Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-0817  

 
 
Betreff: Errichtung von Umlaufsperren am Zebrastreifen Halenreie/Farmsener Landstraße
Beschluss der Bezirksversammlung vom 13.11.2014 (Drs. 20-0390.1)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
26.02.2015 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek überwiesen   
Regionalausschuss Walddörfer
26.03.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Walddörfer zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Folgender Beschluss wurde gefasst:

Die zuständigen Stellen werden aufgefordert zu prüfen, ob zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer die Errichtung von Umlaufsperren (Hammelsprung) rechts- und linksseitig des Zebrastreifens oder andere Maßnahmen möglich sind und diese durchzuführen.

 

Unter Beteiligung der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde des Polizeikommissariats (PK) 35 und nach Auswertung der Verkehrsunfalldaten vom 01.01.2012 bis 30.11.2014 nimmt die zentrale Straßenverkehrsbehörde wie folgt Stellung:

 

Vorbemerkung

Der in Rede stehende Kreisverkehr in der Farmsener Landstraße/Halenreie hat drei Zubringer. Die täglich zu bewältigende Verkehrsmenge liegt bei über 17.000 Fahrzeugen.

Alle drei Zubringer sind gemäß den Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgänger-überwegen (R-FGÜ 2001) und die Ausgestaltung von Kreisverkehrsplätzen mit Fußgängerüber-wegen (FGÜ) ausgestattet und den Vorgaben entsprechend beschildert.

 

Aktuelle Verkehrssituation

Der FGÜ am Zubringer Farmsener Landstraße West wird von allen drei am wenigsten frequentiert.

Der FGÜ in der Farmsener Landstraße Ost teilt sich den Fußgängerverkehr mit der 35 Meter weiter östlich liegenden Querungshilfe, die hauptsächlich an Markttagen von Kunden des P+R-Hauses genutzt wird.

Der am häufigsten genutzte FGÜ ist der am Zubringer Halenreie. Dieser befindet sich in einer Flucht mit dem Ausgang des Bahnhofes. Dies wird durch die Art der Gehwegpflasterung optisch noch unterstrichen.

Radwege sind an dem Knoten nicht vorhanden, Radfahrer müssen deshalb die Fahrbahn benutzen. Der Vorplatz des U- Bahnhofes Volksdorf ist zum Befahren mit Fahrrädern nicht frei gegeben; er gilt rechtlich als Gehweg, Fahrräder müssen dort geschoben werden.

 

Auswertung der Verkehrsunfalldaten

Im Auswertungszeitraum vom 01.01.2012 bis 30.11.2014 ereigneten sich im Nahbereich des Bahnhofsvorplatzes sechs Verkehrsunfälle (VU). VU mit Fußgängerbeteiligung waren erfreulicherweise nicht zu beklagen. Im Mai 2012 waren aber in zwei Fällen Radfahrer beteiligt.

Beide Fahrradunfälle ereigneten sich auf dem FGÜ Halenreie. In beiden Fällen befuhren die Radfahrer den FGÜ und wurden von einbiegenden Kfz- Führern übersehen.

Radfahrer, die einen FGÜ befahren, verlieren im Gegensatz zu Fußgängern dort ihren Vorrang.

Darüber hinaus sind am PK 35 keine Hinweise zu Gefahren bei der Querung der FGÜ an dem Kreisverkehr bekannt.

 

Fazit

Eine Umlaufsperre ist keine Verkehrseinrichtung gem. § 43 StVO und kann deshalb von der Straßenverkehrsbehörde nicht angeordnet werden.

Allein die Errichtung von Umlaufsperren kann ein sofortiges Betreten/ Befahren der FGÜ nicht verhindern. Wenn Fußgänger, die den Bahnhofsvorplatz verlassen wollen, gesichert auf die FGÜ geführt werden sollen, wäre zusätzlich zu den Umlaufsperren die Errichtung von Fußgängerschutzgittern entlang der Fahrbahnränder Halenreie und Farmsener Landstraße erforderlich. Anderenfalls bestünde die Gefahr des „Umgehens“ der Umlaufsperren.

Zudem würden Umlaufsperren und Fußgängerschutzgitter das Befahren des Vorplatzes für Rettungsdienste unnötig erschweren. Auch würde der optische Gesamteindruck des Platzes nachhaltig beeinträchtigt werden.

 

Die Straßenverkehrsbehörde spricht sich deshalb gegen das Errichten von Umlaufsperren aus.

Sollte das Bezirksamt eine bauliche Umgestaltung durchführen wollen, wird sich das PK 35 diesem nicht widersetzen.

 


Petitum/Beschluss:

Die Bezirksversammlung nimmt Kenntnis.

 


Anlage/n:

keine Anlage/n