Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-1658  

 
 
Betreff: Regelhafte Finanzierung des StoP-Projektes (Stadtteile ohne Partnergewalt) in Steils-hoop erarbeiten
Beschluss der Bezirksversammlung vom 11.06.2015 (Drs. 20-1306)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
17.09.2015 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek überwiesen   
Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne
08.10.2015 
Sitzung des Regionalausschusses Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Soziales und Bildung
12.10.2015 
Sitzung des Ausschusses für Soziales und Bildung vertagt     
16.11.2015 
Sitzung des Ausschusses für Soziales und Bildung zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Soziales und Bildung

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Folgender Beschluss wurde gefasst:

Die zuständige Fachbehörde wird gebeten, eine Regelfinanzierung des StoP-Projektes in Steilshoop zu erarbeiten. Hierfür möge die Verwaltung in enger Kooperation mit den Projektmitarbeiterinnen und den Projektmitarbeitern die Größenordnung der für die Verstetigung benötigten Ressourcen ermitteln und bereitstellen, um die Implementierung des Programms in mindestens vorhandener Form zu gewährleisten. Dabei sollte sichergestellt sein, dass die fachliche Bedarfsermittlung der vor Ort Tätigen mit einfließt und auf die von ihnen bereits ermittelten Bedarfe aufbaut. Dem Ausschuss für Soziales und Bildung möge regelmäßig über den Entwicklungsstand berichtet werden.

 

Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) nimmt wie folgt Stellung:

 

Das Projekt in Steilshoop wurde im Zuwendungszeitraum 15.07.2010 bis 15.07.2012 in Höhe von 38.000 € von der BASFI mitgefördert. Um die Nachhaltigkeit im Sinne der Nutzbarmachung der Projektergebnisse für andere Hamburger Stadtteile zu sichern hat BASFI für ein weiteres Projektjahr 2012/2013 die Entwicklung und Erprobung einer systematischen Fortbildung zum StoP-Ansatz sowie einer Implementierungsstrategie in Höhe von 20 Tsd. Euro gefördert. Zuwendungsempfängerin war die Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW).

 

Gewalt in Partnerschaften ist ein weiterhin ungelöstes gesellschaftliches Problem. Der Hamburger Senat unternimmt seit Jahren erhebliche Anstrengungen, um Opfer von häuslicher Gewalt zu unterstützen, indem professionelle Unterstützungsstrukturen und Schutzeinrichtungen mit dem Ziel gefördert werden, die Situation der – meist – betroffenen Frauen zu verändern.

Das in Steilshoop erprobte Konzept, welches Gewaltprävention und Gemeinwesenarbeit verbindet, wird fachlich von der BASFI deshalb nach wie vor befürwortet. Die Zielsetzungen des Modellprojektes wurden in Steilshoop erfolgreich, wirksam und nachhaltig umgesetzt.

Das daraus gewonnene Wissen für eine gelingende Kombination aus Gewaltschutzarbeit mit einer nachbarschaftsbezogenen Gemeinwesenaktivierung hat einen erheblichen Mehrwert für die Implementierung dieses Konzeptes überregional in anderen Nachbarschaften/Sozialräumen in Hamburg. Das Fortbildungskonzept sowie die Implementierungsstrategie haben dazu geführt, dass in Hamburg Horn ein weiteres Stop- Projekt implementiert werden konnte.

Eine Regelfinanzierung des StoP-Projektes in Steilshoop sowie in Horn durch die BASFI ist mangels vorhandener zusätzlicher Haushaltsmittel nicht denkbar.

Gleichwohl strebt die BASFI an – mit der Projektleitung der HAW sowie mit Vertretern aus den Bezirksämtern Wandsbek und Mitte in einem Gespräch im Herbst 2015 gemeinsam nach Lösungen zu suchen, um beide Projekte möglichst aufrechtzuerhalten und auch für weitere Stadtteile nutzbar zu machen. 

 


Petitum/Beschluss:

Die Bezirksversammlung nimmt Kenntnis.

 


Anlage/n:

keine Anlage/n