Bezirksversammlung Wandsbek

Auszug - Entfernung der Buchenhecke in der Seydeckreihe/ Marienthal stoppen! Antrag der CDU-Fraktion  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
TOP: Ö 4.3
Gremium: Ausschuss für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Di, 09.04.2013 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 19:15 Anlass: Sitzung
Raum: Raum 275a
Ort: Schloßstraße 60, 22041 Hamburg
19/3526 Entfernung der Buchenhecke in der Seydeckreihe/ Marienthal stoppen!
Antrag der CDU-Fraktion
   
 
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
 
Protokoll

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 


 

Auszug aus der Niederschrift

der 18. Sitzung des Gremiums

Ausschuss für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

am 09.04.2013

 

 


Tagesordnungspunkt 4.3 : 19/3526

 

!Titel!


Entfernung der Buchenhecke in der Seydeckreihe/ Marienthal stoppen!

Antrag der CDU-Fraktion


 


 


Herr Beckmann erläutert den Antrag. Die Lärmschutzwand sei bereits errichtet und in einem Abstand von ca. 2 m befinde sich die besagte Hecke. Dabei werde nicht nur entästet sondern wenige Zentimeter über dem Boden die komplette Pflanze gefällt. Er weist auf die gesetzlichen Regelungen zu den Fällzeiten hin. Zudem sei für die Anwohner der direkte Blick auf die Lärmschutzwand nicht angenehm. Alles in Allem sei kein ersichtlicher Grund für die Fällung erkennbar.

 

Herr Dr. Schroter weist darauf hin, dass nach seiner Recherche weder vom Bezirksamt noch von der Bahn ein Auftrag zur Fällung der Buchenhecke erteilt worden sei. Nach seiner heutigen Ortsbesichtigung sei bereits auf einer Länge von ca. 60 m gefällt worden. Die Beauftragung durch einen Anwohner sei aus seiner Sicht eher unwahrscheinlich.

 

Frau Boberg fragt ob es sich um eine Fällung handele oder ob die Hecke ggf. lediglich auf den Stock zurückgeschnitten werde, wie es regelmäßig der Fall sei. Außerdem fragt sie generell, ob für die Bahn ggf. andere gesetzliche Regelungen hinsichtlich einer Baumfällung und Heckenschnitt gelten würden.

 

Herr Dr. Schroter kann sich nicht vorstellen, dass die Hecke auf den Stock zurückgeschnitten werde, da es sich um langsam wachsende Buche handele. Zur zweiten Frage der Sonderrechte für die Bahn wird eine Erklärung zur Niederschrift zugesagt.

 

Das Bezirksamt erklärt zur Niederschrift:

Im Einzelfall kann eine andere gesetzliche Regelung für die Deutsche Bahn zutreffend sein, z.B. im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens im Zusammenhang mit dem Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG). Eine voraussetzungslose Freistellung liegt hierbei jedoch nicht vor, da entsprechende Vorgaben der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung nach § 15 BNatSchG gelten. Die Zuständigkeit liegt in diesem Fall nicht auf bezirklicher Ebene.

 

Frau Boberg stellt zur Diskussion, ob in dem vorliegenden Fall nicht Strafanzeige gestellt werden müsste, auch in Betracht der Fällung außerhalb von Fällzeiten.

 

Frau Wendt gibt zu bedenken, dass laut Bahn kein Auftrag zur Rodung erteilt worden sei. Möglicherweise handele es sich bei den Arbeiten um Pflegemaßnahmen, die ggf. fehlinterpretiert würden.

 

Herr Freund hinterfragt – im Anbetracht eines Stopps der Fällungen - was an dem Streckenabschnitt getan werden soll, an dem die Fällung bereits vorgenommen wurde.

 

Herr Plezia fragt, ob es sich um eine Hainbuche oder Rotbuche handele. Die Hainbuche wachse relativ schnell nach. Sie stehe auch in den Knicks, die regelmäßig – etwa alle zehn Jahre – zurückgeschnitten werden.

 

Nach einer kurzen Diskussion formuliert Herr Beckmann als neues Petitum:

Die Verwaltung wird aufgefordert, unverzüglich und zeitnah Strafanzeige gegen die Entfernung der Buchenhecke zu stellen.

Die Verwaltung veranlasst, dass der Verursacher der Fällung der Buchenhecke eine Ersatzbegrünung bzw. der Neuanpflanzung einer Hecke mit 1 – 1,5 m Höhe vornimmt.


 


 


 


Der Ausschuss beschließt den geänderten Antrag einstimmig.