Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-1657  

 
 
Betreff: Barrierefreie Kreuzung des Wandse-Wanderwegs und des Rings 2 mittels einer Unterführung
Beschluss der Bezirksversammlung vom 11.06.2015 (Drs. 1259.1)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
17.09.2015 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek überwiesen   
Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek
07.10.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Kerngebiet Wandsbek zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Folgender Beschluss wurde gefasst:

  1. Die zuständige Fachbehörde wird aufgefordert, eine barrierefreie Kreuzung des Wandse-Wanderwegs und des Rings 2 mittels einer Untertunnelung hinsichtlich auf technische Machbarkeit, Kosten und zeitliche Realisierung zu überprüfen.
  2. Dem Regionalausschuss Kerngebiet ist Bericht zu erstatten.

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) nimmt teilweise auf der Grundlage von Auskünften der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) sowie des Bezirksamtes Wandsbek wie folgt Stellung:

 

Aus dem bisherigen Schriftverkehr, den vorhandenen Unterlagen und Einschätzungen zu der Maßnahme ergibt sich, dass die technische Machbarkeit mit einem sehr großen Aufwand verbunden ist. In dem Fußgängertunnel unter der Wandsbeker Allee ist der Notausgang der darunterliegenden U-Bahnlinie U1 integriert. Aus diesem Sachverhalt stellen sich besondere Anforderungen an die Dichtigkeit der Gesamtanlage. Bedingt durch den möglichen Hochwasserstand der Wandse und die Sicherung des Notausgangs würden sich aufwendige Spundwandkonstruktionen ergeben, die für die Wegeführung erforderlich werden würden. Lange Rampen wären zu errichten, die zum einen den Wanderweg über das Hochwasserniveau in den Tunnel führen und weiterhin den Weg an die Wandsbeker Alle anbinden. Es sind hierbei die Belange der Behindertenverbände zu berücksichtigen, die nicht nur die Rampensteigung sondern auch weitere bauliche Einrichtungen, z.B. geeignete Flächenbefestigungen, taktile Elemente, Handläufe usw. vorsehen müssten.

 

Der Tunnelquerschnitt insbesondere die lichte Höhe von 2,37 m ist als Radwegverbindung nur eingeschränkt geeignet. Eine bauliche Veränderung, um die Voraussetzungen hierfür zu erfüllen, schließt sich aus den vorhandenen Randbedingungen der direkt darunter liegenden U-Bahn-Trasse sowie der darüber führenden Wandsbeker Allee nahezu aus.

Der Wandse-Wanderweg wechselt in Höhe der Wandsbeker Allee die Gewässerseite, daher wird zusätzlich der Neubau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke erforderlich. Die Lage der Brücke, die im Bebauungsplan-Entwurf Wandsbek 80 vorgesehen ist, muss sich an den Rampenlängen orientieren. Zur genauen Bestimmung der Lage ist ein Entwurf der Rampen erforderlich, der alle Zwangspunkte mit den vorhandenen Höhen berücksichtigt.

 

Die BUE unterstützt den Antrag der Bezirksversammlung und sieht insbesondere die Durchgängigkeit des Fuß- und Radverkehrs als sehr wichtig an. Weiterhin weist die BUE auf den Erholungswert des Grünzugs und seiner intensiven Nutzung hin.

 

Seitens des Fachamtes des Bezirksamts Wandsbek wird auf die gestalterischen Anforderungen an die erforderlichen Spundwände hingewiesen, die hier Berücksichtigung bei der Einbindung in den Wandse-Grünzug finden sollen.

 

Der Wunsch des Bezirks zur barrierefreien Anbindung des Wanderweges ist seitens der BWVI durchaus nachvollziehbar und wird auch vom Grunde her als sinnvoll angesehen. Die technisch schwierigen Randbedingungen und die Gestaltung wirken sich jedoch erheblich auf die Gesamtkosten der Maßnahme aus.

Zurzeit sind leider weder die Personalkapazitäten noch die Finanzmittel bei der BWVI für eine Umsetzung der Maßnahme vorhanden.

 


Petitum/Beschluss:

Die Bezirksversammlung nimmt Kenntnis.

 


Anlage/n:

keine Anlage/n