Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - XIX-4021.1  

 
 
Betreff: Blinde und sehbehinderte Menschen im ÖPNV stärker unterstützen durch Technik
Beschlussvorlage des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
  Bezüglich:
XIX-4021
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
19.09.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

-          Ursprünglicher Antrag der CDU-Fraktion (ehemals Drs.Nr. 19/ 1817 unter Open Plenum und Drs.Nr. XIX-4021 unter Allris)

-          Es erfolgten mehrfache Beratungen im Ausschuss WVT mit Referentenvorträgen von Prof. Dr. Fay von der Helmut-Schmidt-Universität.

-          Einstimmiger Beschluss des geänderten Antrags (Änderungen im Beschlusstext kursiv)

 

Von den verschiedenen Wegen, die Rehabilitation gehen kann, folgt Bus-ID dem Ansatz, nicht individuelle Schädigungen zu beheben, sondern stattdessen negative Handlungsbedingungen zu korrigieren. Gerade der öffentliche Nahverkehr kann bei entsprechender Gestaltung erheblich zur Rehabilitation und Integration beitragen.

 

Er fördert die Mobilität behinderter Menschen, schafft Gelegenheit zu vermehrtem Kontakt zwischen Behinderten und nicht-behinderten Menschen. Mobilität und die Teilnahme am öffentlichen Nahverkehr sind ein wichtiger Schritt zur Normalisierung von Lebensvollzügen behinderter Menschen. Allerdings bestehen derzeit für blinde und sehbehinderte Menschen häufig noch Barrieren bei der Fortbewegung im öffentlichen Raum und der Benutzung des ÖPNVs. An großen Mehrfachhaltestellen und Busanlagen ist es schwierig, die gewünschte Linie und die richtige Einstiegsstelle zu finden. Einfache Bushaltstellen ohne Fahrgastunterstand sind ohne zusätzliche Markierungen nur schwer oder gar nicht zu erkennen.

 

Genau diese Defizite können durch die RFID (Radio Frequency Identification) aufgefangen werden. Die RFID bietet die Möglichkeit der berührungslosen Datenübertragung. Das Lesegerät und der Sender sind in der Lage, sich gegenseitig zu identifizieren und den Abstand zueinander zu bestimmen.

 

Dazu müssen die Anlagen und auch die Busse mit einem entsprechenden Sender ausgerüstet sein. Das technische Grundprinzip sieht vor, dass der Nutzer einen Transponder bei sich trägt und dieser bei Annäherung an eine Bushaltestelle ein erstes einfaches, akustisches Orientierungssignal auslöst sowie im unmittelbaren Umfeld der Haltestelle die Ansage von weitergehenden Informationen wie z.B. Abfahrtszeiten oder einfahrenden Bussen.

 

Mit dem gleichen Transponder kann auch an Lichtzeichenanlagen am Ampelmast das bekannte Ortungssignal („Tocken“) ausgelöst werden und nach dem Erreichen der Ampel automatisch die Grünphase angefordert werden.

 

Die Zielsetzung dient der Orientierung an Busbahnhöfen und komplexen Haltestellen, der Orientierung in unterirdischen bzw. überdachten Verkehrsanlagen, der Nutzung der dynamischen Fahrgastinformation und den verbesserten Möglichkeiten zur Überquerung von ampelgeregelten Fußgängerüberwegen.

 

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

 


Petitum/Beschluss:

Die Bezirksversammlung begrüßt das Projekt sehr und bittet die zuständige Fachbehörde im Rahmen eines Pilotprojektes an den identifizierten Testbereichen:

  1. LZA Ahrensburger Straße (LZA/Knoten 1948) Bushaltestelle Eichtalstraße Buslinie 9 und
  2. Der Querung Am Alten Posthaus (LZA/Konten 2446)

die Praktikabilität zu testen und die dafür erforderlichen ca. 13.800 € Finanzmittel zur Verfügung zu stellen

Die erzielten Ergebnisse sollen dem Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus vorgestellt werden.

Hierdurch ist ein Test mit 10 Personen möglich.

 


Anlage/n: 

Stammbaum:
XIX-4021   Blinde und sehbehinderte Menschen im ÖPNV stärker unterstützen durch Technik Antrag der CDU-Fraktion   Interner Service   Antrag
XIX-4021.1   Blinde und sehbehinderte Menschen im ÖPNV stärker unterstützen durch Technik Beschlussvorlage des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus   Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Beschlussvorlage