Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-2748  

 
 
Betreff: Fahrradstraße in der Walddörferstraße
Eingabe vom 28.04.2016
Status:öffentlichDrucksache-Art:Eingabe
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt Beteiligt:Fachamt Management des öffentlichen Raumes
Beratungsfolge:
Wirtschafts- und Verkehrsausschuss
26.05.2016 
Sitzung des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses vertagt   
27.04.2017 
Sitzung des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Folgender Text (Auszug) vom 28.04.2016 liegt der Geschäftsstelle der Bezirksversammlung vor und wird dem Wirtschafts- und Verkehrsausschuss zur Beratung vorgelegt:

 

Sehr geehrte Frau Hoppermann,

 

mit Interesse habe ich gestern [Anm.: am 25.04.2016] die Anhörung zum FahrradstraßenKONZEPT verfolgt und möchte einige Dinge noch einmal hervorheben, da ich doch den Eindruck hatte, dass die Gegnerseite des Konzeptes sehr laut und aufdringlich war. Dies sollten Sie nicht als Meinung der Mehrheit betrachten! Fahrradfahrer, Fußnger und ÖPNV-Nutzer sind eher ruhige und besonnene Menschen, wie sich im Gespräch hinterher wieder gezeigt hat (und auch bei der Diskussion).

 

Ich fand den Beitrag von Argus durchaus schlüssig und gut, und auch die Klarstellung, dass der Wandsewanderweg nicht zum Ausbau geeignet ist. Bitte halten Sie daran fest! Ein Ausbau würde eine großflächige Abholzung bedeuten und ein Ende der grünen Erholungszone. Das ist nicht im Sinne der Lebensqualität. Dann lieber gar nichts machen! Sollte dieser Gedanke erneut aufgegriffen werden, müssen die Umweltverbände dazu geholt werden und da ja gerne mit Anlten gedroht wird: auch die Umweltseite hat ihre Anwälte.

 

Fatal wäre es auch, den Öffentlichen Nahverkehr und die Fahrradfahrer/Fußnger gegenein-ander auszuspielen. Dem ist keinesfalls so! Im Gegenteil: Ich besitze kein Auto, allerdings eine Monatskarte und ein Fahrrad. Ich nutze beides täglich. Und bin damit auch nicht allein. Ich kenne einige Familien, die wie wir autofrei - bewusst - leben und die regionalen Einkaufsmöglichkeiten, Bus und Bahn zu schätzen wissen. Autofahrer nutzen erfahrungsgemäß sehr selten bis gar keine öffentlichen Verkehrsmittel. Daher ist meiner Meinung nach klar, wer hier im gleichen Boot sitzen sollte.

 

Ein letzter Punkt ist die Schadstoffbelastung der Luft. Hamburg wurde hier bereits gerichtlich zu Verbesserungen verpflichtet. An vielen Stellen werden die Grenzwerte überschritten - für die Gesundheit der Menschen und speziell auch Kinder eine äerst ungute Situation. Auf eine Freiwilligkeit der Autofahrer zu setzen, funktioniert erwiesenermaßen nicht. Daher darf hier nicht auf der falschen Seite nachgegeben werden. Hamburg ist eine Autostadt - für mich ist das keine Auszeichnung! ÖPNV und Fahrradverkehr müssen ausgebaut und unterstützt werden!

 

Ich nutze die Fahrradstraße am Kanal sehr regelmäßig und finde sie großartig. Ich wage nicht, mir vorzustellen, dass es mehr davon gäbe… Die Lebensqualität würde um 100 Prozent zunehmen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

 


Anlage/n:

keine Anlage/n