Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-0400.2  

 
 
Betreff: Halbmarathon in Wandsbek
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antwort zu Anfragen
Verfasser:Philipp Hentschel, Claudia Folkers und Sandro KappeBezüglich:
20-0400
Federführend:Dezernat Steuerung und Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
29.01.2015 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek überwiesen   
Ausschuss für Soziales und Bildung
23.02.2015 
Sitzung des Ausschusses für Soziales und Bildung vertagt   
23.03.2015 
Sitzung des Ausschusses für Soziales und Bildung vertagt   
20.04.2015 
Sitzung des Ausschusses für Soziales und Bildung vertagt   
08.06.2015 
Sitzung des Ausschusses für Soziales und Bildung vertagt   
06.07.2015 
Sitzung des Ausschusses für Soziales und Bildung zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Soziales und Bildung
Ausschuss für Soziales und Bildung
Ausschuss für Soziales und Bildung

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Am Samstag, den 20. September 2014 fand der erste HEK Halbmarathon in Hamburg Wandsbek statt. Es war eine der wenigen sportlichen Großveranstaltungen, welche sich nicht zentral auf die innerstädtischen Bereiche beschränkte.

Für die von der Marathon Hamburg Veranstaltung GmbH ausgerichtete Sportveranstaltung wurden rund 2000 Starterinnen und Starter erwartet. Der HEK Halbmarathon wird bei einer Minderdeckung der Gesamtausgaben durch den Bezirk mit bis zu 45.405 € finanziell unterstützt.

 

Vor diesem Hintergrund bitten wir die zuständige Fachbehörde, die im Folgenden aufgeführten Fragen zu beantworten:

Das Bezirksamt antwortet wie folgt:

Die Polizei antwortet zu Frage 3 wie folgt:

Die Behörde für Inneres und Sport antwortet zu Frage 1.3 wie folgt:

  1. Liegt dem Bezirk eine exakte Abrechnung der Veranstaltung durch die Marathon Hamburg Veranstaltung GmbH vor?

1.1.  Wenn ja: Wie hoch waren die Gesamtausgaben?

1.2.  Gibt es Abweichungen zur Kalkulation, welche dem Bezirksamt anlässlich des Sondermittelantrages vorliegt (bitte die einzelnen Posten benennen und beziffern)?

1.3.  Sind zusätzliche Kosten entstanden, wie z.B. für den Einsatz von Polizei und Rettungsdienst, die dem Veranstalter in Rechnung gestellt wurden und welche nicht kalkuliert waren (bitte die einzelnen Ausgaben benennen und beziffern)?

 

Die Behörde für Inneres und Sport antwortet wie folgt:

Bei der Polizei sind durch den Einsatz von 60 Beamten zur Durchführung der Veranstaltung insgesamt 480 zusätzliche Personalstunden entstanden. Multipliziert man diese Stundenzahl mit dem aktuellen Gebührensatz der Gebührenordnung für Maßnahmen auf dem Gebiet der öffentlichen Sicherheit und Ordnung von 49 € pro angefangene Stunde, ergeben sich für den Polizeieinsatz zum Halbmarathon in Wandsbek Kosten in Höhe von 23.520 €, die dem Veranstalter jedoch nicht in Rechnung gestellt werden können, sondern aus den für die Wahrnehmung der polizeilichen Aufgaben im Haushalt zur Verfügung stehenden Finanzmittel gedeckt werden müssen (vgl. Antwort des Senats zur Schriftlichen Kleinen Anfrage Drs. 20/13447).

Aufgrund der diesjährigen Erfahrungen wird bei einem gleichartigen Veranstaltungskonzept in 2015 der Personalmehrbedarf für zusätzlich erforderliche Verkehrsmaßnahmen bei etwa 20 Bediensteten liegen, so dass die Personalkosten der Polizei für den Einsatz von 80 Beamten bzw. 640 Personalstunden dann auf über 30.000 € ansteigen werden.

Um unabhängig von einer Überarbeitung des Verkehrskonzeptes die diesjährigen, im Hinblick auf die vergleichsweise geringe Größe der Veranstaltung unverhältnismäßig großen Auswirkungen auf den Straßenverkehr und den Busbetrieb in Wandsbek, sowie die Kosten für die notwendige Absperrmaßnahmen und den erforderlichen Personaleinsatz zu reduzieren, ist aus Sicht der Behörde für Inneres und Sport eingehend zu prüfen, ob

              die Durchführung des Halbmarathons in Wandsbek – wie der Hansemarathon – an einem (regelmäßig verkehrsschwachen) Sonntagvormittag erfolgen kann

oder alternativ

              eine Verlegung des Start-Ziel-Bereichs von der Wandsbeker Marktstraße (B 75) auf die großräumige Wochenmarktfläche auf der Nordseite des Quarrees oder auf die Schloßstraße zwischen Claudiusstraße und Am Alten Posthaus (Bezirksamt) möglich ist, um eine Vollsperrung der Wandsbeker Marktstraße (B 75) und die damit einhergehenden erheblichen verkehrlichen Auswirkungen in Wandsbek über den gesamten Veranstaltungszeitraum zu vermeiden.

 

1.4.  Wie hoch waren die Gesamteinnahmen für die Veranstaltung? Aufgeschlüsselt nach:

1.4.1.     Einnahmen aus Startgebühren

1.4.2.     Einnahmen von Sponsoren

1.4.3.     Einnahmen sonstiger Art (bitte einzeln benennen)

 

Zu 1. – 1.4.3:

Für die Einreichung des Verwendungsnachweises wurde eine Frist bis zum 31.12.2014 gesetzt. Dieser liegt noch nicht vor.

 

1.5.  Können Sondermittel zurückgefordert werden?

1.5.1.     Wenn ja, wieviel?

1.5.2.     Wenn nein, gibt es eine über die Sondermittel hinausgehende Fehlbedarfsfinanzierung seitens des Bezirks Wandsbek? Wenn ja, in welcher Höhe?

1.5.3.     Wenn nein, ab wann ist mit dieser zu rechnen?

 

Zu 1.5  – 1.5.3 :

Die Zuwendung wurde als Fehlbedarfsfinanzierung gewährt. Nicht verbrauchte Mittel werden ggf. zurück gefordert. Siehe im Übrigen zu 1.

 

  1. Wie viele Teilnehmer hatten sich angemeldet?

Hierzu liegen dem Bezirksamt bisher keine Zahlen des Veranstalters vor, sie im Übrigen

zu 1.

  1. Wie war die Resonanz seitens der Bürgerinnen und Bürger? Gab es Beschwerden bezüglich der Straßensperrungen und Busumleitungen?

Das Bezirksamt antwortet wie folgt:

Die Bürgerinnen  und Bürger haben die Veranstaltung an der Strecke positiv begleitet. In der Einsatzzentrale der Polizei war am dortigen Infotelefon am Abend der Veranstaltung nach Kenntnis des Bezirksamtes durch Veranstalter und Polizei kein nennenswertes Beschwerdeaufkommen.

Die Straßensperren haben mit zeitlicher Dauer der Veranstaltung zu Unmut von im Stau stehenden Kraftfahrern geführt.

Die Kunden der Hochbahn äußerten sich nach Mitteilung des Vertreters der Hochbahn in einem Termin im Bezirksamt am 29.10. verärgert über die fehlenden Informationen über die Verspätungen der Busse.

 

Der Veranstalter und die Polizei haben dies zum Anlass genommen, die nächste Veranstaltung wegen des dann geringeren Verkehrsaufkommens auf einen Sonntagabend zu legen.

 

3.1.  Wenn ja, wie viele Beschwerden und welcher Art sind eingegangen?

Die Polizei antwortet wie folgt:

Ja, zahlreiche Verkehrsteilnehmer äußerten ihren Unmut direkt mündlich an den Sperrstellen; ihre Anzahl wurde nicht festgehalten. Ein Beschwerdeführer wandte sich mit einer E-Mail-Nachricht an die BIS. Diese hatte vornehmlich die Veranstaltungszeit an einem Samstagabend und die aus seiner Sicht unzureichenden Verkehrshinweise zum Inhalt.

Die HHA war in die Vorbereitung eingebunden, sodass keine Defizite in ihrer Aufgabenwahrnehmung entstanden.

 

3.2.  Gibt es eine Einschätzung der Polizei bezüglich ihrer Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Veranstaltung?

Die Polizei antwortet wie folgt:

Im Vorwege wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um die Verkehrsteilnehmer zu informieren. Diese waren im Einzelnen

-          Wiederholte Veranstaltungsankündigungen in der lokalen Presse (u.a. Wochenblattbeilage),

-          Veranstaltungsankündigungen in einschlägigen Zeitungen (Bild Hamburg, Hamburger Morgenpost, Hamburger Abendblatt),

-          Postalische Information der Anwohner mit Flyern entlang der Laufstrecke durch den Veranstalter,

-          Frühzeitige Kennzeichnung der Laufstrecke entlang der betroffenen Straßen durch Hinweisschilder,

-          Großräumige Aufstellung von Hinweistafeln rund um den gesamten Streckenverlauf bereits eine Woche vor der Veranstaltung,

-          Vorsorgliche Verkehrsmeldung an die Verkehrsleitzentrale,

-          Veranlassung von Verkehrsdurchsagen am Veranstaltungstag,

-          Aufstellen von Hinweistafeln zur Erreichung von Stadtteilen im Nahbereich von Start und Ziel

-          Einrichten eins Bürgerinformationstelefons am Veranstaltungstag

Nach hiesiger Ansicht bestehen in diesem Punkt kaum Optimierungspotenziale.

Die Polizei setzte am Veranstaltungstag 60 Beamte vornehmlich als Verkehrsposten ein. Die Absperrmaßnahmen führten bei dem anfallenden Verkehrsaufkommen zu erheblichen Staubildungen entlang der Strecke. Diese konnten im Verlauf der Veranstaltung bei allem Bemühen der Einsatzkräfte nicht aufgelöst werden. Vor diesem Hintergrund hat sich die Polizei dafür eingesetzt, eine ggf. weitere Veranstaltung an einem Tag mit erwartetem geringerem Verkehrsaufkommen - also einem Sonntag - durchzuführen.

Aufbauend auf die Erfahrungen der ersten Veranstaltung wird die Polizei zudem das Verkehrskonzept überarbeiten. Künftig wird dann sowohl mit einem größeren Einsatz von Absperrmaterial zu Lasten des Veranstalters als auch mit einem höheren Kräfteansatz der Polizei zu rechnen sein.

 

  1. Gibt es seitens des HLV eine Rückmeldung zu der Veranstaltung?

4.1.  Wenn ja, wie lautet diese?

4.2.  Wenn nein, erfragt das Bezirksamt die Einschätzung des Fachverbandes?

Zu 4.,  4.2 und 5.:

Nein, da es sich um eine Veranstaltung eines kommerziellen Veranstalters handelt.

 

  1. Gibt es seitens des Bezirksamtes bereits Planungen einer Fortführung der Veranstaltung im Jahre 2015?

Wenn ja, wie weit sind diese Planungen fortgeschritten (Terminierung, Angebotsanfragen, Streckenplanungen etc.)?

Der Veranstalter hat mitgeteilt, dass am 20.09.2015 der 2. Wandsbeker Halbmarathon stattfinden soll. Die Streckenführung soll identisch bleiben.

 

 


Anlage/n:

keine Anlage/n        

Stammbaum:
20-0400   Halbmarathon in Wandsbek   Dezernat Steuerung und Service   Anfrage gem. § 27 BezVG
20-0400.1   Halbmarathon in Wandsbek   Dezernat Steuerung und Service   Antwort zu Anfragen
20-0400.2   Halbmarathon in Wandsbek   Dezernat Steuerung und Service   Antwort zu Anfragen