Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-7295  

 
 
Betreff: Integration so früh wie möglich sicherstellen
Beschluss der Bezirksversammlung vom 24.01.2019 (Drs. 20-6966)
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage BV-Vorsitz
Federführend:Interner Service   
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
04.04.2019 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek      
Ausschuss für Soziales und Bildung
15.04.2019 
Sitzung des Ausschusses für Soziales und Bildung zur Kenntnis genommen   
Jugendhilfeausschuss
24.04.2019 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses vertagt   
29.05.2019 
Sitzung des Jugendhilfeausschusses      
Jugendhilfeausschuss

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
Anlage zu Frage 1  

Sachverhalt:

 

Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung am 24.04.19 einstimmig beschlossen, die Fachbehörde zu bitten, die Stellungnahme um die noch ausstehende Information bzgl. der Daten zum Kitabesuch zu ergänzen.

 

Nachtrag der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) mit Schreiben vom 30.04.19:

 

Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) nimmt zu Frage 1 des Beschlusses 20-6966 ergänzend wie folgt Stellung:

 

Die zuständigen Fachbehörden werden gebeten,

1. den zuständigen Ausschüssen der Bezirksversammlung (Jugendhilfe und Soziales) mitzuteilen, in welchen UPW-Unterkünften und Folgeeinrichtungen wie viele Kinder jeweils

Anspruch auf Erteilung eines Kita-Gutscheines haben und wie viele Kinder sich jeweils

mit welchem Stundenumfang in der Betreuung einer Kindertageseinrichtung befinden;

 

[…]. Die Daten zum Kitabesuch der Kinder die in einer Wandsbeker UPW-Unterkunft und Folgeeinrichtung wohnen, sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

 

 

 

 

 

Stundenumfang

Betreute Kinder am 31.10.2018*

bis zu 10 Stunden täglich

6

bis zu 8 Stunden täglich

82

bis zu 6 Stunden täglich

21

bis zu 5 Stunden täglich

196

Gesamt

305

 

* Verlässliche aktuellere Daten liegen nicht vor, da die Kita-Gutscheine von den Kita-Trägern erst sukzessive nach dem Beginn der Betreuung bei der zuständigen Behörde in Rechnung gestellt werden.

 

 

 

 

 

Folgender BV-Beschluss wurde gefasst:

Die zuständigen Fachbehörden werden gebeten,

  1. den zuständigen Ausschüssen der Bezirksversammlung (Jugendhilfe und Soziales) mitzuteilen, in welchen UPW-Unterkünften und Folgeeinrichtungen wie viele Kinder jeweils Anspruch auf Erteilung eines Kita-Gutscheines haben und wie viele Kinder sich jeweils mit welchem Stundenumfang in der Betreuung einer Kindertageseinrichtung befinden;
  2. zu berichten, in welchem Umfang die Eltern der o.g. Zielgruppe vor besonderen Herausforderungen stehen, für ihre Kinder einen Betreuungsplatz zu finden;
  3. mitzuteilen, wie viele Nachweisverfahren die zuständige Fachbehörde in den Jahren 2016, 2017, 2018 mit welchen Ergebnissen durchgeführt hat und wie viele hierbei jeweils auf Geflüchtete und ihre Kinder entfallen.
  4. darauf hinzuwirken, bestehende Nachteile für die Kinder von Geflüchteten hinsichtlich der Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern abzuwenden.

 

 

Stellungnahme der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI):

Zu 1.:

Der für Kindertagesbetreuung zuständigen Behörde liegen keine Daten über die Anzahl der Kinder mit Anspruch auf einen Kita-Gutschein (KGS) in den Standorten der öffentlich-rechtlichen Unterbringung vor. Diese Daten wurden deshalb beim Unternehmen fördern & wohnen AöR (f & w) erbeten und der zuständigen Fachbehörde übermittelt (siehe Anlage). Im Bezirk Wandsbek haben insgesamt 920 Kinder im Alter von ein bis fünf Jahren einen Rechts-anspruch auf einen Kita-Platz (Stand: 15.02.2019). Die Daten zum Kitabesuch können derzeit aus dem Kita-Fachverfahren ProCAB nicht ausgewertet werden, da das hierfür erforderliche Fachpersonal krankheitsbedingt nicht zur Verfügung steht.

 

Zu 2.:

Der für Kindertagesbetreuung zuständigen Behörde ist bekannt, dass es eine besondere Her-ausforderung für einen Teil der Eltern der genannten Zielgruppe ist, in angemessener Entfer-nung des Wohnumfeldes einen passenden Kita-Platz zu finden. Darüber hinaus haben Eltern teilweise auch konkrete Vorstellungen hinsichtlich der konzeptionellen Ausrichtung der ge-wünschten Kita, welche die Suche nach einem geeigneten Kita-Platz ggf. ebenfalls erschwe-ren.

 

 

Zu 3.:

Die Antragsdaten zu Platznachweisverfahren wurden erstmalig für das Jahr 2017 erhoben (siehe Drs. 21/13605). Seit Oktober 2018 werden die Daten in den Bezirken systematisch mo-natlich erfasst und an die für Kindertagesbetreuung zuständige Behörde gemeldet. Sofern das Bezirksamt keinen Kita-Platz nachweisen kann, wird die zuständige Fachbehörde einbezogen.

Der BASFI wurden für die Jahre 2017 und 2018 vom Bezirksamt Wandsbek nachfolgende Da-ten zum Platznachweisverfahren übermittelt, die sich auf den gesamten Bezirk beziehen. Aus-wertungen, differenziert nach Angaben zu Wohnort, Bewohnerschaft von Unterkünften mit der Perspektive Wohnen oder Folgeeinrichtungen liegen der zuständigen Fachbehörde nicht vor. Diese Daten können mit dem derzeitigen ProCAB-Verfahren seitens des Bezirks nicht ausge-wertet werden.

 

Nachweisverfahren

2017

2018

Anzahl*

36

29

Anzahl abgeholfen*

9

6

*siehe Drs. 21/13605

 

 

 

 

 

Zu 4.:

Der Kita-Platzausbau schreitet kontinuierlich voran. In den letzten Monaten wurden in den Stadtteilen Wandsbeks neue Kita-Plätze geschaffen. Allein in Jenfeld sind im zweiten Halbjahr 2018 mehr als 400 neue Kita-Plätze entstanden. Im Bezirk Wandsbek sind für 7 neue Kitas be-reits Bauanträge gestellt worden. Solche Kitas werden in aller Regel realisiert, so dass in 2019 ca. 370 neue Plätze entstehen werden. Darüber hinaus leisten familienergänzende Angebote, wie Eltern-Kind-Zentren, Halboffene Betreuung sowie Tagespflegestellen einen wichtigen Bei-trag.

 


Petitum/Beschluss:

 

Die Bezirksversammlung nimmt Kenntnis.

 


Anlage/n:

 

Anlage zu Frage 1     

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage zu Frage 1 (12 KB)