Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-6227  

 
 
Betreff: Gemeinschaftliches Wohnen fördern
Beschluss der Bezirksversammlung vom 07.06.2018 (Drs. 20-5981)
Vorträge Baugemeinschaftenagentur und Lawaetz-Stiftung
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt Beteiligt:Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung
    Interner Service
Beratungsfolge:
Planungsausschuss
21.08.2018 
Sitzung des Planungsausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Folgender Beschluss wurde gefasst:

1. Die Verwaltung wird gebeten, eine/n Referentin/en in eine Sitzung des Planungsausschusses

unter Hinzuladung des Ausschusses für Soziales und Bildung einzuladen, um

über Vorbildprojekte und Möglichkeiten für den Bezirk Wandsbek zu berichten.

2. Die Fachbehörde wird gebeten, bei Ausschreibungen von städtischen Wohnungsbauflächen

Elemente von gemeinschaftlichen und generationenübergreifenden Wohnformen

stärker zu berücksichtigen und entsprechende Wohnprojekte durch geeignete Maßnahmen

besonders zu unterstützen.

 

Das Bezirksamt nimmt wie folgt Stellung:

 

Zu 1.): Die Verwaltung wurde mit Beschluss der Bezirksversammlung vom 07.06.2018 zu Drs. 20-5981 gebeten, zum Thema der Förderung des gemeinschaftlichen Wohnens eine/n Referentin/en einzuladen, um über Vorbildprojekte und Möglichkeiten zu berichten.


Im Planungsausschuss wird ein/e Referent/in der Agentur für Baugemeinschaften, die als zentrale Beratungsstelle in Hamburg dient vortragen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Agentur begleiten die Bauwilligen von der ersten Idee bis zur Realisierung. Die Agentur kooperiert mit erfahrenen Architekten und Baubetreuern, die die jeweiligen Interessen der Gruppen wahrnehmen.

 

Weiterhin wurde die Lawaetz-Stiftung um die Entsendung eines Referenten oder einer Referentin gebeten.

 

Zu 2.): hat die BSW zwischenzeitlich Stellung genommen:

 

„Die Unterstützung von Projekten für gemeinschaftliches Wohnen hat bereits seit Jahren eine hohe Priorität für den Senat. Seit 1990 werden z.B. Baugemeinschaften durch die Stadt Hamburg unterstützt und seit 2003 mit der Gründung der Agentur für Baugemeinschaften in der BSW systematisch gefördert und begleitet. Seitdem sind insgesamt 109 fertiggestellte Baugemeinschaftsprojekte mit knapp 2.500 Wohnungen realisiert worden. Ein sehr großer Anteil der Baugemeinschaften weist aufgrund ihrer Familien- und Altersstruktur und des Wunsches des gemeinschaftlichen Wohnens, verbunden mit gegenseitiger Unterstützung, die Merkmale eines generationenübergreifenden Wohnprojektes auf. Die Projekte wurden zum größten Teil auf Grundstücken realisiert, die von der FHH reserviert für Baugemeinschaften ausgeschrieben wurden oder bei denen z.B. im Rahmen von Konzeptausschreibungen die Berücksichtigung von Baugemeinschaften gefordert wurde. Darüber hinaus werden genossenschaftliche Baugemeinschaften durch die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) gefördert (Förderrichtlinie Baugemeinschaften). Nach der Förderrichtlinie werden genossenschaftliche Bau-gemeinschaften, die unter Aufbringung von Eigengeld und Selbsthilfeleistungen eine Wohnungsbaugenossenschaft gründen (Kleingenossenschaften) gefördert.

In den nächsten Jahren wird eine große Zahl von Grundstücken in den verschiedenen großen Entwicklungsgebieten angeboten. Damit wird sich auch das Grundstücksangebot für Baugemeinschaften vergrößern. Möglichkeiten einer Ausweitung der Unterstützung darüber hinaus werden angesichts der oben dargestellten, bestehenden und erfolgreich eingesetzten Instrumente und des begrenzten städtischen Grundstücksangebotes gegenwärtig nicht gesehen.“

 


Petitum/Beschluss:

Der Ausschuss wird um Kenntnisnahme gebeten.

 


Anlage/n:

keine Anlage/n