Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-6411  

 
 
Betreff: Verkehrsplanung um Hamburger Schulen
Eingabe
Status:öffentlichDrucksache-Art:Eingabe
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Hauptausschuss
24.09.2018 
Sitzung des Hauptausschusses überwiesen   
Wirtschafts- und Verkehrsausschuss
27.09.2018 
Sitzung des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses vertagt   
25.10.2018 
Sitzung des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses geändert beschlossen   
Wirtschafts- und Verkehrsausschuss
Jugendhilfeausschuss
07.11.2018 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Die beigefügte Eingabe ging über das Online Verfahren bei der Geschäftsstelle der Bezirksversammlung ein:

 

Verkehrsplanung um Hamburger Schulen -  Beschluss 673_04  (5. September 2018 Beschlüsse der 673. Kammersitzung vom 04.09.2018)  Die Elternkammer hat auf ihrer Sitzung am 4. September 2018 wie folgt beschlossen: 

 

Der Appell der Polizei Kinder nicht mit dem Auto zur Schule zu fahren ist richtig, aber nicht ausreichend, um die gefährlichen Verkehrssituationen vor den Schulen zu entschärfen. Deshalb muss zusätzlich an weiteren Lösungen gearbeitet werden.  Der selbstständige und sichere Schulweg zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad ist ein guter Start in den Schultag. So appellieren jedes Jahr wieder Eltern und Schulen. Auch werden von Eltern initiierte und unterstützte „Zu-Fuß-zur Schule“-Programme, Wettbewerbe und Verkehrstage durchgeführt. Leider mit begrenztem nachhaltigen Erfolg. Sonst käme es trotz aller Appelle und Kampagnen nicht wie in jedem Jahr zu den jüngst von der Polizei beschriebenen Zuständen vor den Schulen.  Viele Eltern mögen die gefährliche Situation vor den Schulen nicht weiter hinnehmen und wenden sich hilfesuchend an Polizei und Politik. Die lehnen ein Handeln häufig mit Verweis ab, dass das Problem hausgemacht sei, außerdem sei schließlich noch nichts passiert. Dass das der Gefahr zugrunde liegende Verhalten unerwünscht oder gar als unmoralisch empfunden wird, darf jedoch nicht als Begründung für politische Untätigkeit dienen. Denn im Kern geht es schließlich nicht darum, Eltern zu erziehen, sondern Gefahren von Schulkindern abzuwenden.  Die Elternkammer mag die Verkehrssituationen vor den Schulen nicht weiter hinnehmen und fordert eine politische Auseinandersetzung mit der Problematik, bevor noch mehr Kinder auf dem Schulweg verletzt oder gefährdet werden.  Es müssen mit Schulen, Eltern und Polizei Verkehrskonzepte für bestehende und zu errichtende Schulen entwickelt werden, die allen Kindern einen sicheren Schulweg ermöglichen. Dabei gilt es, die Verkehrssicherung der Rad- und Fußwege, Verkehrsführung und Überwege  so zu gestalten, dass Kinder einen sicheren Schulweg haben. Auch muss erreicht werden, dass den mit dem Fahrrad kommenden Schülern nicht die Anfahrt erschwert wird (unebene/ verschwenkte und schlecht beleuchtete Radwege, auf den Radwegen parkende Fahrzeuge, Baustellen, Mülltonnen). Es gehören überdachte und sichere Fahrradparkplätze an den Schulen dazu. Kiss & Drop Zonen, also sichere Haltepunkte in einiger Entfernung zur Schule für Eltern, die ihr Kind (trotz aller Maßnahmen) mit dem Auto zur Schule bringen, sind ebenfalls voranzubringen. Sie gönnen dem mit dem Auto in Richtung Schule gebrachten Kind ein selbstständiges Stück Schulweg und entschärfen die Situation direkt vor den Schulen.  Mit sicheren Wegen werden wir viele Kinder als eigenständige Schulweggeher gewinnen können, deren Eltern jetzt Sorgen haben, dass der Weg zur Schule eben nicht sicher ist.  Für Rückfragen:                ;Elterkammer Hamburg, Mitglied des Bundeselternrat   

 


Anlage/n:

keine Anlage/n