Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - XIX-4414  

 
 
Betreff: Keine Gebührenerhebung für P+R Anlagen in Wandsbek
Debattenantrag der CDU-Fraktion
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
19.09.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek abgelehnt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Das Ziel von P+R - Anlagen ist es, dass möglichst viele Bürger vom Pkw auf die

S- und U-Bahnen umsteigen und somit der Straßenverkehr entlastet sowie

die Umwelt geschont wird. Neue P+R - Anlagen wurden in den letzten Jahren

errichtet bzw. sind in Planung, um die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs

gerade in den Hamburger Randgebieten noch attraktiver zu machen.

 

Im Bericht über das P+R - Entwicklungskonzept für die Freie und Hansestadt Hamburg

und der Stellungnahme des Senats zu dem Ersuchen der Bürgerschaft  „Hamburg

2020: Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur – Betreuung der Hamburger Park -

and-Ride-Anlagen aus einer Hand“ ist zu lesen, dass der Senat plant, im Rahmen

des Entwicklungskonzeptes eine Gebühr für die Nutzung von  P+R - Anlagen ein-

zuführen. Diese Entgelteinführung soll ab dem Jahre 2014 an ausgewählten

P+R - Anlagen erfolgen und zunächst für eine Tageskarte 2 €, für eine Monatskarte

20 € und für eine Jahreskarte 200 € betragen.

 

Die Einführung einer solchen Gebühr würde viele Pendler und Fahrgäste davon

abhalten, vom Auto auf den ÖPNV umzusteigen. Eine Monatskarte würde somit um

50 % teurer . Die finanziellen Belastungen durch regelmäßige Fahrpreiserhöhungen

sind für alle Fahrgäste und Benutzer des ÖPNV ohnehin schon sehr hoch.

Zum Januar 2014 werden die Fahrpreise  im HVV um weitere 3,2 % angehoben.

Dadurch entsteht  eine Verteuerung des ÖPNVs, die weit jenseits der

Inflationsrate liegt.

 

Viele Pendler werden dadurch gezwungen sein, entweder ganz auf die Fahrt mit

S- und U-Bahnen zu verzichten und ausschließlich mit dem Auto in die Stadt zu

fahren, was kontraproduktiv zu dem erklärten Ziel wäre, die Innenstadt zu entlasten

oder die Pendler versuchen, in den Straßen in der Umgebung des Bahnhofes einen 

Parkplatz zu bekommen. Letzteres würde den Parkplatzsuchverkehr deutlich erhöhen

und die schon bestehenden Parkplatzprobleme in den Wohnquartieren noch weiter

verstärken.

 

Die Einführung einer solchen Gebühr widerspricht damit dem Ziel von

P+R - Anlagen und führt zu negativen Effekten.


Die Bezirksversammlung möge beschließen:

 


Petitum/Beschluss:

 

Die Bezirksversammlung Wandsbek lehnt die Einführung einer Gebühr für die Benutzung

von P+R - Anlagen ab.

 

 


Anlage/n:

keine Anlage/n