahren, Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr dürfen dies tun. Sofern Radfahrer den Gehweg durch eine entsprechende Ausschilderung benutzen dürfen, müssen sie laut StVO „...auf Fußgänger Rücksicht nehmen und die Geschwindigkeit an den Fußgängerverkehr anpassen. Fußgänger dürfen weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, müssen Fahrzeugführer warten“.

 

Rund um den Kreisel Farmsener Landstraße / Halenreie gebe es seit 2007 keine registrierten Unfälle zwischen Radfahrern und Fußgängern.

 

Herr Schröder fragt ob es möglich sei, ein Schild „Fußgängern ist auszuweichen“ aufzustellen. 

 

Herr Harms erklärt, eine solche Beschilderung sei nicht zulässig. Geltende Rechtsregeln dürfen nicht durch eine Beschilderung „bekräftigt“ werden.

 

Frau Hoppermann stellt fest, dass sich die Polizeidienststelle in der Nähe befindet und regt an, dass die Fußstreife diesen Bereich von Zeit zu Zeit beobachtet und Radfahrer auf ihre Rücksichtspflicht gegenüber Fußgängern hinweist.

 

Frau Quast schlägt vor, das Schild „Radverkehr frei“ gegen das früher gebräuchliche Schild „Fußgängern ist auszuweichen“ auszutauschen.

 

Herr Harms erläutert, ein Austausch sei nicht möglich, da das Schild nicht mehr zulässig sei.

 

Herr Dr. Fischer bittet die Verwaltung der Petentin aus der letzten Sitzung mitzuteilen (sofern die Kontaktdaten vorliegen), dass das Aufstellen eines von ihr gewünschten Schildes (Fußgänger haben Vorrang) aus rechtlichen Gründen leider nicht möglich ist.

 

 

Herr Lipsky nimmt in diesem Zusammenhang zu einem Anliegen aus der öffentlichen Fragestunde vom 24.06.2010 Stellung, in dem kritisiert wurde, dass der Radweg an der Eulenkrugstraße am Kreisel ohne Markierung auf die Straße geführt werde. Herr Lipsky erläutert die Entstehung des Kreisels und der Verkehrsanlagen in dem Bereich. Nach der Straßenbauvorschrift PLAST Nr.9 (Planungshinweise für Stadtstraßen) sei das Führen eines Radweges auf die Fahrbahn wie in der Eulenkrugstraße fachtechnisch einwandfrei. Zudem seien die Radfahrer im vorliegenden Fall nicht gezwungen, auf der Straße zu fahren, da der Gehweg für den Radverkehr freigegeben sei. Jedem Radfahrer stehe es also frei, die Straße oder den Gehweg zu benutzen.

 

Frau Quast gibt zu bedenken, dass viele Radfahrer diese Wahlmöglichkeit nicht bemerken. Sie regt daher eine Bordsteinabsenkung an, damit man von der Straße wieder gefahrlos auf den Gehweg gelangen kann.

 

Herr Klein hält die Situation für gefährlich, da sich auf der Straße kein separater Radfahrstreifen befinde.

 

Herr Heins merkt an, dass Vertreter des ADFC diese Radverkehrsführung nicht beanstanden. Dies sei die nach heutigen Richtlinien anzuwendende Lösung, die im Übrigen auch dazu führe, dass die Radfahrer rechtzeitig gesehen werden.

 

Frau Hoppermann weist darauf hin, dass die Eulenkrugstraße ab der Straße Uppenhof demnächst grundinstandgesetzt wird. Sie schlägt eine Bordsteinabsenkung gegenüber der Einmündung Uppenhof vor.

 

Der Ausschuss fasst folgenden Beschluss:

 

Die zuständige Behörde wird gebeten, im Zusammenhang mit der Grundinstandsetzung der Eulenkrugstraße gegenüber der Einmündung Uppenhof eine Bordsteinabsenkung vorzunehmen.

 

Mitteilung der Verwaltung zu Protokoll:

In der Eulenkrugstraße gegenüber der Einmündung Uppenhof gibt es bereits eine abgesenkte  Bordsteinkante.