Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-6158  

 
 
Betreff: Rekordgenehmigungszahlen für Immobilien in Wandsbek und kein Masterplan für die zugehörigen Verkehre - Referentenbitte
Beschluss der Bezirksversammlung vom 26.04.2018 (Drs. 20-5811)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
06.09.2018 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek überwiesen   
Regionalausschuss Alstertal
19.09.2018 
Sitzung des Regionalausschusses Alstertal zur Kenntnis genommen   
Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek
19.09.2018 
Sitzung des Regionalausschusses Kerngebiet Wandsbek zur Kenntnis genommen   
Regionalausschuss Rahlstedt
19.09.2018 
Sitzung des Regionalausschusses Rahlstedt zur Kenntnis genommen   
Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne
20.09.2018 
Sitzung des Regionalausschusses Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne zur Kenntnis genommen   
Regionalausschuss Walddörfer
20.09.2018 
Sitzung des Regionalausschusses Walddörfer (offen)   
Wirtschafts- und Verkehrsausschuss
27.09.2018 
Sitzung des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses (offen)   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Folgender Beschluss wurde gefasst:

Der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss bittet um Entsendung eines Referenten:

  1. der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation zum Thema „Verkehrsentwicklungsplanung und Verkehrsmodell“ in Bezug auf Wandsbek.
  2. der Hamburger Verkehrsverbund GmbH zur Darstellung der strategischen Planung.

 

 

Stellungnahme der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI):

Zu 1.:

Das gesamtstädtische Verkehrsmodell für Hamburg befindet sich im Aufbau und wird voraus-sichtlich Ende des Jahres 2018 einsatzbereit sein.

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) bereitet derzeit ein EU-Vergabeverfahren für die Prozessbegleitung und fachliche Unterstützung im Rahmen der kontinuierlichen Verkehrsentwicklungsplanung vor. Geplant ist, dass die Auftragnehmerin bzw. der Auftragnehmer seine Arbeit Anfang des Jahres 2019 aufnimmt.

Vor diesem Hintergrund ist es derzeit nicht möglich, für Wandsbek aktualisierte Fortschritte der Verkehrsentwicklungsplanung und des Verkehrsmodells vorzustellen.

 

Zu 2.:

Das Wohnungsbauprogramm greift in allen Bezirken von Hamburg und wird in seinen Auswirkungen von der Hamburger Verkehrsverbund GmbH (HVV) und den Verkehrsunternehmen intensiv begleitet. Die Erschließung dieser Wohngebiete und die Auswirkungen auf die Fahrgastnachfrage im vorhandenen öffentlichen Linienverkehr stehen dabei im Mittelpunkt der fachlichen Einschätzungen, die im Zusammenhang mit den B-Planverfahren berücksichtigt werden. Neben den im Antrag genannten großen Ausbauprojekten im Schienenverkehr durch die neue U-Bahnlinie U5 und die S-Bahnlinie S4 werden dabei die Auswirkung auf die direkte Erschließung vor Ort mit Busverkehren ausführlich begleitet.

Die Verkehrsunternehmen und der HVV beobachten die Auslastung der Linienverkehre laufend und steuern bei steigender Nachfrage durch mehr Kapazitäten nach. Entsprechende Verstärkerbetriebe sind beispielhaft auf der U-Bahnlinie U1 in den Hauptverkehrszeiten bereits berücksichtigt, so dass die Fahrgäste trotz des Anstiegs in der Nachfrage ihre Ziele insbesondere in der Innenstadt nach wie vor erreichen können. Bei den Busverkehren findet diese Nachsteuerung im Angebot ebenfalls regelmäßig statt. Je nach Auslastung werden entweder zusätzliche Verstärkerfahrten in das Angebot mit aufgenommen, die Fahrplantakte verdichtet oder aber größere Fahrzeuge mit mehr Platzkapazitäten angeboten. Zum letzten Fahrplanwechsel im Dezember 2017 wurden 80 Maßnahmen im gesamten Hamburger Busliniennetz umgesetzt, die in ihren Auswirkungen die Qualität des Angebotes sichergestellt haben.

Neben der beschriebenen Nachsteuerung im Bestandsangebot der öffentlichen Linienverkehre werden auch die Nutzungsänderungen und die daraus resultierenden Anforderungen an die Erschließungsqualität intensiv begleitet. Aktuell wird im Bezirk Wandsbek an zahlreichen Erschließungskonzepten im Zusammenhang mit Neubebauung gearbeitet. Dazu gehört beispielhaft die Anbindung der Erstunterkunft am Poppenbüttler Berg, die Erschließung des Neubaugebietes Jenfelder Au, die Verlängerung der MetroBus-Linie 10 bis zur neu geplanten Kehre Grunewaldstraße und auch die Anbindung des neuen Gewerbegebietes an der Landesgrenze zu Stapelfeld mit einer Überplanung der Busverkehre. Alle diese Maßnahmen bilden den gesamthaften Ausbau der Kapazitäten im HVV-Bedienungsgebiet ab und stellen sicher, dass die Kapazitäten im öffentlichen Linienverkehr die zusätzliche Nachfrage berücksichtigen.  

 

Vor dem Hintergrund dieser Stellungnahme wird von der Entsendung einer Referentin oder eines Referenten abgesehen.

 

 


Petitum/Beschluss:

 

Die Bezirksversammlung nimmt Kenntnis.

 

 


Anlage/n:

 

keine Anlage/n