Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-1081  

 
 
Betreff: Förderung des freiwilligen Engagements
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Soziales und Bildung
20.04.2015 
Sitzung des Ausschusses für Soziales und Bildung geändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Die BASFI hat für die Anschubfinanzierung einer zusätzlichen quartiersbezogenen zivilgesellschaftlichen Flankierung der Flüchtlingsunterkünfte in Stadtteilen mit einer besonders hohen Konzentration von Flüchtlingen einmalig 400 Td€ für 2015 bereit gestellt. Davon entfallen 71.400 € auf den Bezirk Wandsbek.

Die BASFI hat die Mittel mit u.a. folgenden Rahmenbedingungen an die Bezirksämter  übertragen:

 

-          Inhaltlich dienen die Mittel

einer Anschubfinanzierung

in Quartieren

unterkunftsbezogen, d.h. dort, wo neue Unterkünfte für die öffentliche Unterbringung entstehen

einer Vernetzung mit anderen Netzwerken.

 

-          Personalkosten sollen auf Basis von Honorarmitteln finanziert werden. Sofern Bezirke selbst Stellen einsetzen wollen, können diese allenfalls anteilig und befristet aus den zur Verfügung gestellten Mitteln finanziert werden. Raummieten können beispielsweise für Veranstaltungen übernommen werden

 

Konkretisierung der Vergabekriterien:

 

Die Bezirksversammlung Wandsbek hat am 9. April 2015 mit der Drs. „Wandsbek ist solidarisch“ (20-1021) u.a. beschlossen, dass transparente Vergabekriterien zur Vergabe der Mittel dem Ausschuss für Soziales und Bildung zur Beschlussfassung vorgelegt werden sollen.

 

Die Verwaltung stellt folgende Kriterien zur Diskussion und regt an, einen Platzhalter zu setzen für zukünftige Erkenntnisse aus der Diskussion über ehrenamtliche Unterstützung und daraus erwachsende Kriterien:

 

Die Mittel werden insbesondere für Projekte und Angebote eingesetzt, die nachfolgende Anforderungen erfüllen. Die Projekte sind

 

-          unterkunftsbezogen, d.h. sie werden in der WUK oder im zugehörigen Sozialraum angeboten und

-          netzwerkorientiert, d.h. sie werden von z.B. Unterstützergruppen oder Vereinen erbracht, die bereit und in der Lage sind, sich mit ihrem Angebot mit anderen Einrichtungen und ehrenamtlichen Unterstützern im Sozialraum abzustimmen und in einem lokalen und ggf. bezirksweiten Netzwerk mitzuarbeiten,

-          bedarfsbezogen, d.h. sie gehen auf die Bedürfnisse der jeweiligen WUK und der dortigen Flüchtlinge ein,

-          niedrigschwellig, d.h. es sind möglichst keine oder nur geringe Zugangsvoraussetzungen zur Teilnahme durch Flüchtlinge damit verbunden (z.B. Sprachbarrieren, religiöse oder kulturell bedingte  Einschränkungen sollen vermieden werden),

-          schnell wirksam, d.h. die Maßnahme kann ohne langfristige Vorarbeiten oder Schaffung besonderer Voraussetzungen umgesetzt werden,

-          in ihren Kostenstrukturen typisch für eine ehrenamtlichen Aufgabenwahrnehmung, d.h. es sollen grundsätzlich keine bestehenden Angebote und keine kommerziellen Angebote gefördert werden, und es erfolgt keine Vollfinanzierung, sondern eine angemessene Aufwandsentschädigung für das bürgerschaftliche Engagement (z.B. angemessene Honorierung, Kursleiterentgelte aber keine Teilnahme- oder Kursgebühren),

-          „Platzhalter“.

 


Petitum/Beschluss:

Der Ausschuss wird um Beschlussfassung gebeten.

 

 


Anlage/n:

keine Anlage/n

Stammbaum:
20-1081   Förderung des freiwilligen Engagements   Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   Beschlussvorlage
20-1081.1   Förderung des freiwilligen Engagements Beschlussvorlage des Ausschusses für Soziales und Bildung   Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   Beschlussvorlage