Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-7164  

 
 
Betreff: Verkehrssituation auf der Wandsbeker Chaussee in Eilbek
Beschluss der Bezirksversammlung vom 13.12.2018 (Drs. 20-6813)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
28.02.2019 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek      
Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek
27.03.2019 
Sitzung des Regionalausschusses Kerngebiet Wandsbek vertagt   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Folgender Beschluss wurde gefasst:

  1. Die Bezirksversammlung begrüßt und unterstützt bereits getroffene Maßnahmen der zuständigen Fachbehörde zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Bereich der Wandsbeker Chaussee, wie etwa den vermehrten Einsatz auch ziviler Polizeikräfte, beispielsweise der „Kontrollgruppe Autoposer“, um illegale Autorennen, massive Geschwindigkeitsübertretungen und Lärmbelästigungen einzudämmen.
  2. Die Bezirksversammlung bittet die zuständigen Fachbehörden, weitere Maßnahmen zu prüfen und zu treffen, die geeignet sind, die Verkehrssicherheit auf der Wandsbeker Chaussee kurz-, mittel- und langfristig zu erhöhen. Hierunter fallen sowohl Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen, als auch die Prüfung baulicher und anderer Maßnahmen, die ggf. für eine Erhöhung der Verkehrssicherheit geeignet sind. Hierbei gilt es, Maßnahmen sowohl für die Autofahrer als auch insbesondere der Fußgänger und Radfahrer zu treffenund eine bessere Übersichtlichkeit der Verkehre, auch des ruhenden Verkehrs, zu erreichen.
  3. Die Bezirksversammlung bittet die zuständige Fachbehörde zu prüfen, ob aufgrund der Unfalllage im Bereich der Wandsbeker Chaussee einer zusätzlichen Installation einer Geschwindigkeitsüberwachungsanlage auf Höhe der Kreuzung Kantstraße ein geeignetes Mittel sein kann, auf der Straße für eine Erhöhung derVerkehrssicherheit durch ein regelkonformeres Fahrverhalten zu erreichen.
  4. Die zuständige Fachbehörde wird gebeten, Referenten in den örtlich zuständigen Kerngebietsausschuss der Bezirksversammlung zu entsenden, die einen Bericht zur Situation sowie zu möglichen Maßnahmen zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der Wandsbeker Chaussee geben.
  5. Die Bezirksversammlung erinnert aus diesem Anlass an ihren Beschluss zur Neugestaltung der Wandsbeker Chaussee (Drs. 19/3055) und regt an, die immer wieder in Rede stehenden Bestrebungen zur Lärmreduzierung und Aufwertung des öffentlichen Raumes mit denen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu kombinieren. Diesbezüglich sollten Planungen zur Umgestaltung der Wandsbeker Chaussee unter Einbeziehung der Eilbeker Öffentlichkeit aufgenommen werden, die eine Reduzierung auf je zwei Richtungsfahrspuren zwischen Ritterstraße und der S-Bahn-Brücke Wandsbeker Chaussee überall dort zum Ziel haben, wo dieses städtebaulich sinnvoll und ohne Einschränkung des notwendigen Verkehrsflusses möglich ist.

 

 

Stellungnahme der Behörde für Inneres und Sport (BIS):

Zu 2.:

Es ist geplant, die zurzeit in der Beschaffung befindlichen Geschwindigkeitsüberwachungsanhänger auch in der Wandsbeker Chaussee einzusetzen. Hiermit kann die Anzahl der Messstunden, insbesondere auch zur Nachtzeit und am Wochenende, spürbar erhöht werden. Des Weiteren kann die Dauer einer Messeinheit von (bisher) wenigen Stunden auf mehrere Tage ausgedehnt werden. Damit kann eine länger andauernde Wirkung auf das Geschwindigkeitsniveau, ähnlich wie bei stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen (GÜA), erreicht werden. Eine weitergehende Schwerpunksetzung ist nicht geplant.

 

Zu 3.:

Die Unfalllage in der Wandsbeker Chaussee entspricht vergleichbaren Straßenzügen. Die Installation einer weiteren GÜA ist daher zurzeit nicht geplant. Im Übrigen siehe Antwort zu 2.

 

Zu 4.:

Das für den Bezirk Wandsbek zuständige Polizeikommissariat 37 entsendet regelmäßig einen Vertreter der Straßenverkehrsbehörde in die Sitzung des Kerngebietsausschusses. Darüber hinaus hat sich ein Mitarbeiter des für die Wandsbeker Chaussee zuständigen PK 31 bereit erklärt, an der nächsten Sitzung teilzunehmen, um über die aktuelle Situation zu berichten.

 

 

Stellungnahme der Behörde für Umwelt und Energie (BUE):

Zu 5.:

Im Lärmaktionsplan Hamburg 2013 wurde für den Bereich der dort 6-streifigen Wandsbeker Chaussee zwischen Ritterstraße und S-Bahnbrücke Wandsbeker Chaussee eine bauliche Umgestaltung auf 4 Fahrstreifen mit Umgestaltung des Mittelstreifens als Prüfvorschlag aufgenommen. Außerdem wurde diese Maßnahme vorgeschlagen, um die Aufwertung des Freiraumes zur intensiveren Begrünung, den Bau sicherer Radwege, die Verbesserung der Bilanz im Ruhenden Verkehr und die Aufwertung und Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Raumes (Fußgängerbereich, Außengastronomie) zu erreichen.

 

Im Rahmen der weiteren Prüfung wurde die Umsetzung der Maßnahme 2014 von den weiteren zu beteiligenden Fachbehörden abgelehnt. Wesentliches Argument war insbesondere eine erwartete Verdrängung des Verkehrs auf Parallelstraßen, die allerdings nicht gutachterlich abgeschätzt wurde.

Darüber hinaus wurden Probleme beim Umbau in den Knotenbereichen und hohe bauliche Kosten erwartet. Gutachterlich wurde das Lärmminderungspotential von 1 dB(A) unter der Prämisse einer Erhöhung des Abstands der Schallquelle zur Fassade (ohne Verkehrsverlagerung) betrachtet. Der Gutachter sah eine zusätzliche Lärmminderung von 2 – 3 dB(A) durch den Einbau lärmarmen Asphalts. Eine Fahrbahnsanierung wurde zu der Zeit aufgrund des Fahrbahnzustands als nicht erforderlich angesehen.

 

 


Petitum/Beschluss:

 

Die Bezirksversammlung nimmt Kenntnis.

 

 


Anlage/n:

 

keine Anlage/n