Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - XIX-4546  

 
 
Betreff: Blinde und sehbehinderte Menschen im ÖPNV stärker unterstützen durch Technik
Beschluss der Bezirksversammlung vom 19.09.2013 (XIX-4021.1)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
24.10.2013 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek überwiesen   
Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus
31.10.2013 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus vertagt   
21.11.2013 
Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Folgender Beschluss liegt vor:

Die Bezirksversammlung begrüßt das Projekt sehr und bittet die zuständige Fachbehörde im Rahmen eines Pilotprojektes an den identifizierten Testbereichen:

  1. LZA Ahrensburger Straße (LZA/Knoten 1948) Bushaltestelle Eichtalstraße Buslinie 9

und

  1. Der Querung Am Alten Posthaus (LZA/Konten 2446)

die Praktikabilität zu testen und die dafür erforderlichen ca. 13.800 € Finanzmittel zur Verfügung zu stellen.

Die erzielten Ergebnisse sollen dem Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus vorgestellt werden. Hierdurch ist ein Test mit 10 Personen möglich.

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation nimmt wie folgt Stellung:

 

Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) hat im Frühjahr 2011 auf Anfrage der Helmut Schmidt Universität am Knoten "Bramfelder Chaussee/Wandsbeker Straße" in einem Feldversuch die RFID-Technik getestet. Zu diesem Zweck wurde vom LSBG die Fußgänger-Lichtsignalanlagen (LSA) am o.g. Knoten mit entsprechender Technik umgerüstet und die Probanden mit einem Transponder ausgestattet. Es wurde untersucht, wie sehbehinderte Menschen mittels der RFID-Technik in ihrer Mobilität unterstützt werden können.

Auf Basis dieser Erkenntnisse führt der LSBG zurzeit eine Langzeituntersuchung mit sehenden Verkehrsteilnehmern durch, die im ersten Quartal 2014 abgeschlossen und ausgewertet sein wird. Ziel der Langzeituntersuchung ist eine Aussage über die Zuverlässigkeit der eingesetzten Technik zu machen und die bisher in Zusammenarbeit mit der Universität erarbeiteten positiven Erfahrungen zu bestätigen.

Bei den in den Studien eingesetzten Transpondern handelt es sich um Prototypen, die nicht blindengerecht sind. Daher eignen sich diese nicht für das im Petitum genannte Pilotprojekt. Zudem erfordert die Studie mit sehbehinderten Personen über die technische Einrichtung der Lichtsignalanlagen einschließlich der RFID-Technik eine Betreuung der Probanden, die nicht durch den LSBG geleistet werden kann. Der LSBG weist darauf hin, dass Sehbehinderte ohne Transponder an diesen LSA wegen der reduzierten Signalisierung stark benachteiligt wären.

Aufgrund der technisch nicht ausgereiften Transponder sowie der noch fehlenden Ergebnisse aus der Langzeituntersuchung empfiehlt der LSBG in Abstimmung mit der Helmut-Schmidt Universität, das im Petitum genannte Pilotprojekt bis zum Abschluss der Untersuchung im Frühjahr 2014 zurückzustellen. Nach Entwicklung eines blindengerechten Transponders, die Voraussetzung für das beschriebene Pilotprojekt ist, wird der LSBG das Thema wieder aufgreifen.

 


Petitum/Beschluss:

 

Die Bezirksversammlung wird um Kenntnisnahme gebeten.


Anlage/n:

keine Anlage/n