Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-0360  

 
 
Betreff: Bodenuntersuchung in Bramfeld
Beschluss der Bezirksversammlung vom 09.10.2014 (Drs. 20-0277)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
13.11.2014 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek überwiesen   
Planungsausschuss
02.12.2014 
Sitzung des Planungsausschusses zur Kenntnis genommen   
Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne
04.12.2014 
Sitzung des Regionalausschusses Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
09.12.2014 
Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Folgender Beschluss wurde gefasst:

 

Um eine Gefährdung der Bevölkerung mit Sicherheit ausschließen zu können, wird die zuständige Fachbehörde gebeten die folgenden Maßnahmen umzusetzen:

  1. Eine Untersuchung des Geländes des Bebauungsplans Bramfeld 67 auf Dioxine im Oberboden in Bereichen in denen besonders hohe Schwermetallkonzentrationen gefunden wurden,
  2. Tiefenbohrungen zur Untersuchung des Grundwassers und der tieferen Bodenschichten, insbesondere im Bereich des ehemaligen Bombentrichters,
  3. eine Untersuchung des Oberbodens der Kindertagesstätte „Sonnenblume“ auf Schwermetalle und Dioxine und
  4. eine stichprobenartige Untersuchung der benachbarten Wohnsiedlung, insbesondere der Kinderspielflächen auf Schwermetalle und Dioxine.

Die Verwaltung möge die Ergebnisse der Untersuchungen dem Planungsausschuss und dem

Ausschuss für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz vorlegen.

 

 

Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) nimmt zum o.g. Beschluss wie folgt Stellung:

 

In der Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek vom 9. Oktober 2014 wurde die Vermutung geäußert, dass durch die Düngung mit Siedlungsabfällen und Asche aus einer Verbrennungsanlage der Boden in Bramfeld mit Schadstoffen, u.a. mit Dioxin, belastet sein könnte. Die zuständige Fachbehörde wurde aufgefordert, eine Reihe von Maßnahmen umzusetzen. Die BSU geht aufgrund der derzeit vorliegenden Erkenntnisse davon aus, dass akute Gefährdungen der Bevölkerung aus fachlicher Sicht nicht anzunehmen sind. Um jeden Zweifel auszuschließen, werden derzeit Bodenuntersuchungen vorbereitet.

 

Im Einzelnen wird in Bezug auf den Beschluss der Bezirksversammlung folgendes Vorgehen gewählt:

 

Zu 1.:

  • Untersuchung von Dioxin an Rückstellproben aus den KGV-Untersuchungen.

 

Zu 2.:

  • Untersuchung des Grundwassers direkt außerhalb des Bombentrichters mit horizontierter Wasserprobenahme (SHW), Untersuchung des Oberboden im Rahmen der Rückstellproben aus den KGV-Untersuchungen. Untersuchung des Auffüllungsmaterials im Bombentrichter in Abhängigkeit von den Ergebnissen der Grundwasseruntersuchung.

 

Zu 3. und 4.:

  • Untersuchung von voraussichtlich 16 Flächen (5 KITA- und 11 Spielflächen inkl. der Kita Sonnenblume) entsprechend der BBodSchV; zusätzlich Untersuchung auf Dioxin.

 

 


Petitum/Beschluss:

Die Bezirksversammlung nimmt Kenntnis.

 


Anlage/n:

keine Anlage/n