Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-2177.1  

 
 
Betreff: Ist die Lesserstraße noch verkehrssicher für Radfahrer? (Teil II)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antwort zu Anfragen
Verfasser:Sandro Kappe (CDU-Fraktion)
Heinz-Werner Seier (CDU-Fraktion)
Axel Kukuk (CDU-Fraktion)
Bezüglich:
20-2177
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
07.04.2016 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek überwiesen   
Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek
27.04.2016 
Sitzung des Regionalausschusses Kerngebiet Wandsbek zur Kenntnis genommen   
Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne
28.04.2016 
Sitzung des Regionalausschusses Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Die Lesserstraße beginnt an der Walddörferstraße als Einbahnstraße in Richtung Norden. Ab dem Friedrich-Ebert-Damm ist sie gegenläufig und ab dort auch Hauptverkehrsstraße. Die Lesserstraße endet an dem Gewässer Osterbek. Im weiteren Verlauf zwischen der Osterbek und der Bramfelder Chaussee heißt dieser Straßenzug dann Werner-Otto-Straße.

Das Bezirksamt Wandsbek hat mit der Drucksache 20-1813.1 geantwortet, dass auf Teilstrecken mangels Radfahrwege Radfahrende die Fahrbahn der vielbefahrenden Lesserstraße nutzen müssen.

 

Wir fragen die Verwaltung (bzw. zuständigen Straßenbaulastträger):

 

1.)      Handelt es sich bei der Lesserstraße um eine vielbefahrende Straße?
 

Zu 1:
 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation antwortet wie folgt:

 

Bei der Lesserstraße handelt es sich nördlich des Friedrich-Ebert-Damms um eine zweistreifige Hauptverkehrsstraße. Sie nimmt übergeordnete Verkehre auf und bildet als Teil des Straßenzugs Werner-Otto-Straße/Lesserstraße/Holzmühlenstraße eine Verbindung zwischen Bramfelder Chaussee und Friedrich-Ebert-Damm. Gleichzeitig fungiert die Lesserstraße für die unmittelbar angrenzenden Wohngebiete als Sammelstraße.

Der zuständigen Behörde liegen für die Lesserstraße und das unmittelbare Umfeld nachfolgende Ergebnisse von Verkehrszählungen vor. Nach hiesiger Einschätzung befindet sich damit das Verkehrsaufkommen in der Lesserstraße in einer im Vergleich mit Straßen ähnlicher Funktion und Charakteristik üblichen Größenordnung.

Im Einzelnen liegen folgende Ergebnisse vor:

  • Lesserstraße südlich Friedrich-Ebert-Damm: TV*) = ca. 6.900 Kfz / 24 Std. mit ca. 4 % Schwerverkehrsanteil (Zählung von Dienstag, 17.10.1995)
  • Lesserstraße nördlich Friedrich-Ebert-Damm: TV = ca. 5.200 Kfz / 24 Std. mit ca. 6 % Schwerverkehrsanteil (Zählung von Dienstag, 17.10.1995)
  • Lesserstraße zwischen Holzmühlenstraße und Haldesdorfer Straße: DTVw**) im Jahr 2013 = ca. 15.000 – 20.000 Kfz/24Std mit Schwerverkehrsanteil ca. 6 – 7 %
  • Werner Otto-Straße südöstlich Bramfelder Chaussee: DTVw im Jahr 2013 = ca. 14.000 Kfz / 24 Std. mit ca. 6 % Schwerverkehrsanteil (jährliche Zählung)
  • Werner Otto-Straße südöstlich Bramfelder Chaussee: DTVw im Jahr 1995 = ca. 16.000 Kfz / 24 Std. mit ca. 7 % Schwerverkehrsanteil (jährliche Zählung)

 

TV*)              Tagesverkehr

DTVw**)              Durchschnittliche Kfz-Verkehrsstärke an Werktagen

 

 

2.)      Auf welchen Teilstücken der Lesserstraße sind die Radfahrenden gezwungen, die Fahrbahn zu nutzen?
 

Zu 2:

Das Bezirksamt antwortet wie folgt:

Im Abschnitt Kreuzung Tilsiter Straße bis Beginn Werner-Otto-Straße.

 

3.)      Sollen die fehlenden Teilstücke des Radfahrweges in der Lesserstraße errichtet werden?

a)      Wenn nein, warum nicht?

b)       Wenn ja, bitte die entsprechenden Planungen benennen!
 

Zu 3 a und b:
 

Das Bezirksamt antwortet wie folgt:

Die Lesserstraße ist Bestandteil der Bezirksroute im Korridor B aus dem bezirklichen Radverkehrskonzept.Die Konkretisierung der Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept wird im Zuge der weiteren Planung erfolgen. Die zukünftige Art der Radverkehrsführung ist noch nicht entschieden

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation antwortet wie folgt:

Für die Lesserstraße sind neben der geplanten Umgestaltung am Ostpreußenplatz derzeit keine weiteren Änderungen zugunsten des Radverkehrs geplant. Mittelfristig werden Verbesserungen für den Radverkehr angestrebt. Dies wird aufgrund der beengten Situation voraussichtlich nur mit großem planerischem und baulichem Aufwand zu ermöglichen sein.

 

Für die geplante Umgestaltungsmaßnahme am Ostpreußenplatz hat die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation in einer Stellungnahme darauf hingewiesen, dass die Veloroute 6 durch den Ostpreußenplatz verläuft und folglich die Anforderungen an den Radverkehr mit zu berücksichtigen sind.


Anlage/n:

keine Anlage/n