Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-1370  

 
 
Betreff: Instandsetzung des Denkmals Anny-Tollens-Weg
Interfraktioneller Antrag der Fraktionen SPD und Die Grünen
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt Beteiligt:Dezernat Steuerung und Service
    Fachamt Management des öffentlichen Raumes
Beratungsfolge:
Regionalausschuss Rahlstedt
01.07.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Rahlstedt zurückgezogen / erledigt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Der Zustand des Denkmals am Anny-Tollens-Weg, welches an die im ersten Weltkrieg gefallenen Bürger Alt-Rahlstedts erinnert, war Gegenstand eines Antrages in der Sitzung des Regionalausschusses am 16.10.2013 (s. Anlage 1). Wegen bestehender Unfallgefahr wurden Sicherungsmaßnahmen und die Restaurierung des Denkmals beantragt. Auf Anregung von SPD und Grünen sollte die endgültige Restaurierung aber nur bei gleichzeitiger, korrigierender Kommentierung des Denkmals erfolgen, da die Inschrift „Den im Weltkriege 1914 1918 gefallenen Helden...“ nur eine verzerrte Sicht auf die Opfer des Krieges darstellt (s. Anlage 2). Der Antrag wurde daher dahingehend geändert, zunächst nur die notwendigen Sicherungsmaßnahmen durchzuführen, die Unfallgefahr zu beseitigen und den weiteren Verfall zu stoppen. Mit diesem geänderten Petitum wurde der Antrag einstimmig angenommen. 

 

Zwischenzeitlich sind keine Maßnahmen zur Erhaltung vorgenommen worden und der Zustand des Denkmals hat sich weiter verschlechtert. Da sich auch häufig Kleinkinder des in unmittelbarerhe befindlichen Kindergartens dort aufhalten, besteht wegen der Unfallgefahr dringender Handlungsbedarf.

 


Petitum/Beschluss:

Der Regionalausschuss möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird gebeten, kurzfristig darüber Auskunft zu geben, wann mit den Sicherungsmaßnahmen oder mit einer Komplettsanierung - unter Umständen aus privaten Mitteln - am Denkmal Anny-Tollens-Weg begonnen wird.

 

Unabhängig von der Finanzierung möge das Bezirksamt sicherstellen, dass am Denkmal ergänzend eine relativierende Texttafel angebracht wird.

Als Inschrift einer solchen Tafel wird vorgeschlagen:

 

Zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Das Denkmal wurde nach dem ersten Weltkrieg als Ehrenmal für die Gefallenen errichtet. Die Inschriften und Reliefs sind Ausdruck des damaligen nationalistischen Zeitgeistes. Die Toten mahnen uns Lebende an Frieden und Versöhnung.“

 

Das Bezirksamt möge darüber hinaus durch Presseveröffentlichungen auf die Zusatztafel aufmerksam machen.

 


Anlage/n:

Vier Anlagen:              Antrag Drucksachen-Nr.XiX-4500

                            Auszug aus Niederschrift 2013/037  Sitzung des Regionalausschusses Rahlstedt

                            Foto

                            Textauszug a.d. Stadtteilkonferenz Meiendorf