Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-0250  

 
 
Betreff: Inklusionsmaßnahmen im Bezirk Wandsbek
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 24 BezVG (Große Anfrage)
Verfasser:Sandro Kappe, Claudia Folkers, Eckard H. Graage
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
09.10.2014 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Inklusion ist die höchste Form der Integration.

Inklusion bedeutet, dass Behinderungen nicht immer nur so zu sehen sind, dass hier möglichst eine "Normalisierung" anzustreben ist. Vielmehr bedeutet Inklusion auch, dass Behinderungen eine Bereicherung sein können, weil andere Begabungen dadurch verstärkt werden. Unsere Gesellschaft ist heterogen und muss sich an die Bedürfnisse der Mitglieder anpassen, anstatt Ausgrenzung als Normalität zu kultivieren.

Auch der Bezirk Wandsbek hat die Vorgaben des Sozialgesetzbuches (SGB, Neuntes Buch (IX) - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen) umzusetzen.

Die Maßgaben der Inklusion sind nicht nur für die Beschäftigten der Verwaltung anzuwenden. Auch die öffentlichen Plätze sind für die Bürger/innen nach den Vorgaben der Inklusion auszurichten.

Ziel muss es sein, alle öffentlichen Plätze dementsprechend auszustatten.

 

Wir fragen die Verwaltung:

 

1.)               Werden die Maßnahmen des SGB IX für die Beschäftigen im Bezirksamt Wandsbek in Gänze umgesetzt?

Beispielsweise: Im § 81 Abs. 4 SGB IX wird beschrieben, welche Voraussetzungen für schwerbehinderte Beschäftige zu schaffen sind. (bestmögliche Arbeitsbedingungen, Anspruch auf Teilzeit, Anspruch auf Fortbildung etc.). Damit sollen die behinderungsbedingten Nachteile ausgeglichen werden.

 

1.1.              Welche Maßnahmen des SGB IX werden derzeit nicht umgesetzt und warum?

 

2.)               Wurde bereits eine Integrationsvereinbarung mit den Beschäftigten abgeschlossen? Wenn bisher keine abgeschlossen worden ist, warum nicht?

 

3.)               Wie hoch ist der Anteil der schwerbehinderten Beschäftigten in der Verwaltung des Bezirksamtes Wandsbek?

 

4.)               Erfolgt das Einstellungsverfahren für die Verwaltung des Bezirksamtes Wandsbek nach den Vorgaben des Inklusionsgedankens? Wie werden Beeinträchtigungen der Bewerber/innen bei der Einstellung berücksichtigt?

 

5.)               a) Sind alle öffentlichen Plätze im Bezirk Wandsbek barrierefrei?

 

b) Wenn nicht, welche Plätze sind bisher nicht barrierefrei und warum nicht? Wann sollen diese barrierefrei werden?

 

6.)               Wie viele Beschäftigte, mit welchem Anteil der Arbeitszeit, sind im Bezirksamt Wandsbek mit dem Thema Inklusion beschäftigt und welche Aufgaben haben diese im Hinblick auf Inklusion zu erledigen?

 

 


Anlage/n:

keine Anlage/n 

Stammbaum:
20-0250   Inklusionsmaßnahmen im Bezirk Wandsbek   Dezernat Steuerung und Service   Anfrage gem. § 24 BezVG (Große Anfrage)
20-0250.1   Inklusionsmaßnahmen im Bezirk Wandsbek   Dezernat Steuerung und Service   Antwort zu Anfragen