Bezirksversammlung Wandsbek

Auszug - Vorstellung der Planungen im Zusammenhang mit dem ZOB Rahlstedt durch einen Vertreter des HVV  

 
 
Sitzung des Regionalausschusses Rahlstedt
TOP: Ö 4
Gremium: Regionalausschuss Rahlstedt Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mi, 17.04.2013 Status: öffentlich
Zeit: 18:00 - 21:00 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal Rahlstedt, Dienstgebäude
Ort: Rahlstedter Straße 157, 22143 Hamburg
 
Protokoll
Abstimmungsergebnis

Freie und Hansestadt Hamburg

Bezirksamt Wandsbek

Bezirksversammlung

 


 

Auszug aus der Niederschrift

der 20. Sitzung des Gremiums

Regionalausschuss Rahlstedt

am 17.04.2013

 

 


Tagesordnungspunkt 4 :

 

!Titel!


Vorstellung der Planungen im Zusammenhang mit dem ZOB Rahlstedt durch einen Vertreter der Hochbahn


 

 

 

 

 


 


Herr Armbruster, Hamburger Hochbahn, stellt sich vor und erläutert die vorhandene Nahverkehrssituation sowie Planungsüberlegungen zur Erweiterung der Busanlage Bahnhof Rahlstedt anhand einer Präsentation (siehe Anlage).

 

Im Raum Rahlstedt würden Busse von drei verschiedenen Verkehrsunternehmen betrieben: Autokraft, die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein sowie die Hamburger Hochbahn. Zu Spitzenzeiten am Nachmittag gäbe es an der Busanlage ZOB Rahlstedt 43 Abfahrten pro Stunde. Es würden bisher Solo- und Gelenkbusse genutzt. Für die westlich gelegenen Stadtteile würde der Standort Doberaner Weg genutzt.

 

Er weist auf die Möglichkeit hin, im Internet auf der Seite des HVV unter „Mobilität für alle“ http://www.hvv.de/wissenswertes/mobilitaet-fuer-alle/ nach Hilfen zur Mobilität (Aufzug etc.) an den einzelnen Haltestellen zu suchen.

 

Zur Prognose zukünftiger Entwicklung im Straßenverkehr könne man davon ausgehen, dass der Autoverkehr innerhalb der Stadt eher rückläufig sei, eine Zunahme sei am Stadtrand und auf den Autobahnen zu erwarten. Der öffentliche Personennahverkehr werde deutlich zunehmen, in Bezug auf Barrierefreiheit und Zuverlässigkeit stiegen hier die Erwartungen.

 

Auf der Linie 26 würden zurzeit 12 m lange Solobusse eingesetzt, die zumindest zur Rushhour immer voll seien und im 5-Minuten-Takt führen. Im Bereich zwischen Rahlstedt und Farmsen sei insbesondere eine Verstärkung notwendig. Daher sollten ab 2014 hier Gelenkbusse eingesetzt werden. Außerdem gebe es Überlegungen, die Linie mit der Linie 20, die am Rübenkamp eine gemeinsame Haltestelle mit der Linie 26 habe, zu verschmelzen. Dies entspräche auch der durch die Stadtbahn angestrebte Verbindung Altona-Rahlstedt als Buslinie.

 

Mit Fertigstellung der S-Bahn-Linie 4 müsse auch das Busliniennetz neu ausgerichtet werden. Für den Busknoten Rahlstedt bedeute dies eine Stärkung.

 

Neben zahlreichen anderen betrieblichen Anforderungen sei insbesondere die Erweiterung der Bereitstellungplätze für parkende Busse planerisch zu beachten. Momentan seien hier 7 Plätze für Solobusse vorhanden, ab 2014, mit Verstärkung der Linie 26, seien 5 Plätze für Solobusse und 4 für Gelenkbusse und langfristig davon sogar 2 für Doppelgelenkbusse notwendig.

 

Mit Solobussen könnten nach den Qualitätskriterien der Hochbahn ca. 70 Personen befördert werden, mit Gelenkbussen ca. 105-110 Personen und mit Doppelgelenkbussen ca. 140 Personen.

 

Er erläutert anhand eines Planes zunächst einen Vorschlag für eine kurzfristige Erweiterung der Busanlage, bei dem die nicht eingesetzten Busse in Schrägstellung auf der Umfahrtstraße geparkt würden. Hierdurch würde die Kapazität deutlich erhöht, da so wesentlich mehr Busse abgestellt werden könnten. Nachteil sei der Verlust der vorhandenen Stellplätze in der Umfahrtstraße.

 

Als langfristige Lösung sei, mit einem neuen Tunnel verbunden, eine Anlage mit einzelnen Bussteigen denkbar, bei der ein Teil des vorhandenen Platzes komprimiert für Busstellplätze genutzt werde, die vorhandene Fahrbahn gemeinschaftlich genutzt werde und noch ein begrünter Platz mit Taxen- und Kiss- & Rideplätzen realisierbar wäre. Nach den bisherigen Erfahrungen der Hochbahn habe sich inzwischen eine gemeinschaftliche Nutzung der Fahrbahn bewährt, allerdings seien hier ideale Voraussetzungen, wie z.B. sehr gute Sichtachsen, notwendig.

 

Herr Kocherscheid-Dahm weist darauf hin, dass die Polizei Sicherheitsbedenken bei der Querung von Fahrgästen auf der Bustrasse geäußert habe.

 

Herr Schweim begrüßt die kompakte Flächennutzung für die Busstellplätze, die andere Nutzungsmöglichkeiten der restlichen vorhandenen Fläche erlaube, sowie die gute Erreichbarkeit.

 

Herr Kocherscheid-Dahm stimmt zu und weist darauf hin, dass dieser Plan diverse vom Ausschuss bisher vergeblich geäußerte Wünsche beinhalte. Als zusätzliche positive Effekte könne damit auch die Aufenthaltsqualität des Helmut-Steidl-Platzes verbessert werden. Außerdem sei damit das Problem behoben, dass ortsunkundige Autofahrer versehentlich in die Umfahrung des ZOB gerieten, wie es momentan der Fall sei.

 

Herr Armbruster gibt zu bedenken, dass die Aufenthaltsqualität für die Fahrgäste bei einer Lösung mit einzelnen Bussteigen deutlich schlechter sei als bei einem gemeinsamen Platz.

 

Herr Kocherscheid-Dahm weist dazu auf die Probleme bei Busbahnhof Wandsbek-Markt hin, bei dem sich häufig Personen aufhielten, von denen eine Belästigung für andere Fahrgäste ausginge.

 

Frau Riebe weist darauf hin, dass - auch in Hinsicht auf den demographischen Wandel – genügend Raum für Rollatoren, Rollstühle und auch Kinderwagen der Fahrgäste eingeplant werden müsse.

 

Herr Drebber äußert den Wunsch, dass die Busanlage auch vom Ortskern ebenerdig erreichbar sei.

 

Herr Kocherscheid-Dahm äußert Bedenken in Bezug auf die Verlängerung der Buslinie 26 aufgrund der negativen Erfahrungen mit der Linie 24.

 

Herr Armbruster erklärt, dass unabdingbar dafür eine funktionierende Busbeschleunigung sowie eine entsprechenden Beeinflussung der Lichtsignalanlagen sei. Außerdem könne mit sog. „Pufferzeiten“ in der Mitte der Linie gearbeitet werden, um Verspätungen auszugleichen.

 

Herr Schwarz, Bürgerverein Rahlstedt, erklärt, er sei positiv überrascht von der Planung und erkundigt sich nach der Möglichkeit, auch vor Realisierung dieser umfangreichen Lösung eine ebenerdige Anbindung des Helmut-Steidl-Platzes zu erreichen.

 

Herr Nack regt an, auch Plätze für das Car-Sharing einzuplanen.

 

Herr Graage weist auf die Möglichkeit einer mehrstöckigen Anlage hin.

 

Herr Bechen  merkt abschließend an, dass es sich zum jetzigen Zeitpunkt ausschließlich um Ideen der Hochbahn handelt, bislang wurde weder die Umsetzbarkeit geprüft noch ernsthaft in die Planung eingestiegen.

 

Ergebnis:

 

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.