Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - XIX-4226.1  

 
 
Betreff: Umbau des Ratsmühlendamms im September 2013
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antwort zu Anfragen
  Bezüglich:
XIX-4226
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
19.09.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation nimmt zu o.g. Auskunftsersuchen wie folgt Stellung:

 

  1. Gibt es bereits Planungen seitens der LSBG und der Straßenverkehrsbehörde, in welche Richtungen die Verkehre auf der Hummelsbütteler Hauptstraße und der Alten Landstraße umgeleitet werden sollen ? Wenn ja, bitte die genauen Umleitungsmaßnahmen mit  der entsprechenden Wegeführung benennen.

 

Zu 1.:

Ja, anliegend werden die Umleitungspläne beigefügt (Anlagen 1 – 3).

 

  1. Die Umleitungen der Verkehre wird auch das Wohnumfeld in den beiden vorgenannten Straßen sehr stark tangieren. In den Wohnquartieren an der Hummelsbütteler Hauptstraße als auch der Alten Landstraße gibt es viele Tempo 30 Zonen und eine starke Frequentierung durch parkende Fahrzeuge. Diese Straßen in den Wohngebieten sind nicht in der Lage, Pendlerströme und stärkere Verkehre aufzunehmen. Wie stellt der LSBG bzw. die Straßenverkehrsbehörde sicher, dass die Wohngebiete von den Umleitungsmaßnahmen nach Möglichkeit verschont bleiben und welche Alternativen werden angeboten?

 

Zu 2.:

Die Verkehrsteilnehmer werden räumlich und zeitlich vor der Vollsperrung in Kenntnis gesetzt und auf die Umleitung geschickt.

Die Zufahrtsmöglichkeiten zum Gebiet um die Baumaßnahme werden an drei Knotenpunkten reduziert (Langenhorner Chaussee/Erdkampsweg, Fuhlsbüttler Straße/Wellingsbütteler Landstraße und Sengelmannstraße/Maienweg). Dies wird z. B. durch eine Verkürzung der Abbiegestreifen in Richtung Vollsperrung erreicht. Somit wird der Kfz-Verkehr auf den Hauptverkehrsstraßen gehalten.

Die Einfahrt in den nördlichen Maienweg (von der Straße Hasenberg) wird unterbunden und die Richtung der Einbahnstraße Woermannsweg wird umgekehrt. Damit werden sogenannte Schleichwege und Fehlfahrten im direkt angrenzenden Wohngebiet unterbunden.

 

 

  1. Wurden bereits auf den beiden genannten Straßen  Verkehrszählungen im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr getätigt, um einen Überblick von der Anzahl der Fahrzeugaufkommen zu erlangen , um damit zu entsprechenden Planungen und Umleitungen zu gelangen? Wenn ja, bitte eine Übersicht der Fahrzeugbewegungen mit zur Anfrage beifügen, wenn nein, warum nicht ?

 

Zu 3.:

Ja, die in der Planung berücksichtigten Daten sind anliegend beigefügt (Anlage 4).

 

  1. Sind andere Alternativen geprüft worden, die eine komplette Sperrung der Kreuzung nicht vorsehen, wenn ja, welche Alternativen worden geprüft? wenn nein, warum nicht ?

 

Zu 4.:

Ja, es wurden Alternativen ausführlich besprochen und abgewogen. Es wurde einerseits geprüft, den Verkehr in alle Richtungen im Blockverkehr durch den Knoten Ratsmühlendamm/Brombeerweg zu führen, andererseits wurde geprüft, ob eine Teilsperrung der Nebenrichtungen und eine Öffnung für den Hauptstrom Ratsmühlendamm und in den Brombeerweg sinnvoll sind.

Alle Alternativen bedeuteten eine Auflösung des Baufeldes in mehrere kleinere Teilbaufelder. Die Nachteile dieser Teilbaufelder sind:

 

-          Wesentlich längere Bauzeit (Faktor 2 bis 3) mit der Gefahr eines Baustillstandes in den Wintermonaten, so dass mit einer Fertigstellung der Maßnahme erst im 2. Quartal 2014 zu rechnen ist.

-          Auf kurze Sperrungen kann auch bei den Teilabschnitten nicht gänzlich verzichtet werden. Kurzzeitige Einzelsperrungen für immer andere Verkehrsströme bedeuten wechselnde Umleitungsverkehre und sind für die Verkehrsteilnehmer nicht planbar. Erfahrungsgemäß treten die größten Verkehrsbehinderungen immer in den ersten zwei bis drei Tagen einer Baustelle auf, danach entspannt sich die Situation. Diese Gewöhnung kann bei kurzzeitigen Sperrungen und den damit einhergehenden ständig wechselnden Verkehrsführungen über die gesamte Bauzeit nicht eintreten.

-          Schlechtere Qualität der fertigen Bausubstanz durch Fugen und geringere Flexibilität in Bezug auf Witterung und Bauablauf.

 


Anlage/n:

Anlage 1 – Verkehrsführungsplan

Anlage 2 – Umleitung U 1

Anlage 3 – Umleitung U 2

Anlage 4 – Daten Verkehrszählung  

Stammbaum:
XIX-4226   Umbau des Ratsmühlendamms im September 2013   Interner Service   Anfrage gem. § 27 BezVG
XIX-4226.1   Umbau des Ratsmühlendamms im September 2013   Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Antwort zu Anfragen