Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - XIX-4447  

 
 
Betreff: Jenfeld-Haus – Energetische Sanierung prüfen
Beschluss der Bezirksversammlung vom 21.02.2013 (Drs.-Nr.: 19/3325)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
19.09.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek überwiesen   
Jugendhilfeausschuss
25.09.2013 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses überwiesen   
Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek
16.10.2013 
Sitzung des Regionalausschusses Kerngebiet Wandsbek vertagt   
06.11.2013 
Sitzung des Regionalausschusses Kerngebiet Wandsbek zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Finanzen und Kultur
05.11.2013 
Sitzung des Ausschusses für Finanzen und Kultur vertagt   
10.12.2013 
Sitzung des Ausschusses für Finanzen und Kultur zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Finanzen und Kultur

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Folgender Beschluss wurde gefasst:

  1. Die Verwaltung möge einen Experten beauftragen zu prüfen, welche Maßnahmen geeignet sind, um bei der Sanierung des Jenfeld-Hauses (Charlottenburger Straße 1) den Energieverbrauch für Heizung, Wasser und Lüftung wirkungsvoll zu minimieren (Energetische Sanierung) und in wie weit die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes in diesem Zusammenhang sinnvoll erscheint.
  2. Die Ergebnisse sollen der Bezirksversammlung vorgelegt werden.

 

Das Bezirksamt nimmt wie folgt Stellung:

Das Bezirksamt hat in Umsetzung des Beschlusses die Firma ZEBAU beauftragt, zu prüfen, welche Maßnahmen geeignet sind, um bei der Sanierung des Jenfeld-Hauses (Charlottenburger Straße 1) den Energieverbrauch für Heizung, Wasser und Lüftung wirkungsvoll zu minimieren (Energetische Sanierung) und die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt um Stellungnahme gebeten, in wie weit die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes in diesem Zusammenhang sinnvoll erscheint.

Die Bezirksversammlung hat dem Bezirksamt mit dem Beschluss 19/2982 vom 20.11.2012 insgesamt 10.000 €r die Prüfung zur Verfügung gestellt. Die Leistung der Firma ZEBAU hat 4.877,94€ gekostet.

Zum Thema Photovoltaik verweist das Bezirksamt auf die Mitteilung Drs. 19/3797

Das Gutachten zur  energetischen Überprüfung durch die Firma ZEBAU ist in der Anlage beigegt.

 

Wesentliches Ergebnis ist eine aktuell negative Primärenergiebilanz, die mit 603,4 kWh/(m² a) gegenüber dem Anforderungswert nach EnEV  (312,8 kWh/(m² a) um fast 100 % abweichend ausfällt.

Aktuell fallen für das Objekt lt. Mitteilung des Mieters, dem Verein Selbsthilfe e.V., jährliche Gasverbrauchskosten i.H.v. rund 8.200,- € an (Endabrechnung 2012 liegt noch nicht vor)

Als Empfehlungen ergeben sich vor allem Modernisierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle (Dach, Wände, Türen, teilweise Fenstererneuerungen), die eine Einsparung gegenüber dem Ist-Brennstoffverbrauch i.H.v. ca. 50-60 % in Aussicht stellen.

Die Investitionskosten für eine Teilmodernisierung werden mit ca. € 60.000,- (gut 50% Einsparungen bei den Brennstoffkosten möglich) beziffert. Für die energetische Vollmodernisierung werden mit Investitionskosten von ca. € 110.000,- etwas über 60% an Einsparungen bei den Brennstoffkosten für möglich erachtet. Die CO2-Emissionen könnten demnach um 16277 kg CO2/Jahr reduziert werden.

 

Das Bezirksamt weist darauf hin, dass Haushaltsmittel für investive Maßnahmen aktuell nicht zur Verfügung stehen, so dass eine Umsetzung derzeit nicht möglich ist.

Es wird außerdem darauf hingewiesen, dass die betriebswirtschaftlichen Effekte nicht direkt der FHH zu Gute kämen, da der Energieverbrauch direkt vom Mieter an die Versorger gezahlt wird.

Abgesehen von positiven Klimaschutzeffekten durch Energieeinsparung kann man jedoch angesichts steigender Energiekosten auch auf Seiten des Mieters, der im Übrigen auch Zuwendungsempfänger ist, von monetären Einspareffekten ausgehen.


Petitum/Beschluss:

Die Bezirksversammlung nimmt Kenntnis.


Anlage/n:

Energieausweis

Berechnung

Energieberatungsbericht