Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - XIX-4407  

 
 
Betreff: Erhalt der bezirklichen Wochen- und Jahrmärkte in Wandsbek
Antrag der SPD - Fraktion
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
19.09.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

 

Die bezirklichen Wochenmärkte bieten den Wandsbekerinnen und Wandsbekern ein reichhaltiges und attraktives Angebot von frischen Produkten aus der Region. Wochenmärkte stellen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Stadt insgesamt dar und sie beleben mit ihrem Warenangebot unter freiem Himmel den Angebotsmix in den Stadtteilen, schaffen kommunikative Treffpunkte und sorgen so für eine qualitativ wertvolle Ergänzung des Einzelhandelsangebotes vor Ort. Das Bezirksamt Wandsbek veranstaltet in zehn Wandsbeker Stadtteilen eigene Wochenmärkte an jeweils einem oder mehreren Wochentagen. Ebenso wie die Wochenmärkte sind auch die durch das Bezirksamt veranstalteten Jahrmärkte beliebte Veranstaltungen, die ein Stück weit den Hamburger DOM in die Stadtteile tragen. Jahrmärkte, wie z. B. der Poppenbütteler Jahrmarkt, der seit dem 19. Jh. besteht, bilden identitätsstiftende Ankerpunkte in den Stadtteilen und sind auch wegen ihrer sozialen Funktion nicht zu unterschätzen.  Hier wird auf verlässliche und bewährte Art und Weise den Hamburger Schaustellern die Möglichkeit gegeben, sich zu präsentieren. Im Jahre 2013 veranstaltet das Bezirksamt Wandsbek in Poppenbüttel, Volksdorf, Rahlstedt und Bramfeld insgesamt sieben Jahrmarktveranstaltungen, die ebenfalls zu Gebühreneinnahmen für die Stadt Hamburg führen.

 

Im Zuge der verwaltungsinternen Abstimmungen zur Haushaltskonsolidierung wird auch immer wieder darüber diskutiert, ob das Durchführen von Wochen- und Jahrmärkten eine staatliche Aufgabe in den Händen der Bezirke sein müsse und man hier nicht Kosten und Personal einsparen könne. Dabei wird oft übersehen, dass insbesondere die Wandsbeker Wochenmärkte einen Kostendeckungsgrad von über 100 Prozent aufweisen und somit die Gebühreneinnahmen die laufenden Betriebs- und Personalkosten decken. Zudem müssten auch privat organisierte Wochen- und Jahrmärkte von der Verwaltung weiterhin betreut werden (Gewerbeordnungsrecht, Marktverordnungen, Verbraucherschutz) – Personalaufwand bestünde also auch nach einer Privatisierung von Märkten weiterhin. Es wäre sogar denkbar, dass bisher privat organisierte Märkte in die Obhut des Bezirks übergehen könnten, sollte dieses zur Aufrechterhaltung des wettbewerblichen Angebotes und der politisch und gesellschaftlich gewünschten Angebotsvielfalt im Einzelfall gewünscht werden. Die Infrastruktur und das Know-how sind hierzu im Bezirksamt vorhanden.

 

Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung beschließen:


Petitum/Beschluss:

 

Die Bezirksversammlung Wandsbek unterstreicht die Wichtigkeit regionaler Wochenmärkte und spricht sich dafür aus, dass die vom Bezirksamt veranstalteten Wochen- und Jahrmärkte in der organisatorischen Obhut des Bezirksamtes belassen bleiben. Das Bezirksamt nimmt daher keine Planungen auf, die eine Privatisierung der bezirklichen Wochen- und Jahrmärkte in Wandsbek zum Ziel hat.

 

 

 


Anlage/n:

keine Anlage/n