Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - XIX-4477  

 
 
Betreff: Photovoltaik nicht wirtschaftlich?
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 27 BezVG
Verfasser:Astrid Boberg (GRÜNE)
Wolfgang Johannsen (GRÜNE)
Karin Jung (GRÜNE)
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
24.10.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Als Mitteilung auf unseren Antrag vom 08.12.2011 teilte uns die Verwaltung mit der Drucksache 19/3797 am 06.06.2013 mit, dass die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) eine Nutzung von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) für die Stadt auch auf Gebäuden, die sich im Eigentum der Stadt Hamburg befinden nicht für wirtschaftlich hält. Die Antwort der BSU gibt dabei keine Auskunft, wie sie zu der Einschätzung gekommen ist.

 

Es wurden weder Angaben über den Zeitraum der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vorgelegt noch Zahlen über die Kosten für die Errichtung der beiden vorgeschlagenen PV-Anlagen auf den Gebäuden Charlottenburger Straße 1 und Tegelbarg 2b (beide Gebäude befinden sich im Besitz der Stadt). Ebenfalls wurde auch nicht ausgeführt, welche Einspeisevergütungen für die Betrachtung zugrunde gelegt wurden. Da keine Zahlen vorgelegt wurden fehlte auch eine Herleitung solcher Zahlen.

 

Der Auskunft der BSU stehen nachvollziehbare Angaben des Münchener Umweltinstitutes gegenüber, welches auf seiner Internetseite für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen ein bis ins Detail nachvollziehbares Kalkulationsformular (Exceldatei) zur Verfügung stellt. Nimmt man dieses Formular und erfasst dort die aktuell üblichen Kosten für eine PV-Anlage (ca. 2000 € pro Kilowatt-Peak = kWp) und stellt es den aktuellen Einspeisevergütungen gegenüber, ergibt sich eine Rendite von 4-5%. Da aufgrund der Technik von PV-Anlagen dieser Rendite faktisch keine Betriebskosten gegenüberstehen erscheint eine PV-Anlage durchaus wirtschaftlich.

 

Eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zum Zeitpunkt unseres damaligen Antrags hätte aufgrund der seinerzeit höheren Einspeisevergütungen noch größere Renditen aufgezeigt.

 

Aufgrund der differierenden Informationen fragen wir daher die BSU:

 

  1.      Welche Kosten für die PV-Anlagen wurden der Antwort zugrunde gelegt? Bitte Angaben zu Investitions-/ Betriebskosten und zur Leistung der für die zur Antwort zugrunde gelegten PV-Anlagen angeben. Bitte die jeweiligen Kosten nachvollziehbar herleiten.

 

  1.      Welche Einspeisevergütung wurde für die Antwort zugrunde gelegt?

 

 

  1.      Welcher Inbetriebnahmezeitpunkt der PV-Anlagen wurde der Antwort zugrunde gelegt?

 

  1.      Müssen alle durch die Stadt Hamburg betriebenen PV-Anlagen von der Hamburg Energie Solar GmbH betrieben werden? Wenn ja, warum?

 

 

  1.      Können die Dächer der stadteigenen Gebäude auch unentgeltlich an einen Solarbetreiber (z.B. die Hamburg Energie Solar GmbH oder eine Energiegenossenschaft) verpachtet werden?

 

  1.      Wie erklärt die BSU die Differenzen zwischen den Ergebnissen des Kalkulationsschemas des Müchener Umweltinstitutes und der Auskunft aus der Drucksache 19/3797?

Anlage/n:

keine Anlage/n