Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-7308  

 
 
Betreff: Die Notfallmappe: Ein bezirkliches Angebot zur Vorsorge
Antrag der Fraktion Die Linke
Status:öffentlichDrucksache-Art:Antrag
Federführend:Interner Service Beteiligt:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit
    Steuerungsunterstützung und Ressourcen
Beratungsfolge:
Bezirksversammlung Wandsbek
04.04.2019 
Sitzung der Bezirksversammlung Wandsbek ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Notfallsituationen stellen Betroffene, Angehörige oder Helfer oftmals vor Fragen, die durch eine frühzeitige Regelung der persönlichen Angelegenheiten hätten vermieden werden können. Das geschieht durch Notfall- oder Vorsorgemappen. Sie entlasten vor unnötiger Sorge, sparen ggf. Kosten und können sogar Leben retten. Aber an einen Notfall denkt niemand gern und so unterbleibt häufig dieser Schritt.

 

Die Notfallmappe hilft, dass alle Unterlagen vollständig, übersichtlich und an einem Ort parat sind. Dazu gehören Personenstands- und Versicherungsnachweise, Sparverträge, Vereinsmitgliedschaften ebenso wie Krankheitsdaten oder der Nachweis lebenswichtiger Medikamente. Gibt es eine Vorsorgevollmacht/ Betreuungsverfügung/ Patientenverfügung? Was ist im Todesfall zu beachten? Auch diese letzten Dinge sollten frühzeitig geregelt sein und dazu regt die Mappe an.

 

Notfall- oder Vorsorgemappen haben sich seit vielen Jahren bewährt. In Hamburg bieten die Bezirke Nord und Bergedorf ihren Bürgern diese unterschiedlich gestalteten Helfer für die perfekte Vorsorgeplanung kostenfrei an. Das Angebot ergänzt den Notfallausweis in Scheckkartenformat für den Akutfall, der u. a. vom BSB Wandsbek ausgegeben wird.

 

Im Bezirk Wandsbek gibt es 95.000 Menschen im Alter ab 65 Jahren (21,8 %), die von einem solchen sinnvollen Vorsorgeangebot profitieren könnten. Das gilt genauso für jüngere Jahrgänge.

 

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

 

 


Petitum/Beschluss:

 

  1. Die Bezirksversammlung unterstützt die Herausgabe einer Notfallmappe im Bezirk Wandsbek.
  2. Die Verwaltung wird gebeten, in Abstimmung mit dem BSB- Bezirksseniorenbeirat Wandsbek eine Herausgabe bzw. Veröffentlichung vorzubereiten.
  3. Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, welche Finanzierungsmöglichkeiten es im Rahmen von öffentlichen Mitteln gibt.

 

 


Anlage/n:

 

keine Anlage/n