Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-0342.1  

 
 
Betreff: Radwege im Alstertal
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antwort zu Anfragen
Verfasser:Julian Georg, Gerda Azadi, Rainer Behrens, Anke EhlersBezüglich:
20-0342
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
29.01.2015 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Der Zustand der Radwege im Alstertal ist in vielen Bereich mangelhaft. Die Verkehrssicherheit für Radfahrer ist häufig schlecht.

 

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

Das Bezirksamt antwortet wie folgt:

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation antwortet wie folgt:

Bei der Beantwortung der Fragen eins bis sechs wurde nur die Hummelsbüttler Hauptstraße berücksichtigt. Sie gehört zum Hauptverkehrsstraßennetz und liegt somit im Zuständigkeitsbereich der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI). Für Angaben zur Ruscheweyhstraße und dem Hummelsbütteler Weg muss sich die Bezirksversammlung an das Bezirksamt Wandsbek wenden.

 

1. Welche Instandsetzungsmaßnahmen sind für die vorhandenen Radwege entlang der Ruscheweyhstraße, der Hummelsbüttler Hauptstraße und des Hummelsbütteler Wegs geplant?

 

Das Bezirksamt antwortet wie folgt:

Eine Radwegbenutzungspflicht gibt es in den Straßen Ruscheweystraße und Hummelsbütteler Weg nicht mehr.  Das bedeutet,  dass  Radfahrer sowohl die Nebenflächen (aufgehobene Radwege) als auch die Fahrbahnen nutzen dürfen. Das Bezirksamt plant in diesen Straßen keine Umgestaltungs- und  Instandsetzungsarbeiten,   die  Wegeaufsicht  nimmt im Rahmen ihrer regelhaften Begehungen Mängel und Gefahrenstellen auf und veranlasst notwendige Maßnahmen im Rahmen der Unterhaltung.

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation antwortet wie folgt:

Es sind keine Maßnahmen geplant.

 

 

2. Sind Umgestaltungsmaßnahmen für eine verbesserte Verkehrsführung für Radfahrer sind entlang der Ruscheweyhstraße, der Hummelsbüttler Hauptstraße und des Hummelsbütteler Wegs geplant, z. B. Verlagerung des Radverkehrs auf die Straße durch Schaffung von Radfahrstreifen? Wenn ja, welche und wann? Wenn nein, warum nicht?

 

Das Bezirksamt antwortet wie folgt:

Siehe zu 1.

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation antwortet wie folgt:

Es sind keine Maßnahmen geplant. Die vorhandenen Radverkehrsanlagen in der Hummelsbüttler Hauptstraße weisen eine Breite von 0,8 m bis 1,6 m auf. Eine Ausnahme bildet die Engstelle in Höhe der Haltestelle Hummelsbüttler Hauptstraße stadtauswärts. Hier weist die Nebenfläche insgesamt 2,0 m Breite auf. Die Radverkehrsanlagen sind nicht benutzungspflichtig.

Um über mögliche Baumaßnahmen zu entscheiden, müssen die Gegebenheiten in der Hummelsbüttler Hauptstraße mit anderen Straßen, unter Berücksichtigung der begrenzten Mittel und Kapazitäten, verglichen werden.

 

Für die Hummelsbüttler Hauptstraße wurden folgende Kriterien betrachtet:

-              Verkehrssicherheit

-              Zustand der Verkehrsanlagen

-              Verkehrsaufkommen

-              Verlauf von Velorouten

 

Im Ergebnis wurde kein vordringlicher Handlungsbedarf festgestellt. In der Hummelsbüttler Hauptstraße gibt es bisher keine Unfallhäufungsstellen, der Zustand der Radverkehrsanlagen ist in einem relativ guten Zustand, die Fahrbahn wurde im Jahr 2010 erneuert und ist ebenfalls in einem guten Zustand und es verläuft keine Veloroute entlang der Hummelsbüttler Hauptstraße.

Eine Verbesserung der Radverkehrsanlagen insgesamt oder an der Engstelle ist nur mit größerem baulichem Eingriff in den Straßenraum möglich. Eine Ortsbesichtigung zeigte, dass die Situation an der Engstelle zwar nicht befriedigend ist, aber kein unmittelbares Handeln erfordert. Unter Berücksichtigung der begrenzten Mittel und Kapazitäten, können nach Erwägung der vorgenannten Kriterien, zum jetzigen Zeitpunkt keine Maßnahmen in Aussicht gestellt werden.

 

 

3. Ist für die unter 1. genannten Straßen geplant, für Fußgänger und Radfahrer getrennte Ampelschaltungen und Signalanlagen einzurichten? Wenn ja, wo? Wenn nein, warum nicht?

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation antwortet wie folgt:

Es sind keine Maßnahmen geplant. Eine Einrichtung von getrennten Schaltungen für den Fuß- und Radverkehr ohne besondere Veranlassung, die hier nicht vorliegt, findet in Hamburg nicht statt. Soweit Maßnahmen an Lichtsignalanlagen in anderem Zusammenhang (Umbau, Erneuerung, etc.) stattfinden, kann die Möglichkeit der getrennten Führung umgesetzt werden. Hierbei kommt es auf die Belange der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer unter Berücksichtigung der spezifischen Gegebenheiten der jeweiligen Maßnahme an.

 

 

4. Welche Maßnahmen sind für die unter 1. genannten Straßen geplant, um einen besseren Schutz für Radfahrer, z. B. gegen rechtsabbiegende Kraftfahrzeuge zu erreichen?

 

Das Bezirksamt antwortet wie folgt:

Siehe zu 1.

 

 

5. An der Hummelsbüttler Hauptstraße stadtauswärts von der Haltestelle der Buslinie 174 bis zur Einmündung in den Hummelsbütteler Weg existiert ein Engpass für Fußgänger und Radfahrer. Der genannte Bereich verfügt über keinen Radweg. Sind hier Maßnahmen geplant, den Engpass aufzuheben? Wenn ja, welche und wann? Wenn nein, warum nicht?

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation antwortet wie folgt:

Zu 4. bis 5.:

Es sind keine Maßnahmen geplant. Im Übrigen siehe Antwort zu 2.

 

 

6. Sind bessere Querungsmöglichkeiten abseits von vorhandenen Ampeln für Fußgänger und Radfahrer für die unter 1. genannten Straßen geplant? Wenn ja, welche und wann ist mit einer Realisierung zu rechnen? Wenn nein, warum nicht?

 

Das Bezirksamt antwortet wie folgt:

Siehe zu 1.

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation antwortet wie folgt:

Es sind keine Maßnahmen geplant. Eine Bewertung über neue einzurichtende Querungsanlagen  wurde nach den planerischen Rahmenbedingungen des technischen Regelwerks Empfehlungen für Fußgängerverkehrsanlagen (EFA 2002) der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) vorgenommen.

 

Im Ergebnis wurde festgestellt, dass der Aspekt der Verkehrssicherheit nicht zum Tragen kommt und keine hochfrequentierten Bereiche vorliegen. Weiterhin sind im Wesentlichen gute Querungsbedingungen vorhanden. Nur an zwei Stellen wird der Wert von ca. 200 m zum Erreichen der nächsten Querungsanlage geringfügig überschritten. So ergibt sich eine Entfernung in Höhe der Hausnummer 35 zur nächsten Lichtsignalanlage von ca. 230 m und in Höhe der Hausnummer 83 von ca. 260 m.

 

 

7. Bitte legen Sie uns die Unfallstatistik für die unter 1. genannten Straßen mit Beteiligung von Radfahrern der letzten 15 Jahre in anonymisierter Form bei.

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation antwortet wie folgt:

Siehe Anlage.

 

 

 


Anlage/n:

Verkehrsunfallzahlen 

Stammbaum:
20-0342   Radwege im Alstertal   Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Anfrage gem. § 27 BezVG
20-0342.1   Radwege im Alstertal   Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Antwort zu Anfragen