Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - XIX-4411  

 
 
Betreff: Erneute Prüfung der Sozialindizes an den Rahlstedter Grundschulen Kamminer-Straße und Wildschwanbrook II
Interfraktioneller Debattenantrag der Fraktionen von CDU, SPD, GRÜNE, FDP und Die Linke
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
19.09.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Mit Drs.: 19/3784 beantragte die Bezirksversammlung Wandsbek mit einem interfraktionellen Antrag eine erneute Prüfung der Sozialindizes an den Schulen Kamminer Straße und Wildschwanbrook in Rahlstedt.

Alle im Stadtteil vernetzten Institutionen und Vereinigungen und auch die Schulleitungen bestätigen, dass es keinesfalls zu Veränderungen in der Zusammensetzung der Schülerschaften  der genannten Grundschulen  gekommen ist und allein die Auswirkungen des Verlustes der Sprachförderung und die Vergrößerung der Klassenstärke durch die Anhebung des Sozialindizes fatale Folgen nach sich ziehen werden.

Leider erfolgte mit der behördlichen Mitteilung Drs.: 19/4154 lediglich eine erweiterte Erklärung der bereits bekannten Untersuchung. Dort heißt es:

„...Insgesamt lässt sich sowohl aus den Rücklaufquoten und den Ergebnissen der Befragung als auch aus dem Abgleich mit den amtlichen Daten (Datenblatt „Schule im Überblick“) für die Schule Kamminer Straße (und Wildschwanbrook) keine Fehleinstufung ableiten.“

Den Antragstellern war durchaus klar, dass es bei der Auswertung und der Anwendung der Studie keine Fehlinterpretationen gegeben hat – von einem der Art groben Irrtum sind die Fraktionen der Bezirksversammlung nicht ausgegangen.

Vielmehr wurde um eine erneute Prüfung gebeten, welche dann natürlich auch mit einem Methodenwechsel bzw. einer erweiterten Datenerfassung (die Schulen verfügen hier über durchaus aussagekräftiges Material) hätte einhergehen müssen. Überlegenswert wäre des Weiteren ein Überdenken der wissenschaftlichen Annahme und der Gewichtung einzelner erfasster Datenlagen.

Auch ein Abgleich und somit ein Hinterfragen der der BASFI bekannten Datenlagen aus den räumlich angrenzenden Kitas der betroffenen Schulen wäre durchaus sinnvoll und könnte zu neuen Erkenntnissen führen. Diese erhalten auf Grund des erfassten Bedarfes erhebliche zusätzliche Sprachförderressourcen.

Um zeitnah die Diskrepanz zwischen der realen Wahrnehmung und der wissenschaftlichen Studie auszuräumen, muss eine kritische Auseinandersetzung mit der angewandten Studie erfolgen.

Das Ziel, allen Kindern dieselben Chancen für eine optimale Schullaufbahn zu gewähren, kann nur erreicht werden, wenn denn die Rahmenbedingungen auch den realen Voraussetzungen entsprechen.

Die Bezirksversammlung möge beschließen:


Petitum/Beschluss:

Sobald der Anpassungsprozess abgeschlossen ist, wird die Fachbehörde gebeten, die angewandte Studie zur Einteilung der Sozialindizes aufgrund der stark abweichenden Einschätzungen regional beteiligter Akteure für die Grundschulen Kamminer Straße und Wildschwanbrook durch einen Referenten im zuständigen Ausschuss zu erläutern.


Anlage/n:

keine Anlage/