Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-1888  

 
 
Betreff: Rahmenzuweisung "Bezirkliche Seniorenarbeit"
- Festsetzung der Pauschalen für die Seniorentreffs und Seniorengruppen im
Bezirk Wandsbek für 2016
- Förderung einmaliger Gemeinschaftsangebote in der Seniorenarbeit für 2016
Status:öffentlichDrucksache-Art:Beschlussvorlage
Federführend:Interner Service Beteiligt:Fachamt Sozialraummanagement
Beratungsfolge:
Ausschuss für Soziales und Bildung
16.11.2015 
Sitzung des Ausschusses für Soziales und Bildung ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

 

  1. Sachverhalt
     

1.1.             Ausgangslage

Gem. Drs. 2009/01308 sind im Rahmen der bezirklichen Verantwortung für die kleinräumige Planung und Förderung von dezentralen Angeboten der Seniorenarbeit die Förderhöhen für die Seniorentreffs und Seniorengruppen jährlich neu festzulegen.

 

In Wandsbek gibt es in 2015 insgesamt 17 Seniorentreffs und 12 Seniorengruppen, die öffentlich gefördert werden.

Darüber hinaus werden jährlich wiederkehrende Zuwendungen für einmalige Gemeinschaftsangebote für Seniorinnen und Senioren gewährt.

 

1.2.             Finanzvolumen 2016

Für das Haushaltsjahr 2016 stehen insgesamt € 581.000 aus der Rahmenzuweisung „Seniorenarbeit“ für die bezirkliche offene Seniorenarbeit zur Verfügung (Doppelhaushalt 2015/2016).

Aus der Rahmenzuweisung sind, neben den Pauschalen und Bewirtschaftungskosten der Seniorentreffs und Seniorengruppen und der Zuschüsse für die einmaligen Gemeinschaftsangebote, die Fachausgaben des Bezirkssenioren-Beirates und der Gesundheits- und Pflegekonferenz sowie alle weiteren Fachausgaben, die im Aufgabenfeld der kleinräumigen Seniorenarbeit entstehen können, zu leisten.

(siehe Anlage 1)

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Vorschlag der Verwaltung

 

2.1               Wandsbeker Gesundheits- und Pflegekonferenz

Bislang konnten Haushaltsmittel aus der Rahmenzuweisung in Höhe von € 1.000 pro Jahr für die Durchführung von Projekten und medienwirksamen Veranstaltungen der Wandsbeker Gesundheits- und Pflegekonferenz und des damit eng thematisch verbundenen bezirklichen Forums „Generationenfreundliches Wandsbek“ zur Verfügung gestellt werden.

 

Seit 2014 wird unter dem Dach des Forums „Generationenfreundliches Wandsbek“ die Wandsbeker Heimtour durchgeführt, die Seniorinnen und Senioren und weiteren Interessierten die Möglichkeit bietet, sich über das Angebot der Pflegestützpunkte in  Wandsbek zu informieren und ausgewählte Seniorenresidenzen und -anlagen im Bezirk (2015: 16) zu besuchen. 2015 nahmen ca. 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieses kostenlose Angebot in Anspruch. Ziel ist es, alljährlich, auch 2016, den Seniorinnen und Senioren Wandsbeks eine solche Veranstaltung anzubieten.

 

Bereits zum dritten Mal fand im Juli 2015 die Wandsbeker Infobörse Beruflicher (Wieder)Einstig für Alleinerziehende in den Räumlichkeiten des VHS-Zentrums Ost (Farmsen) statt. Die Veranstaltung stellt eine Kooperation zwischen dem Bezirksamt Wandsbek und dem Jobcenter/t.a.h. Wandsbek dar und knüpft an die zwei erfolgreichen Veranstaltungen 2014 und 2013 an. Die Infobörse richtet sich schwerpunktmäßig an alleinerziehende Eltern im ALG II-Bezug mit 1jährigen oder 2jährigen Kindern aus dem Bezirk Wandsbek. Ziel ist es, persönlichen Kontakt und persönliche Anbindung zu vorhandenen bezirklichen und Jobcenter-seitigen Unterstützungsangeboten in den Bereichen Kinderbetreuung, Beratung, Bildung und Arbeitsmarkt herzustellen sowie erste oder weitere Schritte im Aufbau eines persönlichen Unterstützungsnetzwerkes zu entwickeln, um dadurch den beruflichen Einstieg, u.a. z.B. in den Bereich Pflege und Gesundheit, zu erleichtern und auch die persönliche Situation durch verschiedene Hilfsangebote zu stabilisieren.  Zentral ist dabei der Vernetzungsgedanke mit regionalen Beratungs-, Bildungs-, Betreuungs- und Kulturträgern.

 

Die Infobörse für Alleinerziehende 2015 haben fast 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besucht, ein Großteil der Besucher war weiblich, der Anteil der Teilnehmer mit Migrationshintergrund belief sich auf ca. 50%. Auch in diesem Fall wird angestrebt, das erfolgreiche Format fortzusetzen und die Infobörse für Alleinerziehende 2016 zu veranstalten.

 

Um die Finanzierung und Organisation (Flyerdruck, Anmietung der Räumlichkeiten des VHS-Zentrums Ost usw.) dieser beiden Veranstaltungen – sowie anderer anstehender im Bereich Gesundheit, Pflege und Demenz – für das Jahr 2016 sicherzustellen,  wird vorgeschlagen, den Ansatz für die Wandsbeker Gesundheits- und Pflegekonferenz ab 2016 um € 500 auf insgesamt €  1.500 pro Jahr zu erhöhen.

 

2.2               Festlegung der Pauschale für Seniorentreffs:

Nach den Förderrichtlinien für dezentrale Angebote der offenen Seniorenarbeit sollen den Trägern der Seniorentreffs für deren Betrieb mindestens € 6.500 p.a. gewährt werden, um einen Grundstandard im Angebot der Einrichtungen sicherzustellen.

Den Seniorentreffs wurden für 2015 je € 6.900 p.a. als Pauschale (Standardförderung bei einer Öffnungszeit von 20 Stunden/Woche) gewährt.

Eine Kürzung der Pauschale auf den Mindestbetrag wird nicht in Erwägung gezogen. Der bisherige Standard kann durch Festlegen der Pauschale für 2016 auf € 6.900 sichergestellt werden.

Es wird vorgeschlagen, den Förderbetrag unverändert beizubehalten und für das Jahr 2016 erneut auf € 6.900 festzusetzen.

 

 

2.3               Festlegung der Pauschale für Seniorengruppen:

Um neben dem inhaltlichen auch einen finanziellen Zusammenhang der Seniorenarbeit in den Seniorentreffs und Seniorengruppen herzustellen, wird für die Berechnung der Höhe einer Pauschale für die Seniorengruppen die Pauschale der Seniorentreffs als Bemessungsgrundlage gewählt.

Beide Angebotsformen sprechen die gleiche Zielgruppe an, halten ähnliche Angebote vor, jedoch in einem zeitlich unterschiedlichen Umfang. Es wurde eine Pauschale von mindestens € 1.500 je Seniorengruppe errechnet. Für die Seniorengruppen wurde in 2013 erstmalig eine Pauschale in Höhe von € 1.700 p.a. festgelegt. Der bisherige Standard kann durch Festlegen der Pauschale für 2016 auf € 1.700 sichergestellt werden.

Es wird vorgeschlagen, den Förderbetrag unverändert beizubehalten und für das Jahr 2016 erneut auf € 1.700 festzusetzen.

 

 

2.4               Einmalige Gemeinschaftsangebote, Zuwendungen für diverse Kirchengemeinden :

Mit diesen Veranstaltungen und Ausfahrten bieten die Kirchengemeinden den Seniorinnen und Senioren, die aus finanziellen, sozialen oder gesundheitlichen Gründen keine Reisen mehr unternehmen können, die Möglichkeit, im kleinen Rahmen etwas Neues zu erleben, die tägliche Einsamkeit zu unterbrechen und Kontakte zu knüpfen. Die Veranstaltungen und Ausfahrten werden überwiegend im engagierten Ehrenamt geplant und durchgeführt. Diese spezielle Veranstaltungsform wird in den Förderrichtlinien bei den förderfähigen Maßnahmen ausdrücklich aufgeführt.

Aus fachlicher Sicht wird die Durchführung der genannten Maßnahmen befürwortet.

Es wird vorgeschlagen, die in Anlage 2 aufgeführten einmaligen Gemeinschaftsangebote im beantragten Umfang von € 8.612 finanziell zu unterstützen.

 

 

Für zu erwartende unterjährige Anträge zur Förderung von einmaligen Gemeinschaftsangeboten wird vorgeschlagen, eine Rückstellung in Höhe von € 4.000 festzusetzen.

 

 

2.5               Projekte der Offenen Seniorenarbeit:

Im Haushaltsjahr 2015 konnten Haushaltsmittel aus der Rahmenzuweisung in Höhe von € 15.000 für die Durchführung von Projekten in der Offenen Seniorenarbeit zur Verfügung gestellt werden.

Auch zukünftig wird es notwendig sein, für weitere neue Projekte, insbesondere für die Entwicklung von Maßnahmen, die sich aus der Bedarfsanalyse der kleinräumigen Seniorenarbeit ergeben, Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen.

Es wird vorgeschlagen, die Projektmittel in Höhe von € 15.000 wie folgt aufzuteilen:

50% für Projekte mit der Schwerpunktsetzung auf die Integration von Seniorinnen und Senioren mit Migrationshintergrund

50% für weitere, die offene Seniorenarbeit fördernde Projekte.

 

Mit der Auskömmlichkeit der Mittel wird es möglich sein, eine Reserve i.H. von

€ 3.938 für unvorhergesehene Aufwendungen bei den Betriebskosten (Gebäudemanagement) einzuplanen.

 

Nach dem derzeitigen Sachstand stünde ein Rest in Höhe von € 6.682 aus dem Haushaltsjahr 2015 zur Verfügung. Es wird vorgeschlagen, hieraus eine Informationsveranstaltung für Senioren im Rahmen des Generationenfreundlichen Wandsbeks mit dem Schwerpunktthema/ Arbeitstitel „Wohnen und Wohnumfeld“ zu finanzieren.

Das zentrale Thema für eine weitere Informationsveranstaltung wurde aus den Rückmeldebögen der Besucherinnen und Besucher der Informationsveranstaltung „Gut versorgt das Alter genießen“ am 9. September 2015 ermittelt.

 

3         Votum

Mit der vorgeschlagenen Finanzverteilung für das Jahr 2016 wird es möglich sein, die bestehenden Einrichtungen im gewohnten Umfang zu fördern und darüber hinaus finanzielle Gestaltungsmöglichkeiten für die Weiterentwicklung der kleinräumigen Seniorenarbeit und Förderung neuer Projekte zu schaffen. Mit einer Informationsveranstaltung „Wohnen und Wohnumfeld“ (Arbeitstitel) soll ein interessantes und für Senioren höchst aktuelles Thema aufgegriffen werden.

 

 


Petitum/Beschluss:

 

Der Ausschuss für Soziales und Bildung wird um Zustimmung gebeten.

 


Anlagen:

 

  1. Mittelabfluss Rahmenzuweisung "Offene Seniorenarbeit 2016"
  2. Beschlussvorlage Einmalige Gemeinschaftsangebote

 

Stammbaum:
20-1888   Rahmenzuweisung "Bezirkliche Seniorenarbeit" - Festsetzung der Pauschalen für die Seniorentreffs und Seniorengruppen im Bezirk Wandsbek für 2016 - Förderung einmaliger Gemeinschaftsangebote in der Seniorenarbeit für 2016   Interner Service   Beschlussvorlage
20-1888.1   Rahmenzuweisung "Bezirkliche Seniorenarbeit" - Festsetzung der Pauschalen für die Seniorentreffs und Seniorengruppen im Bezirk Wandsbek für 2016 - Förderung einmaliger Gemeinschaftsangebote in der Seniorenarbeit für 2016 Beschlusvorlage des Ausschusses für Soziales und Bildung   Interner Service   Beschlussvorlage