Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-1901  

 
 
Betreff: Was passiert in den Wandsbeker Kundenzentren?
Große Anfrage vom 04.11.2015
Status:öffentlichDrucksache-Art:Anfrage gem. § 24 BezVG (Große Anfrage)
Federführend:Dezernat Bürgerservice Beteiligt:Personalmanagement und - verwaltung
    Fachamt Einwohnerwesen
   Dezernat Steuerung und Service
   Steuerungsunterstützung und Ressourcen
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
19.11.2015 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek zur Kenntnis genommen     

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Die Situation der Bürgerinnen und Bürger und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kundenzentren des Bezirksamts begleitet die Bezirksversammlung Wandsbek seit vielen Jahren. Die Schließung des Kundenzentrums Walddörfer war für Ende 2013 geplant und wurde nur durch ein erfolgreiches Bürgerbegehren vorerst verhindert.

Durch die Möglichkeit, online Termine abzuschließen, wird der Behördengang für viele Bürgerinnen und Bürger vereinfacht und planbarer. Die Option der online-Terminvergabe darf und soll die Bearbeitung von „Spontankunden“ aber nicht verunmöglichen. Es muss weiterhin gewährleistet sein, dass Bürgerinnen und Bürger spontan in den Öffnungszeiten der Kundenzentren Termine wahrnehmen können. Auch Menschen ohne Computer sollen ohne vorab-Termin mit zumutbaren Wartezeiten Dienstleistungen in den Kundenzentren wahrnehmen können. Dies war von Seiten der Verwaltung auch immer so zugesichert.

Angesichts der in der Hamburger Verwaltung geltenden Allzuständigkeit sind Bürgerinnen und Bürger nicht an ein regionales Kundenzentrum gebunden, sondern können alle Dienstleistungen in allen Hamburger Kundenzentren beantragen. Dennoch ist eine bürgernahe Verwaltung gerade in den äußeren Stadtteilen relevant. Eine Zentralisierung kann nicht Ziel der Politik sein.

Im Sommer 2015 wurden die Kundenzentren Bramfeld und Walddörfer temporär geschlossen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die übrigen Wandsbeker Kundenzentren versetzt.

Die Bezirksamtsleitung berichtete über diese erstmals angewandte temporäre Schließung zweier Kundenzentren in den Sommermonaten im Hauptausschuss der Bezirksversammlung am 07.09.2015. Die berichteten „positiven Erfahrungen“ konnte aber nicht mit Zahlen belegt werden.

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir das Bezirksamt:

1. Wie viele Geschäftsfälle sind in den Kundenzentren jeweils in den Jahren 2010-2015 behandelt worden? Bitte die monatliche Statistik anfügen, für 2015 inkl. Monat September.

 

2. Wie viele Stellen (Vollzeitäquivalente) sind den Kundenzentren jeweils zugeordnet? Bitte für die Jahre 2010-2015 angeben, jeweils zum Stichtag 31.12., in 2015 zum Stichtag 31.07.. Wie viele Stellen sind davon jeweils unbesetzt?

 

3. Wie viele Öffnungsstunden haben die Kundenzentren jeweils pro Woche? Bitte für die Jahre 2010-2015 angeben.

 

4. Wie hoch sind die durchschnittlichen Wartezeiten jeweils mit und ohne Termin in den jeweiligen Kundenzentren? Wie lange müssen Bürgerinnen und Bürger auf einen Termin warten? Bitte für die Jahre 2010-2013 quartalsweise, und für die Jahre 2014-2015 monatlich, für 2015 inkl. Monat August angeben.

 

5. Wie viele Termine für Kunden ohne Terminanmeldung werden täglich in den jeweiligen Kundenzentren vorgehalten? Wie hoch ist die Auslastung dieser? Nach welchem Prinzip werden Kunden mit und ohne Terminanmeldung bearbeitet?

 

6. Welche Dienstleistungen nehmen die Kunden in welchem Verhältnis in den jeweiligen Kundenzentren in Anspruch? Bitte Prozentzahl für das Jahr 2014 angeben.

 

7. Regelmäßig wird berichtet und beobachtet, dass bereits frühzeitig Hinweisschilder in den Kundenzentren aufgestellt werden, mit denen darauf hingewiesen wird, dass nur noch Kunden mit vorab vereinbartem Termin angenommen werden. Wer entscheidet über diesen Aushang und den damit einhergehenden Annahme-Stopp von „Spontankunden“? Auf welcher Grundlage wird dies entschieden?

 

8. Wie teilt sich die „regionale Herkunft“ der Geschäftsfälle in den einzelnen Kundenzentren auf? Bitte jeweils nach Stadtteil in Prozent für 2014 angeben.

 

9. Wie teilt sich die „regionale Herkunft“ der Geschäftsfälle in den einzelnen in den Sommermonaten 2015 noch geöffneten Kundenzentren auf? Bitte jeweils nach Stadtteil in Prozent für die Monate Mai, Juni, Juli und August 2015 angeben.

 

 


Anlage/n:

keine Anlage/n 

Stammbaum:
20-1901   Was passiert in den Wandsbeker Kundenzentren? Große Anfrage vom 04.11.2015   Dezernat Bürgerservice   Anfrage gem. § 24 BezVG (Große Anfrage)
20-1901.1   Was passiert in den Wandsbeker Kundenzentren?   Dezernat Bürgerservice   Antwort zu Anfragen