Bezirksversammlung Wandsbek

Drucksache - 20-7437  

 
 
Betreff: Planungsworkshop Stadtteilkultur "Perspektiven für die Kultur in Wandsbek"
Status:öffentlichDrucksache-Art:Mitteilungsvorlage Bezirksamt
Federführend:Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Finanzen und Kultur
23.04.2019 
Sitzung des Ausschusses für Finanzen und Kultur zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

Am 08.01.2019 informierte die Verwaltung den Finanz- und Kulturausschuss über die erstmalige Initiierung und Durchführung eines Planungsworkshops auf Bezirksebene zum Thema Perspektiven für die Kultur in Wandsbek“. In Zusammenarbeit von Akteuren aus dem Bereich der Stadtteilkultur, Politik und Verwaltung wurde mit professioneller externer Unterstützung ein Veranstaltungskonzept entwickelt, um zu einer nachhaltigen Vernetzung und Ermittlung von Bedarfen beizutragen und Entwicklungsprozesse anzustoßen.

 

Die Veranstaltung fand am 10.04.2019 im Zeitraum von 17:00 20:00 Uhr im Bürgersaal Wandsbek statt. Bereits vor Veranstaltungsbeginn hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit sich ab 16:30 Uhr im Rahmen eines „Come together“ zusammenzufinden und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.

 

Von den über 80 eingeladen Personen nahmen knapp 50 Personen an der Veranstaltung teil. Die Zusammensetzung war bunt gemischt und setzte sich aus Akteuren der aktiven Kulturarbeit, der Politik sowie Verwaltung zusammen. Die Veranstaltung fand in einer konstruktiven Atmosphäre statt mit regen Diskussionen und einer Vielzahl an Ideen und Vorschlägen.

 

Im Kern gibt es vier Anliegen:

 

  1. Öffentlichkeitsarbeit, Werbung

 

Es wurde sich für eine verstärkte Sichtbarmachung der im kulturellen Bereich tätigen Akteure sowie deren Angebote ausgesprochen. Hierzu wurden folgende Ideen und Lösungsvorschläge zusammengetragen:

  • Bereitstellung kostenloser Werbeflächen im öffentlichen Raum (z. B. kommunale Litfaßulen),
  • Unterstützung bei der Initiierung und Umsetzung von Werbemaßnahmen in digitaler und analoger Form (z. B. Fachleute für Marketing-Beratung oder die Bereitstellung von Fördergeldern),
  • regelmäßige Beiträge in den Wochenblättern über die kulturellen Akteure und Angebote (z. B. eine Seite zum Thema Stadtteilkultur)
  1. Finanzierungsmöglichkeiten

Es wurden verschiedene Fördermöglichkeiten erörtert und die geringe Ausstattung der Rahmenzuweisung Stadtteilkultur bemängelt. Folgende Einzelpunkte wurden herausgegriffen:

  • Ausschluss der Finanzierung von Projekten mit Schule oder Kita: Es wurde bemängelt, dass die Finanzierung von Kooperationsprojekten mit Schule oder Kita vom FinK nicht gefördert werden. Seit Einführung der Ganztagsschule sind diese Projekte die einzige Möglichkeit diese Zielgruppe zu erreichen. Die Schulen beteiligen sich an der Finanzierung nicht.
  • Tourismusabgabe: Es wurde nach dem Verteilerschlüssel dieser Abgabe gefragt und warum davon nichts in den Bezirken ankommt.
  1. Kulturbeauftragte/r

 

Die Einrichtung der Stelle(n) einer / eines Kulturbeauftragten wird befürwortet. Als Eckpfeiler wurden folgende Aspekte benannt:

  • Es sollten zwei Mitarbeiter/innen sein.
  • Sie sollten ein Bindeglied zwischen Aktiven und der Verwaltung darstellen,
  • unabhängig und mit kultureller Expertise ausgestattet sein und
  • eine repräsentative Funktion für die Wandsbeker Kultur innehaben.
  • Sie sollten langfristig abgesichert sein,
  • Marketingaufgaben übernehmen,
  • Know-how bündeln,
  • Lobbyarbeit leisten und
  • eine Vertrauensperson für Aktive sein.

 

Klärungsbedarf besteht insbesondere im Hinblick auf folgende Fragestellungen:

  • Woher kommt das Geld?
  • Sollte die Stelle mit einem eigenen Budget ausgestattet sein?
  • In welcher Rechtsform (Stiftung?) könnte(n) die Stelle(n) angebunden sein?
  1. Vernetzung / Austauschbörse

 

Es wurde vorgeschlagen, die bereits vorhandene Website www.kulturinwandsbek.de zu nutzen. Diese kann dazu beitragen,

  • Wissenstransfer sicherzustellen (z. B. über Fördertöpfe und anträge, Erfahrungen mit Künstlern, Erfahrungen mit Programmgestaltung),
  • einen Berater- und Mentorenpool bereitzustellen, der auch die Schwerpunkte und besonderen Kompetenzen aufführt,
  • Gruppenleiter/innen und ihre Angebote aufzulisten und die Möglichkeit der Kontaktaufnahme vorzuhalten,

Grundsätzlich sollte bedacht werden, dass solche eine Website regelmäßig gepflegt werden muss. Sie könnte auf die unterschiedlichen Akteure wie Einrichtungen der Stadtteilkultur, Kulturschaffende und andere mit unterschiedlichen Angeboten eingehen.

 

 


Petitum/Beschluss:

Der Ausschuss wird um Kenntnisnahme gebeten. Er wird ferner gebeten, dem für Finanzen und Kultur zuständigen Ausschuss der nächsten Wahlperiode der BV diese Mitteilungsvorlage zuzuleiten und eine Befassung mit den Themen zu empfehlen.

 


Anlage/n:

keine Anlage/n