Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - XIX-4058  

 
 
Betreff: Velorouten und bezirkliches Radverkehrskonzept
Beschluss der Bezirksversammlung vom 25.04.13 (Drs.Nr. 19/ 3574)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
Federführend:Fachamt Management des öffentlichen Raumes   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus
13.06.2013 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus vertagt   
29.08.2013 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus zur Kenntnis genommen   
Bezirksversammlung Wandsbek
15.08.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek überwiesen   
Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Folgender Beschluss wurde gefasst:

Die Verwaltung wird gebeten, zu prüfen, in welcher zeitlichen und finanziellen Kapazität der Antrag unter Drs.Nr. 19/ 3323 unter Berücksichtigung der Velorouten umgesetzt werden könnte.

 

Das Bezirksamt nimmt wie folgt Stellung:

 

Die Verwaltung hat geprüft, in welcher zeitlichen und finanziellen Kapazität der Antrag Drs.Nr. 19/3323 unter Berücksichtigung der Velorouten umgesetzt werden könnte.

 

Ergebnis der Prüfung:

 

Zu 1.:

Bei der Erstellung eines Radverkehrskonzeptes im Bezirk Wandsbek müssen umfänglich folgende Punkte geprüft und abgearbeitet werden:

 

  • Feststellung des vorhandenen Potentials an Radverkehrsanlagen und Prüfung, wie durch Ausbau und Verbesserungen der Anteil des Radverkehrs erhöht werden kann.

 

Hierbei ist zwingend die Radverkehrsstrategie Hamburgs zu berücksichtigen, die folgende Schwerpunkte setzt:

 

      Steigerung der Fahrradnutzung von 9% (2002) auf 18% (2015)

      Erhöhung der Verkehrssicherheit

      Ausbau der stadtteilübergreifenden Routen

      Verbesserung des Fahrradklimas

      Gesicherte Finanzierung

 

Die Planungen müssen dem Anspruch Rechnung tragen, über die konventionelle Radverkehrsplanung hinaus die Leistungsfähigkeit der Radverkehrsanlagen sowie die Sicherheit und den Fahrkomfort zu erhöhen. Dazu bedarf es einer umfänglichen Bestandsanalyse, um wichtige Fahrbeziehungen zu ermitteln, Barrieren und Zwangspunkte aufzuzeigen, eine Mängelanalyse aufzustellen und auf Grundlage dieser Erkenntnisse ein Konzept zu erstellen, das den o.g. Punkten Rechnung trägt.

Die daraus zu entwickelnden Planungen zur baulichen Umsetzung prüfen überdies die Einrichtungen von

 

      Schutzstreifen

      Radfahrstreifen

      Fahrradstraßen

      Minikreiseln

 

Weitere wichtige Bestandteile des zu erstellenden Radverkehrskonzeptes sind:

      Ausbesserung baulicher Mängel an Radverkehrsanlagen

      Erneuerung bzw. Ergänzung von Markierungen und Beschilderungen

      Optimierung der Verkehrsregelung

      Verbesserung und Ausbau von Querungshilfen

      Öffnung von Einbahnstraßen

 

Unter Berücksichtigung vergleichbarer Projekte in anderen Bezirken kann nach derzeitigem Kenntnisstand davon ausgegangen werden, das in Wandsbek mit Kosten für die Erstellung des Radverkehrskonzeptes  in Höhe von 60.000,- bis 80.000,- € zu rechnen ist.

 

Projektzeiten

 

      Das Projekt kann im jetzigen Arbeitsprogramm nicht untergebracht werden und könnte erst 2014 in Angriff genommen werden.

      Für die Beauftragung des Konzeptes und der Erstellung des ersten Entwurfs  ist von ca. 4 – 6 Monaten auszugehen.

      Die Durchführung von Foren und die abschließende Bearbeitung des Konzeptes sind nach Grobschätzung mit mindestens 4 – 6 Monaten anzusetzen.

 

 

Zu 2.:

Die im Radverkehrskonzept entwickelten Ideen und Planungsabsichten werden in den Fahrradforen vorgetragen und diskutiert, um die Bürgerinnen und Bürger an den Planungen des Radverkehrskonzeptes zu beteiligen. Hierbei wird davon ausgegangen, dass pro Forum 2-3 Veranstaltungen anzusetzen sind.

Nach hiesiger Recherche wäre für den Bezirk Wandsbek die Einrichtung von 3 Fahrradforen geboten, wobei pro Forum (2 Referenten, 1 Moderator) (ca. 4.000,- €) x 2-3 Veranstaltungen = 8.000,- bis 12.000,- € Kosten anzusetzen wären.

 

 

Zu 3.:

Im dritten Punkt des Antrags soll das Bezirksamt Wandsbek ein Gutachten in Auftrag geben mit dem Ziel, eine Stadt- und Verkehrsplanung für die Entwicklung von bezirklichen Fahrradrouten zu erarbeiten. In diesem Gutachten werden die in den Fahrradforen gesammelten Ideen berücksichtigt.

 

Nach Einschätzung von MR ist dieser Punkt in großen Teilen Bestandteil des unter Pkt. 1 genannten Radverkehrskonzepts. Dieses Konzept sollte die erforderliche Planungstiefe erhalten, die als Grundlage der Fahrradforen und den sich daraus entwickelnden weiteren Planungen dienen soll. Bestandteil dieser Planungen sind ebenfalls die in den Fahrradforen gesammelten Vorschläge und Ideen.

 

Für die Erstellung des unter Pkt. 1 und 3. genannten Radverkehrskonzeptes, das auch die erforderliche Bearbeitungstiefe für weitere Planungen erhalten muss, sind aus Sicht von MR Kosten in der o.g. Höhe zu erwarten.

 

Alle weiteren Maßnahmen die dann folgen, müssen in konkreten Planungsabsichten folgen und darüber hinaus dann beauftragt und durch MR entsprechend begleitet werden.

 

An Personalressource bei MR wird mindestens eine halbe Ingenieurstelle gebunden, da folgende Bereiche betreut werden müssen:

 

      Beauftragung und Betreuung der Erstellung eines Radverkehrskonzeptes (Beauftragung sehr zeitintensiv, da Leistungen im unverbindlichen Teil der HOAI geregelt, daher Durchführen eines Wettbewerbs) mit dem Ziel der der Entwicklung bezirklicher Fahrradrouten und der Verbesserung der Radfahrinfrastruktur

 

      Einrichten und Betreuung von Fahrradforen

 

 

 


Petitum/Beschluss:

Die Bezirksversammlung und der WVT werden um Kenntnisnahme gebeten.

 


Anlage/n: