Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - XIX-4253.2  

 
 
Betreff: Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antwort zu Anfragen
Verfasser:Brigitte Lafrenz (FDP-Fraktion)
Dr. Klaus Fischer (FDP-Fraktion)
Helga Daniel (FDP-Fraktion)
Bezüglich:
XIX-4253
Federführend:Interner Service Beteiligt:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit
    Fachamt Jugend- und Familienhilfe
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
19.09.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek überwiesen   
Ausschuss für soziale Stadtentwicklung
23.09.2013 
Sitzung des Ausschusses für soziale Stadtentwicklung (offen)   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Nun ist es soweit, dass Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr ein Recht auf einen Betreuungsplatz haben. Die letzten Jahre wurde viel bewirkt und eine unglaublich große Anstrengung sowohl von Kommunen als auch von Ländern unternommen, um die Anzahl der Betreuungsplätze sicher zu stellen. Aber ein Betreuungsplatz sollte nicht mehr als 5 km vom Wohnort entfernt sein. Es macht keinen Sinn, dass Eltern eine halbe Stunde brauchen, um ihr Kind in die Kita zu bringen und dann in die entgegengesetzte Richtung noch einmal eine halbe Stunde oder länger benötigen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Das Gleiche wiederholt sich dann am Nachmittag.

 

Ebenso interessant ist die Frage, wer die Mehrkosten für eine/n Tagesmutter/Vater bezahlt. Da man nicht ausreichend Kitaplätze vorhält und manche Eltern eine/n Tagesmutter/Vater ohnehin vorziehen, sollten die finanziellen Belastungen gleich sein. Sollten einige Elternpaare unzufrieden sein mit dem Angebot, welches ihnen angeboten wurde, so kann man die Unzufriedenheit am besten aus der Welt räumen, indem man in einen Dialog eintritt.

 

Wir haben einen wichtigen Etappensieg in der Kinderbetreuung erreicht, aber der Betreuungsschlüssel ist noch viel zu hoch, dass heißt, die Gruppenstärke muss kleiner werden. Dafür brauchen wir mehr Erzieher/innen. Darüber hinaus brauchen wir zügig vergleichbare Standards in den Kitas. Es besteht Konsens darüber, dass gute Fachkräfte für die Erziehung der Kleinen unverzichtbar sind.

 

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

 

  1. Wie findet die Vergabe der Kitaplätze in Wandsbek statt?

    Das Bezirksamt antwortet wie folgt:

    zu 1.:

    Eltern erhalten vom Sozialen Dienstleitungszentrum Wandsbek,  Abteilung Kindertagesbetreuung für ihr Kind jeweils einen Kita-Gutschein, den sie in jeder Kita einlösen können, die am Kita-Gutschein-System teilnimmt.  Aus dem Kita-Gutschein bzw. der Kindertagespflege-Bewilligung geht hervor, welche Betreuung bewilligt wird und wie hoch der Elternbeitrag ist. Er gilt normalerweise für ein Jahr. Mit Hilfe des Kita-Infosystemsnnen  sich Eltern im Internet  über die Kitas und Vorschulklassen in jedem Stadtteil Hamburgs informieren. Entsprechende Listen werden auch von der Abteilung Kindertagesbetreuung ausgehändigt. Zurzeit beteiligen sich rund 1000 Tageseinrichtungen am Kita-Gutschein-System (Stand 2013). Die Tagespflegebörse (Bestandteil der Abteilung Kindertagesbetreuung) erteilt Auskünfte zu Tagesmüttern und -vätern.
    Die Eltern wählen die Einrichtung selbst aus, in der Ihr Kind betreut werden soll. Die Entscheidung darüber, ob ein Kind aufgenommen werden kann, trifft jeweils die Leitung der Tageseinrichtung, die Tagesmutter oder der Tagesvater. Wenn Eltern keinen geeigneten Platz finden, können sie sich zur Unterstützung an die Abteilung Kindertagesbetreuung wenden. 

     
  2. Gibt es für Wandsbek eine Übersicht, welche Kita noch freie Plätze zur Verfügung hat?
    Und falls ja, werden die suchenden Eltern darauf hingewiesen?

    zu 2:

    Nein. Einige Kita-Träger bieten derartige Listen / Übersichten im Internet oder auf Nachfrage an.


    Zum Beispiel die „Elbkinder Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten GmbH“ mit Umkreissuche für 178 Kitas.
    http://www.elbkinder-kitas.de/de/kita_finder/index.html
     
  3. Einige Eltern melden ihre Kinder vorsorglich in mehreren Kitas an. Wird die Anmeldung elektronisch erfasst?

    zu 3.:

    Dem Bezirksamt ist nicht bekannt, ob Kita-Träger Mehrfachanmeldungen erfassen.
     
  4. Wie wird mit den Mehrkosten der Tagespflege bei Tagesmüttern/Vätern umgegangen?

    zu 4.:

    Durch die Entscheidung für Kindertagespflege entstehen den Eltern keine Mehrkosten.  Die Teilnahmebeiträge für die Tagespflege werden analog zu den Elternbeiträgen im Kita-Gutschein-System berechnet.


http://www.hamburg.de/kindertagespflege/nofl/116832/elternbeitraege.html



 


Anlage/n:

keine Anlage/n

 

Stammbaum:
XIX-4253   Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz   Interner Service   Anfrage gem. § 24 BezVG (Große Anfrage)
XIX-4253.2   Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz   Interner Service   Antwort zu Anfragen