Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - XIX-5410  

 
 
Betreff: Kostenerstattung der zuständigen Fachbehörde an den Bezirk für die Nutzung von Ressourcen und Räumen bezirklicher Jugendhilfeeinrichtungen im Rahmen der Ganztagsschulangebote
(Bezug: Drs. XIX-4998)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
Federführend:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss
21.05.2014 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Im Rahmen der Ganztagsschulangebote nutzen Hamburger Schulen, wie von Bezirk und Fachbehörden gewünscht, Ressourcen und Räume bezirklicher Jugendhilfeeinrichtungen im Bezirk Wandsbek. Obwohl zwischen unterschiedlichen Behörden inzwischen eine Kostenerstattung üblich und vor dem Hintergrund des geänderten Haushaltswesens auch erforderlich ist, erfolgt z.Zt. grundsätzlich keine Kostenerstattung für die Nutzung seitens der zuständigen Fachbehörde an den Bezirk.

 

Antwort:

Die Verwaltung wurde gebeten zu ermitteln, welche Kostenbeteiligung durch BSB in welcher Höhe erforderlich ist. Hierzu folgende Anmerkungen.

Nachdem alle 54 Einrichtungen und Dienste der Offenen Kinder und Jugendarbeit bzw. deren Träger im Bezirk Wandsbek zum dargelegten Sachverhalt befragt wurden, liegen bei insgesamt 28 der 34 Antworten die erforderlichen Informationen vor. Grundlage zur Erfassung sind zum einen die angegeben Zeitstunden pro Woche, welche die OKJA an oder für Schule tätig ist. In Bezugnahme der jeweiligen Ist-Vollzeitäquivalenten (pro VZÄ 1,0 werden 39 Stunden/Woche herangezogen) ergibt sich demnach ein Prozentsatz von 8,93% der Wochenarbeitszeit für den Bereich Schule. Dieses Ergebnis gilt für die herangezogenen 28 Einrichtungen der OKJA, wird aber für alle angenommen. Bei der Berechnung wurde davon ausgegangen, dass die Angebote überwiegend in den Räumen der OKJA-Einrichtungen erbracht werden und dort neben dem Personalaufwand auch anteilig Betriebs- und Sachmittel anfallen.  Aus der Rahmenzuweisung für die Offene Kinder- und Jugendarbeit würden die o.a. 8,93 % bei 4.525.000 €  (ohne Personalkosten der kommunalen Einrichtungen, da gesondert in Stellenhaushalt des Bezirksamtes) anteilig 404.082,50 € ergeben.   

 

Die Abfrage umfasste weiterhin die Angabe der aktuell durch Schule geleisteten finanziellen Zuwendungen an die OKJA. Hiernach werden in etwa 15.694 Euro im Jahr geleistet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Sachkostenerstattung von den Einrichtungen nicht vollumfänglich aufgestellt werden können.

 

In der Globalrichtlinie GR  J 2/10 Kinder- und Jugendarbeit von 2010 wird grundsätzlich die Möglichkeit beschrieben, dass die genannten Einrichtungen bis zu 25 % ihrer Personalressourcen für die Kooperation mit Schule verwenden können. Die dort ebenfalls genannte gegenseitige Ressourcennutzung wurde zum damaligen Zeitpunkt nicht weiter konkretisiert.

 

Gemäß Beschluss des JHA vom 05.02.2014 wird die Behörde für Schule und Berufsbildung nun gebeten, Mittel in entsprechender Höhe in die bezirkliche Rahmenzuweisung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu übertragen oder eine anderweitige entsprechende Kostenerstattung sicherzustellen.


Petitum/Beschluss:

Der JHA nimmt Kenntnis.

 

 


Anlage/n:

keine Anlage/n