Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-0937  

 
 
Betreff: Alle Pachtflächen des Gartenbauvereins Hinsch-Grund als Dauerkleingartengelände ausweisen
Antrag der CDU-Fraktion
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Verfasser:Sandro Kappe (CDU-Fraktion)
Philipp Hentschel (CDU-Fraktion)
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt Beteiligt:Fachamt Management des öffentlichen Raumes
    Dezernat Steuerung und Service
Beratungsfolge:
Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne
26.03.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne überwiesen   
Planungsausschuss
14.04.2015 
Sitzung des Planungsausschusses überwiesen   
Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne
23.04.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne zurückgezogen / erledigt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

        Der Planungsausschuss hat diese Drs. in seiner Sitzung am 14.04.2015 beraten und einstimmig mit folgendem Hinweis an den Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne rücküberwiesen:

 

Der Planungsausschuss sieht keinen Handlungsbedarf, da die in Frage kommende Fläche bereits durch einen Bebauungsplan überplant ist, der eine Bebauung nur nach Änderung des Bebauungsplanes möglich macht, und bittet den Regionalausschuss um entsprechende Kenntnisnahme.

 

 

Seit 1933 existiert der Gartenbauverein Hinsch-Grund mit Lage an beiden Ufern der Seebek. 180 begehrte Parzellen nebst Vereinsheim sorgen Tag für Tag für Ruhe, Erholung, Filterung der Luft, einen schönen Anblick und Lebensraum für zahlreiche Tiere.

 

Nicht nur die Mitglieder des GBV Hinsch-Grund und deren Familien sowie Freunde erfreuen sich an der "grünen Lunge" Steilshoops. Auch zahlreiche Anwohner/innen nutzen das Gelände zum Joggen, Spazieren, Radfahren und Luft holen abseits betonierter Flächen.

 

Die Kleingärtner/innen schaffen durch ihre Arbeit Werte, die in Großstädten oft vermisst werden. So bauen sie Gemüse und Obst an und vermitteln dem Nachwuchs die Aufzucht und den Umgang mit Lebensmitteln. Der Entfremdung von der Natur wird so aktiv entgegengesteuert. Zudem wird Gartenarbeit als entspannend, kommunikationsfördernd und sinnvoll erachtet. Kleingärten werden in urbanen Zusammenhängen als letzte Oasen wahrgenommen. Der soziale Zusammenhalt wird durch regelmäßige Veranstaltungen unterstützt, was insbesondere für ältere Mitbürger/innen von Bedeutung ist.

 

Im GBV Hinsch-Grund wird von den Mitgliedern größtenteils auf Pflanzenschutzmittel verzichtet. Schreddern und Kompostieren von Gartenabfällen und Küchenabfällen sorgt immer wieder für neuen fruchtbaren Boden. Dadurch und durch andere Maßnahmen wird dem Umweltschutzgedanken ganz selbstverständlich Rechnung getragen.

 

In der 82-jährigen Geschichte der Kleingartenanlage wurden bis 1969 ganze 90 Parzellen mehr gezählt als heute vorhanden sind. Flächen wurden u. a. für das Rückhaltebecken der Seebek benötigt sowie für Straßen- und Wohnungsbau umgewandelt.

 

Die Befürchtungen des Vereins sowie von Anwohnern/-innen sind nun groß, dass weitere Parzellen z. B. der Errichtung neuer Wohnhäuser zum Opfer fallen. Da nicht alle Flächen als Dauerkleingartengelände ausgewiesen sind, sind die Befürchtungen nachvollziehbar.

 


Petitum/Beschluss:

Vor diesem Hintergrund wird die Bezirksversammlung gebeten, folgenden Beschluss zu fassen:

 

Alle Pachtflächen des Gartenbauvereins Hinsch-Grund sind als Dauerkleingartengelände auszuweisen.

 


Anlage/n:

keine Anlage/n