Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - XIX-5348  

 
 
Betreff: Bebauungsplanverfahren Bramfeld 64 - Bramfelder Dorfgraben
- Zustimmung zur Feststellung
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Planungsausschuss
06.05.2014 
Sitzung des Planungsausschusses ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

  1. Anlass der Planaufstellung

 

Durch den Bebauungsplan sollen insbesondere die planungsrechtlichen Voraussetzungen zum Bau von etwa 100 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau geschaffen werden. Dafür ist eine öffentliche Erschließung erforderlich und ist der das Plangebiet in Ost-West-Richtung querende Bramfelder Dorfgraben zu verlegen. Des Weiteren kann durch die Sicherung einer Trasse zwischen Fabriciusstraße und Bramfelder Chaussee die Voraussetzung für eine verbesserte Anbindung von Bramfeld an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geschaffen werden. Dabei bleibt die Option einer möglichen späteren Realisierung der Stadtbahn gewahrt.

 

Das dem Bebauungsplan-Entwurf zugrunde liegende Bebauungskonzept wurde 2010 in dem städtebaulichen Gutachten „Leeschenblick/Bramfelder Dorfgraben“ (LRW Stadtplaner und Architekten und ARGUS Stadt- und Verkehrsplaner) parallel zu den damaligen Planungen zur Stadtbahn entwickelt. Nach Einstellung der Planungen zur Stadtbahn wurde das Konzept unter der Maßgabe weiterentwickelt, die Möglichkeit einer zukünftigen Realisierung der Stadtbahn in Form einer separaten Trasse im östlichen Abschnitt und einer gemeinsamen Trasse mit dem motorisierten Individualverkehr im westlichen Abschnitt offen zu halten. Außerdem sollen für die Wasserrückhaltung (Oberflächenwasser aus dem Bramfelder Zentrum) und eine naturnahe Gestaltung des zu verlegenden Bramfelder Dorfgrabens erforderlichen Flächen gesichert werden.

 

Aufgrund der städtebaulichen Zusammenhänge im Baublock wurden die bereits bebauten Bestandsgebiete an der Fabriciusstraße und der Bramfelder Chaussee, hier auch die Flächen der Kultureinrichtung „Brakula“ und des Projektes „Kulturinsel“, sowie die südlich des Seekamps vorhandene Wohnbebauung in das Plangebiet mit einbezogen.

 

Zurzeit gelten für das Plangebiet der Baustufenplan Bramfeld von 1955 und der Teilbebauungsplan TB 392 von 1957. Zur Umsetzung der Planung ist eine Änderung des Planrechts erforderlich.

 

Da die Auswirkungen der Planung nicht im Plangebiet ausgeglichen werden könne, sind externe Ausgleichsmaßnahmen erforderlich und werden entsprechend zugeordnet. Die zum Ausgleich herangezogenen Flurstücke liegen in Bramfeld und Sasel und befinden sich im Eigentum der Freien und Hansestadt Hamburg (siehe Ziffer 5.10 der Begründung).

 

  1. Änderung des Landschaftsprogramms

 

Parallel zum Bebauungsplanverfahren wird durch die zuständige Fachbehörde das Landschaftsprogramm geändert. Die in dem zu ändernden Bereich dargestellten Milieus „Gartenbezogenes Wohnen“ und „Parkanlage“ sollen in „Etagenwohnen mit Grünqualität sichern, parkartig“ geändert werden. Im Flächennutzungsplan sind bereits Wohnbauflächen dargestellt; ein Änderung ist nicht erforderlich.

 

  1. Planungsdaten

 

  • Einleitungsbeschluss des Planungsausschusses               27.03.2012
  • Öffentliche Plandiskussion               23.04.2012
  • Beschluss des Planungsausschusses über die Fortführung des Verfahrens              29.05.2012
  • Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange              27.09.- 28.10.2013
  • Arbeitskreis I (Behördenbeteiligung)              22.10.2013
  • Öffentliche Auslegung              03.03.2014 – 04.04.2014
  • Arbeitskreis II (Behördenbeteiligung nach öffentlicher Auslegung)              25.04.2014

 

  1. Öffentliche Auslegung

 

Im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs sind neun Stellungnahmen eingegangen. Der Arbeitskreis II (Behördenbeteiligung nach öffentlicher Auslegung) hat am 25.04.2014 den Abwägungsvorschlägen zugestimmt.

 

Es haben sich aus Sicht der Verwaltung keine Aspekte ergeben, die eine erneute Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs erforderlich gemacht hätten. Auch hinsichtlich der in Anlage 3 unter Nr. 6 bezeichneten Stellungnahme, die sich im Wesentlichen gegen die Inanspruchnahme z.T. auch privater Grundstücksflächen für die Oberflächenentwässerung (Regenklärbecken) wendet, besteht aus Sicht der Verwaltung keine Anpassungsnotwendigkeit. Sofern dieser Stellungnahme ganz oder teilweise gefolgt werden soll, würde eine erneute öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs erforderlich. Dabei könnte die Stellungnahmemöglichkeit auf die geänderten Inhalt beschränkt und die Auslegungsfrist angemessen verkürzt werden.


Petitum/Beschluss:

 

Der Planungsausschuss wird gebeten,

  • die vorgesehene Änderung des Landschaftsprogramms zur Kenntnis zu nehmen,
  • den Abwägungsvorschlägen der Verwaltung sowie
  • der Feststellung des Bebauungsplan-Entwurfs zuzustimmen und eine positive Beschlussempfehlung an die Bezirksversammlung zu geben.

Anlage/n:

  1. Bebauungsplan-Entwurf Bramfeld 64 (Planzeichnung, Text und Begründung)
  2. Entwurf der Landschaftsprogramm-Änderung
  3. Auswertung der Stellungnahmen zur öffentlichen Auslegung

(Abwägungsvorschlag der Verwaltung)

Stammbaum:
XIX-5348   Bebauungsplanverfahren Bramfeld 64 - Bramfelder Dorfgraben - Zustimmung zur Feststellung   Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Beschlussvorlage
XIX-5348.1   Bebauungsplanverfahren Bramfeld 64 - Bramfelder Dorfgraben - Zustimmung zur Feststellung Beschlussvorlage des Planungsausschusses   Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Beschlussvorlage