Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-4994  

 
 
Betreff: Bebauungsplanverfahren Volksdorf 46 - Buchenkamp
- Auswertung der öffentlichen Anhörung vom 18.09.2017
- Ausblick auf das weitere Verfahren
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Planungsausschuss
14.11.2017 
Sitzung des Planungsausschusses      

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
171025 Vo 46 Öff. Anh-Entwurf-Niederschrift  
Präsentation Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung  
Präsentation Landschaftsplanerisch-städtebauliches Gutachten  
Präsentation Naturschutzverbände und BI  
Präsentation Hospital zum heiligen Geist  

Sachverhalt:

 

A. Auswertung der öffentlichen Anhörung

 

Der Planungsausschuss hat in der Sitzung am 09. Mai 2017 beschlossen, eine öffentliche Anhörung nach § 25 der Geschäftsordnung der Bezirksversammlung zum Bebauungsplanverfahren Volksdorf 46 durchzuführen.

 

Ziele des Bebauungsplanverfahrens sollen insbesondere die Schaffung von Wohnungsbaumöglichkeiten in einer begrenzten Bautiefe entlang des Buchenkamps, die landschaftsplanerische und naturschutzfachliche Aufwertung der dahinter liegenden Landschaftsbereiche sowie die planungsrechtliche Sicherung einer Fläche zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbegehrenden an der Eulenkrugstraße für eine Gesamtnutzungsdauer von bis zu 15 Jahren sein.

 

Die öffentliche Anhörung sollte zum einen einer Bürgerinitiative und den Naturschutzverbänden Gelegenheit geben, ihre Standpunkte in der Öffentlichkeit zu erläutern; und zum anderen dem Betreiber bzw. Träger der geplanten Dementen-WG die Möglichkeit einräumen, dem Ausschuss und der Öffentlichkeit das Vorhaben näher zu erläutern (siehe Drs. 20-3934).  

 

An der öffentlichen Anhörung am 18. September 2017 in der Aula des Walddörfer-Gymnasiums haben etwa 80 Bürgerinnen und Bürger teilgenommen. Die Inhalte und der Verlauf sind der beigefügten Niederschrift und den angehängten Präsentationen zu entnehmen.

 

Die Naturschutzverbände und die Bürgerinitiative konnten eine Vielzahl von Hinweisen zu dem zuvor von der Verwaltung und den beauftragten Gutachtern vorgestellten Stand der Planung geben, die im weiteren Verfahren und den dafür erforderlichen Gutachten eingehend fachgutachterlich betrachtet werden sollen.

Diese bezogen sich insbesondere auf eine naturschutzfachliche Aufwertung betroffener Flächen, Auswirkungen der Bebauung auf den Wasserhaushalt und auf die Artenvielfalt, die Entwicklung des Biotopverbunds - auch über das Plangebiet hinaus - sowie die Umsetzung bereits im Rahmen des Bebauungsplanes Volksdorf 32 festgesetzter Ausgleichsmaßnahmen.

 

Die Vertreter des Hospitals zum Heiligen Geist haben als vorgesehener Betreiber der Dementen-Wohneinrichtung und des geförderten Wohnungsbaus für Senioren ihr bisheriges Konzept vorgestellt. Dieses sieht eine Kombination von Tagespflege, Wohnmöglichkeiten für an Demenz erkrankte Menschen und geförderter Wohnungen für Senioren mit Serviceangeboten vor. Baulich stellt sich der Betreiber eine Lösung in einem zusammenhängenden L-förmigen Gebäude vor. Die Form und Lage des Baukörpers sowie die damit verbundene Abweichung vom bisherigen, beschlossenen Bebauungskonzept (Drs. 20-3695) wurde von vielen Teilnehmern der öffentlichen Anhörung kritisch wahrgenommen, während das Betreiberkonzept durchaus positiv aufgenommen wurde.

 

B. Ausblick auf das weitere Verfahren

 

Aus Sicht der Verwaltung kann das Bebauungsplanverfahren Volksdorf 46 unter den bereits getroffenen Maßgaben und Beschlüssen fortgesetzt werden.

 

Die Ökologische Wohnungsbaugenossenschaft als bisherige Grundeigentümerin hat der Verwaltung mitgeteilt, dass ein Teil der für den Wohnungsbau vorgesehenen Flächen des ehemaligen Ferck’schen Hofes an die GFG Hoch-Tief-Bau Kommanditgesellschaft aus Henstedt-Ulzburg veräußert wurde. Es handelt sich hierbei um die Flächen für die Erschließung sowie den nördlich daran anschließenden Bereich für den freifinanzierten Wohnungsbau. Die GFG Hoch-Tief-Bau hat sich zudem bereit erklärt, die Kosten für das Bebauungsplanverfahren und die erforderlichen Gutachten zu übernehmen.

 

In einem nächsten Schritt kann auf dieser Grundlage die Beauftragung erforderlicher Gutachten erfolgen und darauf aufbauend die Planung und der Bebauungsplan-Entwurf weiter ausgearbeitet werden. Es ist außerdem erforderlich, den zum Bebauungsplan begleitend vorgesehenen städtebaulichen Vertrag mit beiden Eigentümern (Ökologische Wohnungsbaugenossenschaft und GFG Hoch-Tief-Bau) abzuschließen.

 


Petitum/Beschluss:

 

Der Planungsausschuss wird um Kenntnisnahme gebeten.

 


Anlage/n:

-          Niederschrift der öffentlichen Anhörung vom 18.09.2017 zum Bebauungsplanverfahren Volksdorf 46

-          auf der Veranstaltung gezeigte Präsentationen

-          der Verwaltung

-          des Gutachterteams Büro Prokom/Greuner-Pönicke

-          des BUND, des Botanischen Vereins und der Bürgerinitiative „Lebenswerter Buchenkamp“

-          der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 171025 Vo 46 Öff. Anh-Entwurf-Niederschrift (67 KB)      
Anlage 2 2 Präsentation Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung (1642 KB)      
Anlage 3 3 Präsentation Landschaftsplanerisch-städtebauliches Gutachten (6239 KB)      
Anlage 4 4 Präsentation Naturschutzverbände und BI (2748 KB)      
Anlage 5 5 Präsentation Hospital zum heiligen Geist (1113 KB)