Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-0618  

 
 
Betreff: Bebauungsplanverfahren Poppenbüttel 40 - Strengesweg
- Zustimmung zur Feststellung
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Planungsausschuss
13.01.2015 
Sitzung des Planungsausschusses ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

1. Bisheriger Planungsverlauf / Anlass der Planaufstellung

Das Plangebiet umfasst insbesondere die Grundstücksflächen der Allgemeinen Deutschen Schiffszimmerer-Genossenschaft (ADSG) am Strengesweg, am Windröschenweg und an der Straße Heublink. Ebenfalls Teil des Plangebiets sind die überwiegend mit Einzelhäusern bebauten Grundstücke östlich des Goldröschenweges zwischen den Straßen Heublink und Windröschenweg.

 

Die Anfang der 1930er Jahre durch die ADSG errichtete Siedlung mit einer überwiegenden Doppelhaustypenbebauung auf ca. 1.000 m² großen Nutzungsparzellen, stellt bis heute im Erscheinungsbild ein Beispiel der „Backsteinstadt“ Hamburg dar, dem eine ortsbildprägende und städtebauliche Bedeutung zuzumessen ist. Gleichwohl hat die Genossenschaft auf den vorhandenen Sanierungsbedarf hingewiesen und bevorzugt mittel- bis langfristig einen Ersatz der vorhandenen Bebauung durch Neubauten. In den letzten Jahren wurde bereits die ursprüngliche Bestandsbebauung in einigen Fällen durch neue Einzel- und Doppelhäuser ergänzt bzw. ersetzt.

 

Im Zuge eines ersten Bebauungsplanverfahrens (Poppenbüttel 39/Hummelsbüttel 27) im Jahr 2000 wehrten sich Anwohner und weitere Interessierte gegen die Ihnen vorgestellten Konzepte einer Überplanung und baulichen Verdichtung der Strenge-Siedlung. In einem Bürgerentscheid im Jahr 2004 sprachen sich die Wandsbeker Bürger gegen den Abbruch, gegen die verdichtete Neubebauung der Strenge-Siedlung und für den Erlass einer Erhaltungsverordnung nach § 172 BauGB aus.

 

Nach Wiederaufnahme der Bebauungsplanung mit der Bezeichnung Poppenbüttel 40 äußerte sich bei einer Öffentlichen Plandiskussion im Juni 2006 ein Großteil der Teilnehmer ebenfalls gegen den vorgestellten Entwurf. Ein im Anschluss bis Mai 2008 mit dem Vorstand der ADSG, den Be­wohnervertretern der Strenge-Siedlung sowie den Vertrauensleuten des Bürgerbegehrens durch­geführtes Mediationsverfahren hat kein eindeutiges, von allen beteiligten Gruppen akzeptiertes Ergebnis erbracht. Ein von der ADSG erarbeiteter städtebaulicher Entwurf gilt dennoch seitdem als (nicht konsensuales) „Mediationsergebnis“.

 

Die Senatskommission für Stadtentwicklung und Wohnungsbau hatte am 19.06.2012 beschlossen, dass die Planung seitens des Bezirksamtes auf der Basis des sogenannten „Mediationsergebnisses“ fortgeführt werden soll. Der Ausschuss hat am 06.11.2012 mit der Drs. XIX-2844 daraufhin beschlossen, einen überarbeiteten Bebauungsvorschlag als Grundlage für das Bebauungsplanverfahren zu nehmen. Der Bebauungsvorschlag sieht u.a. entlang des Strengesweges für den Bereich zwischen bestehender Parkanlage (Wegeverbindung) und dem Windröschenweg keine Bebauung in zweiter Reihe vor.

 

2. Baugestalterische Festsetzungen

Durch den Bebauungsplan soll einerseits der bauliche Charakter der Strenge-Siedlung erhalten und andererseits eine maßvolle Nachverdichtung ermöglicht werden. Durch zusätzliche Bebauungsmöglichkeiten kann die Siedlung zukünftig an geeigneten Stellen ergänzt werden.

 

Gemäß des vom Ausschuss am 06.05.2014 beschlossenen Änderungsantrags (Drs. XIX-5382) werden für den Bereich der Strenge-Siedlung nunmehr keine Erhaltungsbereiche mehr vorgesehen.

 

Um das ortstypische Erscheinungsbild in der Strenge-Siedlung auch bei einer Neubebauung im Hinblick auf die vorhandene Baugestalt bewahren zu können, sieht der Bebauungsplan-Entwurf insbesondere für den Bereich der Strengesiedlung baugestalterische Festsetzung zu Fassadenmaterialen, Dachüberständen, Dachneigungen, Gauben, Fensterteilungen vor.

 

3. Planungsdaten

Neueinleitung des Bebauungsplanverfahrens durch den Planungsausschuss              16.10.2012

Öffentliche Plandiskussion               19.11.2012

Beschluss des Planungsausschusses über die Fortführung des Verfahrens              05.02.2013

Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange              21.03.2014

Beschluss durch den Planungsausschuss zur Öffentlichen Auslegung              16.09.2014

Öffentliche Auslegung              10.11.- 11.12.2014

 

4. Öffentliche Auslegung

Während der öffentlichen Auslegung sind keine Stellungnahmen eingegangen. Auf die Durchführung eines Arbeitskreises II (Behördenbeteiligung) wurde daher verzichtet.

 


Petitum/Beschluss:

 

Der Planungsausschuss wird gebeten,

              der Feststellung des Bebauungsplanentwurfs zuzustimmen und

              eine positive Beschlussempfehlung für die Bezirksversammlung zu geben.

 


Anlage/n:

Bebauungsplan-Entwurf Poppenbüttel 40 (Planzeichnung, Text, Begründung)

Stammbaum:
20-0618   Bebauungsplanverfahren Poppenbüttel 40 - Strengesweg - Zustimmung zur Feststellung   Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Beschlussvorlage
20-0618.1   Bebauungsplanverfahren Poppenbüttel 40 - Strengesweg - Zustimmung zur Feststellung   Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   Beschlussvorlage