Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - XIX-5055  

 
 
Betreff: Nachpflanzungen von Bäumen im Bezirk Wandsbek
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 24 BezVG (Große Anfrage)
Verfasser:Susanne Zechendorf (GRÜNE)
Astrid Boberg (GRÜNE)
Cornelia Stoye (GRÜNE)
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
27.02.2014 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek zur Kenntnis genommen     

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Wie eine Anfrage (Drucksache 10/10291) des GRÜNEN Bürgerschaftsabgeordneten Martin Bill ergeben hat, ist die Zahl der Straßenbäume im Bezirk Wandsbek gesunken. Gegenüber 60.088 Straßenbäumen in 2010 gab es im Bezirk Wandsbek 2012 ca. 844 Bäume weniger.

Zu Baumfällungen auf  privaten Grundstücken konnten für den Bezirk Wandsbek keine Angaben gemacht werden, da diese statistisch nicht erfasst wurden. Hier ist die Entwicklung also bedauerlicherweise nicht bekannt. 

Aber allein die Situation auf öffentlichem Grund gibt Anlass zur Sorge. Bäume haben nicht nur als Lebensraum für Vögel und Insekten eine wichtige Funktion und leisten damit einen Beitrag zur Biodiversität, sie sind auch für die Lebensqualität der Bevölkerung von besonderer Bedeutung. Bäume wirken wie eine biologische Klimaanlage, sie liefern durch Umwandlungsprozesse Sauerstoff und sind in der Lage bis zu 70 % des Feinstaubs in der Luft zu binden.

Unter Klimaschutz-, Lärm- und Feinstaubaspekten ist die deutliche Abnahme von Straßenbäumen also bedenklich. Bedacht werden muss weiterhin, dass durch den Verlust von Bäumen auch die Einhaltung der EU-Richtlinien für Feinstaub und Lärm erschwert wird.

 

 

Wir fragen daher die Verwaltung:

 

  1. Ist es richtig, dass im Bezirk Wandsbek von 2010 bis 2012 nur 35% der Straßenbäume nachgepflanzt wurden? Falls nein, wie hoch ist der Anteil?

 

  1. Aus welchen Gründen erfolgten keine weiteren Nachpflanzungen?

 

 

  1. Wurde das Budget für die Baumpflege (Fällung, Nachpflanzung und Pflege) in den Jahren 2010 bis 2013  voll ausgeschöpft (bitte jeweils für die Jahre 2010 bis 2013 angeben)? Wenn nicht, welche Beträge wurden nicht oder anderweitig verwendet?

 

  1. Welche geplanten Nachpflanzungen aus den Fälllisten, wurden in den Jahren von 2010 bis Frühjahr 2013 nicht durchgeführt? Bitte tabellarisch auflisten und begründen.

 

  1. Wurden für Nachpflanzungen aus den Fälllisten - z.B. aus Platzmangel - andere Standorte gewählt, ggf. bei welchen Bäumen ist dies der Fall? Bitte tabellarisch unter Angabe der Gründe auflisten.

 

  1. Gibt es für Nachpflanzungen eine Prioritätenliste? Welche Kriterien liegen dieser zugrunde?

 

  1. Wie hoch sind die Kosten für die Nachpflanzung eines  Baumes  im Durchschnitt?

 

  1. Beinhaltet der Auftrag zur Nachpflanzung eine Anwachsgarantie?

 

  1. Beabsichtigt die Verwaltung in Wandsbek den zunehmenden Verlust von Straßenbäumen zu stoppen, ggf. wie? Falls nein, warum nicht?

 

  1. Beabsichtigt die Verwaltung so wie in Hamburg üblich künftig Statistiken über die An-     zahl der Fällgenehmigungen einschließlich Ausgleichsmaßnahmen  und der abgelehnten Fällanträge auf privaten Flächen zu führen? Falls nein, warum nicht?

 

  1. Kontrolliert die Verwaltung die Umsetzung der Auflagen von Ersatzpflanzungen infolge von Fällmaßnahmen auf Privatgrund, in dem sie z.B. die entsprechenden Rechnungen anfordert? Falls nein, warum nicht?

 

  1. Sieht die Bezirksverwaltung Möglichkeiten, durch Krankheiten angegriffene Bäume (wie in Zürich üblich) mittels Baumpflege frühzeitig zu behandeln, um eine Verkehrsgefährdung  und damit Fällung zu vermeiden? Falls nein, warum nicht?

 


Anlage/n:

keine Anlage/n

Stammbaum:
XIX-5055   Nachpflanzungen von Bäumen im Bezirk Wandsbek   Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Anfrage gem. § 24 BezVG (Große Anfrage)
XIX-5055.1   Nachpflanzungen von Bäumen im Bezirk Wandsbek   Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Antwort zu Anfragen