Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-7021  

 
 
Betreff: Eingabe Radschulwege für Wandsbeks Schülerinnen und Schüler
Beschluss der Bezirksversammlung vom 13.12.2018 (Drs. 20-6806)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz
Federführend:Dezernat Wirtschaft, Bauen und Umwelt   
Beratungsfolge:
Wirtschafts- und Verkehrsausschuss
14.02.2019 
Sitzung des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses zur Kenntnis genommen   
Bezirksversammlung Wandsbek

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Folgender Beschluss wurde gefasst:

Die Bezirksversammlung Wandsbek gibt die Eingabe „Radschulwege für Wandsbeks Schülerinnen und Schüler“ (Drs. 20-6792) dem Bezirksamt Wandsbek und der Polizei (Straßenverkehrsbehörde) zur Kenntnis und bittet um eine Stellungnahme an den Wirtschafts- und Verkehrsausschuss.

 

 

Stellungnahme der Behörde für Inneres und Sport (BIS) / Polizeikommissariat (PK) 37 zu den an den Wirtschafts- und Verkehrsausschuss gerichteten Anregungen der Rad-AG:

 

Grundsätzliche Überplanung der Schlossstraße zwischen Wandsbek Markt und der Kreuzung Bovestraße. Wer sich dort bei schönem Wetter zwischen 07:30 - 8:00 Uhr den Radverkehr anschaut kann die Lage eigentlich nur mit „Gefahr im Verzug“ beurteilen.

Gibt es zu dieser Strecke eigentlich Unfallzahlen?

 

Für die Überplanung des fraglichen Bereiches zeichnet das Bezirksamt Hamburg-Wandsbek zuständig. Inwieweit bereits Planungen veranlasst wurden, kann nicht gesagt werden.

Die mittels Euska ermittelten Verkehrsunfallzahlen ergeben folgendes Bild:

 

  1. Auswertungszeitraum 06.11.2017 – 25.10.2018

Gesamt 24 Unfälle, davon ein Unfall mit schwerem Sachschaden, 21 Unfälle mit sonstigem Sachschaden und zwei Unfälle mit Sachschäden i. V. m. Alkohol.

Zwei Unfälle ereigneten sich unter Beteiligung von Radfahrern. Es gab keine Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fußgängern

 

  1. Auswertungszeitraum 04.12.2015 – 25.10.2018

Gesamt: 75 Unfälle, davon 2 mit Schwerverletzten, 5 mit Leichtverletzten, 3 mit schwerem Sachschaden, 63  mit sonstigem Sachschaden und 2 unter Alkoholeinfluss.

Insgesamt fünf Unfälle ereigneten sich unter Beteiligung von Radfahrern, an einem Unfall war ein Fußgänger beteiligt.

 

Um die Verkehrsunfallbelastung innerhalb des o. g. Zeitraumes zu ermitteln, bedarf es einer detaillierteren Auswertung. Tatsächlich ist der Bereich aus hiesiger Sicht aufgrund seiner dem tatsächlichen Verkehrsaufkommen nicht mehr angemessenen Baulichkeit überplanungswürdig.

 

Ausbau der Rauchstraße im Zuge der Veloroute 7 zu einer Fahrradstraße

 

Hierzu sind derzeit noch keine Planungen vorhanden bzw. angeregt. Zunächst müsste die Prüfung erfolgen, ob das Fahrrad vorherrschendes Verkehrsmittel ist und in Zukunft sein wird. Eine Aussage des PK 37 hierzu würde lediglich auf unseriösen Schätzungen beruhen und unterbleibt deshalb.

 

Berücksichtigung der Schulradwege bei der Neugestaltung vor dem Wandsbeker Bahnhof

ebenfalls im Zuge der Neugestaltung der VR7

 

Zu dieser Thematik dürfte derzeit eine aktuelle Planung beim BzA Wandsbek anhängig sein.

 

Grundsätzliche Überplanung der Strecke Neumann-Reichardt Straße, Efftingestraße, Am

Neumarkt und Ziesenißstraße

 

Die Zuständigkeit liegt beim Bezirksamt Wandsbek.

 

Jüngst wurde mit der Fa. Nestle über den Bau eines Rechtsabbiegestreifens in Höhe der Firmenzufahrt Am Neumarkt 20 verhandelt, welcher ausschließlich der Aufstellung und Zufahrt von Anlieferfahrzeugen dienen sollte. Eine abschließende (positive?) Entscheidung steht noch aus, ist jedoch aufgrund der alleinigen Kostenübernahmeverpflichtung durch die Fa. Nestle aus hiesiger Sicht nicht wahrscheinlich. Ziel dieser Baumaßnahme wäre gewesen, die wartenden LKW mangels entsprechender Wartezonen auf dem Firmengelände zumindest so im öffentlichen Verkehrsraum zu platzieren, dass Radfahrer trotz Gegenverkehr problemlos passieren können.

 

 

Stellungnahme der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI):

 

Im Rahmen des kontinuierlichen Ausbaus und der Verbesserung des Radverkehrsnetzes liegt derzeit der Fokus auf dem Ausbau des Veloroutennetzes, der im Bezirk Wandsbek auf den Velorouten 5, 6 und 7 betrieben wird. Darüber hinaus profitiert der Radverkehr von zahlreichen Maßnahmen des Erhaltungsmanagements Straße (EMS) und der Busbeschleunigung. Ein konkretes Beispiel, das auch in der Anlage zur Eingabe genannt wird, ist die Hammer Straße. Dort wird bis Oktober des Jahres 2019 die Maßnahme zur Aufhebung des Bahnüberganges durchgeführt, die auch die Herstellung der Nebenflächen mit beidseitigen, durchgängigen Geh- und Radwegen umfasst.

 

Bei allen Planungen von Straßenbaumaßnahmen werden auch künftig regelhaft die Verbesse-rungsmöglichkeiten für den Radverkehr geprüft und in diesem Zusammenhang auch Prioritäten gesetzt.

 

Bei Baustellen sind Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer nicht im-mer vermeidbar.

 

 

 

 

 

 

 

Das Bezirksamt antwortet wie folgt:

 

Der Maßnahmenkatalog, der durch die Vertreter der Rad-AG übergeben wurde, kann in Unterhaltungsmaßnahmen, inklusive kleinere Umbauten, und in Umbaumaßnahmen, die einer vorherigen Planung durch MR 21 bedürfen, unterteilt werden.

 

Unterhaltungsmaßnahmen

Diese Maßnahmen umfassen Teile des Wegesystems im Wandsbeker Gehölz I und II, sowie entlang der Radwege parallel zum Ring 2 (in Richtung Horner Rampe), sowie im unmittelbaren Umfeld der Gymnasien Matthias-Claudius und Charlotte-Paulsen. Erste Gespräche hierzu haben bereits mit Stadtgrün und dem Bauhof stattgefunden. Die aufgeworfenen Mängel werden zeitnah abgearbeitet.

 

Umbaumaßnahmen

1)      Überplanung der Schloßstraße/ Neumann-Reichardt-Straße im Bereich zwischen Ring 2 und Bovestraße.

In dem betroffenen Bereich haben die Gehwege z.T. eine Breite von weniger als 1,50 m und liegen somit weit unter dem Mindestmaß. Eine Verbesserung dieser Situation und der Schulanmarschwege für die Schulen Matthias-Claudius-Gymnasium und Charlotte-Paulsen-Gymnasium ist nur durch eine Umplanung der Schloßstraße/ Neumann-Reichardt-Straße möglich.

MR 21 empfiehlt die erforderlichen Umbauarbeiten der Schloßstraße/ Neumann-Reichardt-Straße in das nächste Arbeitsprogramm aufzunehmen.

 

2)      Es wird der Ausbau der Rauchstraße im Zuge der Veloroute 7 zu einer Fahrradstraße gefordert, sowie die Berücksichtigung der Schulradwege bei der Neugestaltung vor dem Bhf-Wandsbek.

Bei den weiteren Planungen der Veloroute 7 werden die Schulanmarschwege berücksichtigt. Dies gilt insbesondere für die Streckenabschnitte

  • Bahngärten/ Wandsbeker Bahnhofstraße/ Fußgängerquerung Bhf-Wandsbek
  • Bovestraße zwischen Gustav-Adolf-Straße und Rauchstraße

 

Die Rauchstraße wird im Zuge des Veloroutenausbaus eine neue Deckschicht zwischen Bovestraße und Osterkamp bekommen. Ein Umbau zu einer Fahrradstraße ist von der BWVI nicht vorgesehen.

 

3)      Überplanung der Strecke Neumann-Reichardt Straße, Efftingestraße, Am Neumarkt und Ziethenstraße (in der Eingabe steht fälschlicherweise Ziesenitzstraße )

Der in Rede stehende Streckenabschnitt ist Schulanmarschweg für das Quartier zwischen Ahrensburger Straße und der Bahnlinie HH-Lübeck.

In großen Abschnitten, insbesondere in den Straßen Am Neumarkt (östlicher Teil) und Ziethenstraße, stehen ausreichende Platzverhältnisse zur Verfügung, die die Herstellung von regelkonformen Radverkehrsanlagen und die Pflanzung zusätzlicher Bäume ermöglichen.

MR 21 empfiehlt die erforderlichen Umbauarbeiten der Straßen Neumann-Reichardt Straße, Efftingestraße, Am Neumarkt und Ziethenstraße in das nächste Arbeitsprogramm aufzunehmen.


Petitum/Beschluss:

Die Bezirksversammlung nimmt Kenntnis.

 


Anlage/n:

keine Anlage/n